Mit einer längeren Trainingseinheit setzt der Trainer den ersten Reiz vor dem Dresden-Spiel.

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Auch Fortunas Trainer Lorenz-Günther Köstner hält sich während und nach den Trainingseinheiten selbst fit. Fotos (2): Christof Wolff

Auch Fortunas Trainer Lorenz-Günther Köstner hält sich während und nach den Trainingseinheiten selbst fit. Fotos (2): Christof Wolff

Auch Fortunas Trainer Lorenz-Günther Köstner hält sich während und nach den Trainingseinheiten selbst fit. Fotos (2): Christof Wolff

Christof Wolff, Bild 1 von 2

Auch Fortunas Trainer Lorenz-Günther Köstner hält sich während und nach den Trainingseinheiten selbst fit. Fotos (2): Christof Wolff

Düsseldorf. Das Training von Fortuna Düsseldorf am Dienstag dauerte länger als normal. Die Spieler drehten nach einem Gymnastikprogramm, einer taktischen Einheit und einem Spiel auf verkürztem Spielfeld noch mehrere Runden mit eingestreuten Sprints. Trainer Lorenz-Günther Köstner wollte wohl dem vorbeugen, dass irgendein Spieler noch Rückstände vom Karnevals-Wochenende weiter mit sich rumschleppt.

„Das war völlig normal“, wiegelte Offensivspieler Michael Liendl ab. Nach einer Pause von mehreren Tagen müssen wohl alle erst mal wieder reinkommen.“ Der Österreicher hatte noch ein wenig Glanz in den Augen, weil es für ihn ein ein „ganz besonderes Erlebnis“ war, auf dem Mottowagen der Fortuna mit im Rosenmontagszug durch Düsseldorf zu fahren. „Es war super und so sensationell auf dem Wagen. Schön von oben zu sehen, wie fröhlich alle Menschen waren.“

Doch der Blick des Österreichers ging auch noch mal auf den Freitag zurück: „Der Sieg gegen Bielefeld war nicht nur für die Mannschaft sehr wichtig sondern auch für das ganze Umfeld.“ Nun fahre man mit noch mehr Selbstvertrauen nach Dresden, um von dort auch etwas mitzubringen.

Michael Liendl warnt vor verfrühter Euphorie

Für Liendl ist in der Tabelle noch alles sehr eng beieinander und man dürfe jetzt nicht wieder direkt nach oben schauen, nur weil die Mannschaft einmal gewonnen habe. „Wir schauen von Spiel zu Spiel, denn es kann in beide Richtungen ganz schnell gehen“, sagte Liendl. „Selbst nach einem Sieg darf man nicht so euphorisch werden und wieder von einer Aufstiegschance reden.“

Momentan fühlt sich der 28-Jährige richtig wohl, obwohl er seine Wohnung noch nicht beziehen konnte. „Das wird nächste Woche erledigt. Auch deshalb bin ich ziemlich zufrieden mit meiner Situation.“ Letztlich ist für Liendl auch nicht entscheidend, wo er spielt, sondern dass er spielt. „Ich fühle mich zwar in der Mitte wohler, aber ich habe auch schon früher auf der linken Seite gespielt“, sagte Liendl, der in der zweiten Hälfte gegen Bielefeld nicht mehr so viele Ballkontakte hatte wie zuvor.

Der Trainer muss das Teamgefühl weiter stärken

Beim und nach dem Training der Fortuna am Dienstag gab es gleich mehrere Familientreffen. Katrin, die Ehefrau von Lorenz-Günther Köstner, schaute vorbei und traf sich kurz mit ihrem Mann. Die Tochter und der Sohn von Axel Dörrfuß begleiteten ihren Vater sogar während des Trainings mit fachkundigen Kommentaren, während Ben Halloran, der eine Spezialeinheit mit Fortunas Fitnesstrainer absolvierte, so abgelenkt war, dass er mehrfach „right and left“ (links und rechts) bei seinen Übungen verwechselte.
 

Dass sein niederländischer Lieblingsverein Feyenoord Rotterdam nach einer 1:2-Niederlage gegen Ajax Amsterdam den nationalen Titel endgültig verspielt haben könnte, hatte Charly Benschop keine schlaflosen Nächte bereitet. Sein neunter Saisontreffer und damit gleichzeitig sein erstes Tor im Jahr 2014 zum 1:0 gegen Bielefeld haben seine Laune erheblich gesteigert. „Ich habe in den drei Spielen zuvor nicht einmal gefährlich aufs Tor geschossen“, erklärte der Niederländer. „Jetzt geht es ganz schnell noch weiter aufwärts, weil die Abstimmung bei uns im Sturm immer besser wird.“
 

Andreas Lambertz fehlte am Dienstag genauso wie die von den Nationalmannschaften berufenen Spieler. Der Kapitän ist noch in der Reha nach der schmerzhaften Rippenprellung. Für das Spiel am Sonntag in Dresden könnte Lambertz aber wieder zur Verfügung stehen.

Adam Bodzek fühlt sich auf dem Posten des Innenverteidigers wohl und macht sich auch keine besonderen Gedanken über seinen Nebenmann in der Abwehrzentrale. „Für mich ist das nicht so wichtig, weil ich mich mit Martin Latka, Bruno Soares und auch mit Stelios Malezas sehr gut verstehe“, sagte Bodzek. „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen kann. Und das kann ich in der Abwehr genau so wie im defensiven Mittelfeld.“ Offensichtlich wegen sprachlicher Problemen hatte Trainer Köstner darauf verzichtet, den Griechen Malezas und den Tschechen Latka zusammen im Abwehrzentrum aufzustellen.
 

Über die Aufstellung seiner Mannschaft in Dresden hat sich Lorenz-Günther Köstner am Dienstag sicherlich noch keine Gedanken gemacht. Vielmehr überlegte Fortunas Trainer auf seinen Laufrunden lange nach Ende des Trainings, wie er Harmonie und Teamgefühl unter seinen Spielern weiter stärken könnte. Denn am Dienstag war es dem 62 Jahre alten Trainer offensichtlich mal wieder zu ruhig während der Einheiten. Daran wird Köstner in der nächsten Zeit verstärkt arbeiten müssen. So kann die Fortuna auch in Dresden nur als Team bestehen.

© WhatsBroadcast

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