Die ganz große Freude stellt sich bei der Fortuna nach dem 1:0 gegen Dresden nicht ein.

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Andreas Lambertz gelingt das Tor des Tages gegen Dresdens Torhüter Benjamin Kirsten.

Andreas Lambertz gelingt das Tor des Tages gegen Dresdens Torhüter Benjamin Kirsten.

Christof Wolff

Andreas Lambertz gelingt das Tor des Tages gegen Dresdens Torhüter Benjamin Kirsten.

Düsseldorf. Jens Langeneke legte sich vor der Kabine lautstark mit einem Dresdener Betreuer an, und unmittelbar nach dem Schlusspfiff feierten die rund 3500 mitgekommenen Dynamo-Fans ihre Mannschaft mit Applaus und Sprechchören. So richtig wurde nicht deutlich, welches Fußball-Team das Düsseldorf-Dresdener Drittliga-Duell gewonnen hatte.

Eher zaghaft machten sich die Fortunen auf in Richtung Fans, um sich für die Unterstützung beim 1:0 (1:0) im fünftletzten Saisonspiel zu bedanken. Damit hatte der Tabellenvierte zumindest seine Pflicht im Aufstiegsrennen erfüllt, was es am kommenden Sonntag in Braunschweig zu wiederholen gilt.

Vielleicht lag die zurückhaltende Stimmung an den Vorfällen im Umfeld rund um den Rücktritt von Aufsichtsratschef Reinhold Ernst am Montag zuvor. Oder daran, dass nach vier Heimspielen ohne Sieg das Gefühl des Erfolges fast vergessen war. Nicht zuletzt mussten die Fortunen vor 14 024 Zuschauern arg zittern - selbst als ihre Mannschaft in Überzahl spielte.

"Wir müssen das zweite Tor unbedingt machen, damit wäre die Gegenwehr gebrochen gewesen", sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier. Doch trotz der ein oder anderen Konterchance in der Schlussphase tat ihm seine Mannschaft diesen Gefallen nicht.

Jeder der drei Stürmer, Axel Lawarée, Ranisav Jovanovic und der eingewechselte Bekim Kastrati, hatte eine Gelegenheit, die als "100-prozentig" eingestuft werden muss. Verschossen und vergeben.

Fortuna verteidigt mit Glück und Geschick den knappen Vorsprung

Fortuna: Melka - Schwertfeger, Cakir, Langeneke, Hergesell - Lambertz, Christ (90. Hampel), Costa, Heidinger (65. Kadah) - Lawarée, Jovanovic (84. Kastrati)

Dresden: Kirsten - Pergl (73. Müller), Oppitz, Hübener, Nikol - Pfeffer, Truckenbrod, Wagefeld, Bröker Dobry, Savran

Schiedsrichter: Karl Valentin (Taufkirchen)

Zuschauer: 14 024

Tore: 1:0 (40.) Lambertz

GelbeKarten: Heidinger, Kadah, Kastrati / Dobry, Wagefeld, Truckenbrod

RoteKarte: Hübener (79./grobes Foulspiel)

16. Minute: Kirsten lässt eine Flanke durchrutschen, Lawarée stochert vergeblich nach.
27.: Lawarées Schuss ist kein Problem für Kirsten.
34.: Savran trifft den Pfosten.
40.:
Jovanovic passt flach von links in den Strafraum, Lambertz schießt zum 1:0 ein.
62.:
Schwertfeger schlägt den Ball nach Pfeffers Schuss von der Torlinie.
63.:
Ein Kopfball von Bröker streicht über die Latte.
72.:
Lawarée schießt freistehend am Tor vorbei.
79.:
Hübener senst Kadah am Mittelkreis übel um und sieht dafür die Rote Karte.
80.:
Jovanovic kann Lawarées Zuspiel frei nicht verwerten.
90.:
Kastrati lupft übers Tor.

überragend: -

gut: Christ, Lambertz, Langeneke, Cakir, Schwertfeger

zufriedenstellend: Melka, Heidinger, Hergesell, Lawarée

enttäuschend: Costa, Jovanovic

Am Ende reichte es trotzdem. Weil die Gäste ihre wenigen, wenn auch klareren Möglichkeiten nicht verwerteten und die Fortunen mit Glück und Geschick ihr Tor verteidigten. Als herausragendes Beispiel stand der Innenpfosten-Treffer von Halil Savran (34.). "Diese 1:0-Spiele sind doch die schönsten", sagte Meier, sagte aber gleich hinterher: "Für mich aber sicher nicht."

Die Zuschauer waren sich offenbar auch nicht sicher, zumal die erste Hälfte trotz des "goldenen Tores" von Andreas Lambertz eher ein Langweiler war. Erst in der zweiten Hälfte stopften die Fortunen die offenbarten Löcher im Mittelfeld und gingen mit von Meier zu recht gelobtem "Engagement und Leidenschaft" zur Sache.

Durch die in der letzten halben Stunde vermehrt nach vorne spielenden Dresdener ergaben sich zudem Räume für Konter, während die Gäste bis zuletzt dem Ausgleich nahe zu sein schien. Vielleicht erklärt sich auch dadurch die seltsam zurückhaltende Stimmung in der Arena.

Stimmen zum Spiel:

"Ich gehe davon aus, dass wir nur aufsteigen werden, wenn wir nun alle Spiele gewinnen."

Hamza Cakir, Fortuna, zu den Chancen in den letzten vier Saisonspielen

"Das Wichtigste ist, dass wir zu Null gespielt haben."

Fabian Hergesell, Fortuna, über die Abwehrleistung

"Wir dürfen uns vom Theater nicht ablenken lassen."

Andreas Lambertz, Fortuna, auf die Frage, ob die Vorfälle bei der Hauptversammlung die Leistung beeinflusst habe

"Ich habe nur gespürt, dass er mich in den Beinen trifft und nicht den Ball."

Deniz Kadah, Fortuna, zu dem Foul, das zur Roten Karte geführt hat

"Jede Minute tut mir gut."

Axel Lawarée, Fortuna, zu seinem zweiten Einsatz von Beginn an nach langer Verletzungspause

Daniel Blumenthal und Jan Wochner befragten die Akteure

© WhatsBroadcast

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