Wolfgang Fiegen wollte Aufsichtsrat werden und durfte erst gar nicht antreten.

Wolfgang Fiegen
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Dieter Siekcmeyer

Wolfgang Fiegen

Düsseldorf. Wolfgang Fiegen ist mit ganzem Herzen Fortune. Hat aber auch den Ruf eines Querkopfes, der bei den Mitgliederversammlungen des Vereins viel zu sagen hat und allerlei Anträge stellt, die regelmäßig abgelehnt werden. Vor der Wahl des Aufsichtsrates am vergangenen Sonntag eskalierte die Situation. Fiegen wollte sich als Kandidat aufstellen lassen, wurde aber vom Wahlausschuss zurückgepfiffen. Er sei keine geeignete Persönlichkeit für dieses Amt. Das wollte sich der streitbare Mann nicht gefallen lassen und zog per Eilantrag vors Amtsgericht.

Das Pikante an dem Verfahren: In der Mitgliederversammlung wurden persönliche Details über Fiegen öffentlich gemacht. Dabei ging es unter anderem um zwei Verfahren vor Arbeitsgerichten, die der langjährige ehemalige Mitarbeiter des Landeskriminalamtes gegen seinen Arbeitgeber geführt hatte. Unter anderem soll er damit gedroht haben, seinen Vorgesetzten umzubringen. Strafrechtlich war Fiegen dafür freigesprochen worden. Über den Ausgang des arbeitsrechtlichen Verfahrens muss das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entscheiden.

Fiegen hatte sogar den Ehrenrat angerufen, der seit neun Jahren nicht mehr getagt hatte. Der stellte sich allerdings hinter den Vorstand und dessen Entscheidung, den Mann nicht als Kandidaten zuzulassen.

Viele Fortuna-Anhänger kritisierten dies in verschiedenen Internet-Foren. Fiegen sei zwar manchmal unbequem, aber eben von ganzem Herzen Fan der Fortuna. Und hätte ohnehin keine Chance gehabt, in den neunköpfigen Aufsichtsrat gewählt zu werden.

Fortunas Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer sieht sich dagegen bestätigt: „Die Bewertung des Gerichtes hat gezeigt, dass wir eine richtige Entscheidung getroffen haben.“ Fiegen sei für das Amt nicht geeignet. Bereits am Freitag wird die Richterin entscheiden.

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