Fortunas Außenverteidiger Julian Schauerte will von einem „großen Potenzial“ nichts mehr hören.

Interview
Julian Schauerte führt in der Arena eine Ecke aus. Er hofft, dass Fans und Mannschaft der Fortuna morgen eine Einheit bilden werden.

Julian Schauerte führt in der Arena eine Ecke aus. Er hofft, dass Fans und Mannschaft der Fortuna morgen eine Einheit bilden werden.

Christof Wolff

Julian Schauerte führt in der Arena eine Ecke aus. Er hofft, dass Fans und Mannschaft der Fortuna morgen eine Einheit bilden werden.

Düsseldorf. Julian Schauerte zählt zu den Konstanten im Team der Fortuna. Doch auch bei ihm gab es im vergangenen Jahr ein Auf und Ab. Wir sprachen mit dem Außenverteidiger vor dem wichtigen Spiel morgen gegen Heidenheim (13 Uhr/Arena).

Herr Schauerte, ist es jetzt endlich Zeit, dass es wieder losgeht?

Julian Schauerte: Es passt so schon ganz gut. Wir haben einen neuen Trainer, andere Abläufe und Automatismen. Darauf mussten wir uns erst einmal einstellen. Zudem sind wir noch enger zusammengerückt. Es war eine gute Vorbereitung. Und so lange kam mir die Zeit gar nicht vor, weil wir ja auch genug Testspiele hatten.

Was wird sich für Sie und Ihre Spielweise gegenüber dem Vorjahr ändern?

Schauerte: In der Hinrunde war ich in den ersten beiden Spielen nicht dabei, ich hatte damals auch keine gute Vorbereitung. Ich habe mich dann reingekämpft, und meine Leistung war ganz solide. In der Defensive war es meist ordentlich, mit meiner Offensivleistung war ich nicht zufrieden. Da muss ich mich mehr einbringen. Jeder Trainer hat Dinge, die er anders als der Vorgänger vorgibt. Darauf muss man sich einstellen. So muss ich darauf achten, dass ich zuerst meine defensiven Zweikämpfe gewinne.

Tor Michael Rensing

Abwehr Julian Schauerte, Karim Haggui, Alexander Madlung, Lukas Schmitz

Mittelfeld Christopher Avevor, Kerem Demirbay - Ihlas Bebou, Charalampos Mavrias Angriff Nikola Djurdjic, Joel Pohjanpalo

Kader Lars Unnerstall, Adam Bodzek, Christian Gartner, Didier Ya Konan, Mathis Bolly, Julian Koch, Sercan Sararer

 Emmanuel Iyoha (verletzt), Axel Bellinghausen und Marcel Sobottka (beide noch nicht ganz fit), Christian Strohdiek, Kevin Akpoguma, Oliver Fink

Die Bilanz zwischen den beiden Vereinen spricht für die Fortuna. Bislang wurde von den drei Spielen nur das Hinspiel dieser Saison mit 0:1 in Heidenheim verloren. In der vergangenen Spielzeit konnte die Fortuna beide Spiele für sich entscheiden.

Werden die Außenverteidiger wieder relativ hoch stehen?

Schauerte: Das ist schwierig zu sagen, wir werden gegen Heidenheim sicherlich nicht zu offensiv agieren und auf Teufel komm raus alles riskieren. Natürlich wollen wir aber weit vorne den Ball erobern, weil dort die Wege zum gegnerischen Tor kürzer sind. So würden auch die Stürmer mehr Unterstützung bekommen. Insgesamt wird das von den Spielsituationen abhängen.

Wie große ist der Druck vor dem morgigen Spiel?

Schauerte: Davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen und müssen die Ruhe bewahren. Am besten wäre es, wenn es uns gelingt, die Fans von der ersten Minute an mitzunehmen. Ich denke, wir sind jetzt soweit, dass wir auch Rückschläge und Rückstände besser wegstecken können und nicht mehr auseinanderfallen. Der Trainer hat gesagt, dass die ganze Vorbereitung ganz auf das Heidenheim-Spiel zugeschnitten sei. Und wir denken jetzt auch noch nicht weiter.

Wie wichtig ist jetzt die Ruhe im Verein?

Schauerte: Irgendwie bekommt man das mit, wenn Unruhe herrscht. Und es ist auch Gesprächsstoff in der Kabine. Ich glaube aber, dass wir uns völlig fokussiert haben auf das Heidenheim-Spiel. Trotzdem wäre es wichtig, dass alle im Verein – von oben bis unten – zusammenhalten, damit wird das Ziel erreichen.

Ist die Mannschaft stark genug für den Klassenerhalt?

Schauerte: Von unserem Potenzial wurde oft genug gesprochen. Wir müssen jetzt einfach Leistung zeigen und nicht so viel reden.

Wie wichtig sind die Neuen, der Trainer und vor allem die beiden Offensiv-Verstärkungen?

Schauerte: Der Trainer lebt das vor, was hier verlangt wird. Wir sollen arbeiten, in jeder Minute des Trainings und des Spiels. Er ist ein akribischer Arbeiter, gibt uns viele taktische Hinweise und erklärt und übt die taktischen Dinge für jeden verständlich. Wir müssen uns auch auf die einfachen Dinge konzentrieren, obwohl wir ja auch konkrete Abläufe einstudieren. Unser neuer Grieche (Mavrias, Anm. der Red.) kann links wie rechts spielen, ist quirlig und schnell, kann in jede Abwehr Unruhe hineinbringen. Und er war vom ersten Tag an integriert. Auch Nikola (Djurdjic) hat taktisch alles drauf. Das sehen wir auch an seinen Laufwegen. Er hat eine gewisse Ausstrahlung und wird für die gegnerischen Abwehrreihen in seiner Spielweise schwer einzuschätzen sein.

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