Fortunas Stürmer zeigt trotz der Nachwirkungen einer Infektion ein starkes Spiel gegen Cottbus.

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Sascha Rösler bedankt sich nach dem Sieg gegen Cottbus für die Unterstützung der Fans.

Sascha Rösler bedankt sich nach dem Sieg gegen Cottbus für die Unterstützung der Fans.

Wolff

Sascha Rösler bedankt sich nach dem Sieg gegen Cottbus für die Unterstützung der Fans.

Düsseldorf. Die Antwort von Sascha Rösler war eindeutig: „Ich fühle mich beschi . . .!“ Seine Mannschaft, Fortuna Düsseldorf hatte soeben überraschend klar 3:1 gegen Energie Cottbus gewonnen und alle lagen sich in den Armen. Nur der 33-jährige Stürmer der Fortuna war nach Sieger-Humba möglichst schnell die Kabine der Rot-Weißen verschwunden.

Denn er spürte die Magen-Darm-Infektion, die er sich acht Tage zuvor wenige Stunden vor dem Abreise aus dem Trainingslager in Oliva Nova eingefangen hatte, immer noch in den Knochen. Nur sinnbildlich hatte er sich auf dem Platz so richtig ausgekotzt. Er zählte neben Fortunas Kapitän Andreas Lambertz zu den besten Spielern und war an allen drei Toren beteiligt.

„Für mich war es nach der Krankheit schwer, und in der ersten Hälfte habe ich mich nicht so gut gefühlt“, sagt Sascha Rösler, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt. „Mir war klar, dass es eine Frage des Willens sein würde. So habe ich mich reinbeißen müssen, und in der zweiten Hälfte lief es tatsächlich besser.“

Für Norbert Meier hatte vor dem Spiel nur kurz überlegt, auf die Dienste seines Routiniers zu verzichten. „Sascha hat auf den Punkt durchgehalten. Es war ihm noch nicht einmal ansatzweise anzumerken, das er krank gewesen ist“, erklärte Fortunas Trainer, der Rösler erst sieben Minuten vor Ende der Begegnung erlöst hatte. Denn Rösler hatte die Ecken von rechts geschlagen. Damit hatte er in der 70. Minute das 3:1 von Oliver Fink vorbereitet.

Jetzt verstummen auch die „Klagen auf hohem Niveau“

„Für uns war es ein Auftakt nach Maß, gerade gegen so eine starke Mannschaft wie Cottbus“, erklärte Rösler, der selbst zwar erst einen Treffer für seine Mannschaft erzielt hat, aber schon zu einigen Treffern die wertvolle Vorarbeit geliefert hatte. „Natürlich hätte ich bei zwei Vorlagen und einer weiteren Beteiligung am Tor auch noch selbst gerne gegen Cottbus getroffen. Aber das war schon ganz gut so.“

Leon Binder, der Defensivakteur, der in der Hinrunde in 14 Ligaspielen für die Reserve der Fortuna am Ball war, wechselt zur Reserve von Alemannia Aachen.

Am kommenden Samstag tritt Fortunas Zweite zum letzten Härtetest beim ETB Schwarz-Weiß Essen an (14 Uhr).

Nach der leichten Kritik am spielerischen Niveau, die Norbert Meier zum Ende der Hinrunde als „Klagen auf hohem Niveau“ bezeichnete, hat seine Mannschaft am Samstag die Nörgler eines Besseren belehrt und gezeigt, dass sie auch dank der Qualität von Sascha Rösler, Zugang Adam Bodzek sowie dem überragenden Andreas Lambertz im Mittelfeld durchaus spielerische Akzente zu setzen weiß. „Darüberhinaus haben wir auch zur rechten Zeit die Tore gemacht“, sagte Rösler, der sich darauf freut, am Sonntag bei Hertha BSC hoffentlich fit und gesund ins Spiel gehen zu können und sich nach einem Sieg wieder ganz anders fühlt als „beschi . . .“

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