Nach einem großen Umbruch vor einer schweren Saison stehen. Erwin Hoffer hat die größte Not gelindert.

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Erwin Hoffer freute sich, endlich wieder zu treffen. Gegen Aue traf der Österreicher zum 1:0 und bereitete das 2:0 vor.

Erwin Hoffer freute sich, endlich wieder zu treffen. Gegen Aue traf der Österreicher zum 1:0 und bereitete das 2:0 vor.

dpa

Erwin Hoffer freute sich, endlich wieder zu treffen. Gegen Aue traf der Österreicher zum 1:0 und bereitete das 2:0 vor.

Düsseldorf. Zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff schien sich am vergangenen Samstag im Wildparkstadion der Unmut endgültig Bahn zu brechen. Mit gellenden Pfiffen wurde die Auswechslung von Publikumsliebling Dimitrios Diamantakos quittiert. 0:0 stand es da gegen Erzgebirge Aue, und der Karlsruher SC drohte auch im siebten Spiel sieglos vom Feld zu gehen. Doch dann stach ausgerechnet der eingewechselte Joker. Nur fünf Minuten nachdem er den Rasen betreten hatte, erzielte Erwin Hoffer das 1:0. In der 87. Minute erkämpfte er sich erneut den Ball, bediente Moritz Stoppelkamp und der vollendete zum 2:0. „Den hätte ich auch noch selbst machen können“, sagte Hoffer augenzwinkernd.

Jetzt will der Joker Hoffer auch mehr Spielanteile haben

Erst einmal hatte der Angreifer in dieser Saison beginnen dürfen, fünfmal wurde er immerhin eingewechselt und ausgerechnet in der so kritischen Partie gegen Aue explodierte Hoffer. Klar, dass er nun auf weitere Einsätze brennt. Zumal es am Samstag zu Fortuna geht, wo der inzwischen 29-Jährige von 2013 bis 2015 unter Vertrag stand. Vor rund 15 Monaten wurde er als zu alt und nicht schnell genug ausgemustert.

Für Erwin Hoffer gilt allein, dass sich der KSC nun schnell aus dem Tabellen-Keller befreit. „Wir können in dieser Liga gegen jede Mannschaft etwas holen. Dazu müssen wir besonders hinten gut stehen, denn vorne kommen wir immer zu Chancen“, erklärte Hoffer. Gegen Aue hat er seine eventuell gleich dreifach genutzt. Schließlich könnte er nicht nur wegen Treffer und Torvorlage, sondern auch durch die Adduktorenbeschwerden bei Diamantakos von Beginn an auflaufen.

Ob der erste Saison-Sieg die Wende zum Besseren war, kann das Team von Trainer Tomas Oral schon in Düsseldorf beweisen. „Dort werden wir ja sehen, wie breit unsere Brust jetzt ist“, sagte Sportdirektor Jens Todt und ergänzte: „Die Fortuna macht in dieser Saison bislang einen sehr stabilen Eindruck. Körperlich ist die Mannschaft äußerst robust und nun ist auch jeder wieder bereit, für den anderen zu arbeiten. Hinzu kommt natürlich ihre enorme Heimstärke. Das wird schon eine riesige Herausforderung für uns.“

Denn dass beim KSC der Start etwas holpriger geriet, ist für Todt keine große Überraschung. Im Gespräch mit der WZ erklärte der 46-Jährige die widrigen Umstände der Vorbereitung. „Personell haben wir deutlich mehr an Qualität verloren als in den Jahren zuvor. Durch die vielen offenen Stellen hat sich unsere Transfer-Periode dann extrem in die Länge gezogen. Einige Zugänge sind zudem aus dem Ausland. Da ist es ein relativ normaler Prozess, dass wir aktuell etwas wackelig und verunsichert auftreten.“ Hinzu kam der Wechsel auf der Trainerbank.

„Wir waren in den drei Jahren besser, als es unser Geld hergibt“

Darüber hinaus ist der KSC finanziell nicht auf Rosen gebettet. „Wir waren in den vergangenen drei Jahren als Fünfter, Dritter und Siebter stets besser als es unser Geld hergab“, sagte Todt. In dieser Spielzeit strebt der Hamelner daher erst einmal vorsichtig einen einstelligen Platz an. Auf den könnte Erwin Hoffer den KSC schon in Düsseldorf schießen. „Für Erwin habe ich mich sehr gefreut. Er hat eine gute Vorbereitung absolviert und ist physisch in einer Top-Verfassung. Dass er zuletzt nur von der Bank kam, ist für unseren Trainer ein echter Härtefall“, sagte Todt.

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