Der belgische Stürmer spielt seine letzte Saison bei der Fortuna und will später Trainer werden.

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Axel Lawarée erzielt kurz vor Schluss gegen Schalkes Torhüter Matthias Schober das 4:5.

Axel Lawarée erzielt kurz vor Schluss gegen Schalkes Torhüter Matthias Schober das 4:5.

Christof Wolff

Axel Lawarée erzielt kurz vor Schluss gegen Schalkes Torhüter Matthias Schober das 4:5.

Chiclana. Axel Lawarée hat einen besonderen Wunsch. "Ich möchte noch ein Tor für die Fortuna erzielen. Nicht für mich, sondern für die Fans, bei denen ich mich für eine tolle Zeit bedanken möchte", sagt der belgische Stürmer des Düsseldorfer Fußball-Zweitligisten, der immer wieder eine Gänsehaut bekommt, wenn er an diese besondere Beziehung denkt.

Der Publikumsliebling der vergangenen beiden Jahre weiß aber auch, dass sein Abschied naht und es nach der aktuellen Saison keine Zukunft für ihn mehr bei Fortuna Düsseldorf gibt. Er akzeptiert die Entscheidung von Trainer Norbert Meier, ihn außen vor zu lassen du spricht von einem sauberen Konkurrenzkampf.

"Natürlich würde ich gerne noch bleiben. Das Feuer ist noch da", sagt der 36-Jährige. "Aber ich will wieder spielen." Er sagt, dass in der 2. Liga lauf- und zweikampfstarke Spieler gefragt seien. "Und sie müssen schnell und beweglich sein. Das bin ich nach der Sprunggelenksverletzung nicht mehr so wie vorher", sagt Lawarée, der zum Ende der vergangenen Saison sogar nur mit Schmerztabletten trainieren konnte.

Auch eine Umschulung zum Mittelfeldspieler kam für den Belgier nicht in Frage. "Darüber habe ich mit dem Trainer nie gesprochen." Und es hätte Zeit gekostet sowie den ohnehin großen Konkurrenzkampf im offensiven Mittelfeld noch erhöht.

Der 36-Jährige sucht nach einem Club in Belgien

Ihm gehe es nicht mehr ums Geld. Er sucht nun nur einen Verein, der im Umfeld seines belgischen Wohnortes liegt, so dass er nicht mehr jeden Tag drei Stunden für Hin- und Rückfahrt im Auto sitzt. Dass er dies für die Fortuna gern macht, wissen die Fans. "Trotzdem hatte ich mit einigen Leuten Probleme, weil sie dachten, ich strenge mich nicht mehr an. Das trifft mich", sagt Lawarée, der in der Hinrunde der laufenden Saison nicht über eine Handvoll Teileinsätze hinauskam. Manchmal saß er sogar nur auf der Tribüne. Wer ihn aber im Trainingslager sieht, kann ihm keinen mangelhaften Einsatz vorwerfen. Er weiß um seine Vorbildrolle.

Denn der Belgier, den man immer mit einem freundlichen Lächeln auf dem Gesicht antrifft, sieht auch jetzt für sich noch andere Aufgaben in der Mannschaft. "Ich erkenne in Marcel Gaus mich selbst in meinen Anfangsjahren wieder. Er erhält meine Hilfe und ich freue mich, wenn er spielt." Lawarée gibt seine Erfahrungen weiter. Dies will er künftig auch als Trainer tun. Noch ein, zwei Jahre aktiv in Belgien spielen, dann wird es den Trainer Lawarée geben.

Andererseits hat er auch ein fixes Angebot einer Immobilienfirma, das er annehmen will. "Es ist aber nur eine halbe Stelle. Und ich habe schon ein wenig Angst davor, weil ich bei Null anfangen muss", sagt Lawarée, der ganz für die Familie lebt, aber auch für den Fußball weiter da sein möchte. Erst dann wird dieser sympathische Zeitgenosse wohl wunschlos glücklich sein.

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