Der Stürmer ist beim 3:0 in Karlsruhe an allen Toren beteiligt. Trainer Funkel spricht von einem entscheidenden Erfolg.

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Nach dem Sieg in Karlsruhe ließ sich die Mannschaft von den rund 1000 mitgereisten Düsseldorfer Fans feiern. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nun zehn Punkte.

Nach dem Sieg in Karlsruhe ließ sich die Mannschaft von den rund 1000 mitgereisten Düsseldorfer Fans feiern. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nun zehn Punkte.

Christof Wolff

Nach dem Sieg in Karlsruhe ließ sich die Mannschaft von den rund 1000 mitgereisten Düsseldorfer Fans feiern. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nun zehn Punkte.

Düsseldorf. Als nach 130 Ecken der Fortuna der Ball endlich mal wieder im Tor des Gegners lag und Rouwen Hennings erneut gefeiert wurde, deutete sich an, dass der Fortuna an diesem Tag nichts passieren kann. Der Treffer zum 2:0 war ein Zeichen der Überlegenheit, aber auch des Spielglücks, das der Mannschaft von Friedhelm Funkel am Sonntag zur Seite stand. Denn es hätte zur Pause auch 2:2 stehen können. Die Gäste hatten zwei, drei prekäre Situationen zu überstehen, in denen einerseits Torwart Michael Rensing alles Können aufbieten musste und andererseits der Tabellenletzte das Pech hatte, was Mannschaften an den Schuhen klebt, die im Abstiegskampf stecken. So gewannen die Düsseldorfer am 25. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga beim Karlsruher SC durch zwei Tore und jene Vorarbeit von Rouwen Hennings am Ende klar mit 3:0 (2:0).

Während Fortuna die eigenen Fehler wegsteckte und durch die Tore an Selbstvertrauen zulegte, wurde der KSC hektischer und verkrampfter in seinen Aktionen. Fortuna spielte wie aus einem Guss, ließ durch die starke Leistung des defensiven Mittelfelds und der Innenverteidiger nach dem Wechsel gar nichts mehr anbrennen und hatte in den Stürmern Akteure in ihren Reihen, die immer wieder für Unruhe sorgten.

Aus Respekt vor dem Ex-Club jubelt Hennings nach seinen Toren nicht

Natürlich war es auch der Tag von Rouwen Hennings, der obendrein eine Minute vor dem Abpfiff das Tor zum 3:0 erzielte und mit seiner Leistung den KSC-Fans die Tränen in die Augen trieb. Denn an Effektivität war Hennings allen Spielern des KSC mindestens einen Schritt voraus. Dass sich Fortunas bester Stürmer über seine Tore sieben und acht nicht so extrovertiert freute, hatte nicht nur mit seiner norddeutsch-geprägten Persönlichkeit zu tun, sondern war darin begründet, dass Hennings eine sehr gute Zeit als Spieler des Karlsruher SC erlebt hat.

„Das hat in den 90 Minuten eigentlich keine Rolle gespielt. Da habe ich mein Bestes für die Fortuna gegeben“, sagte Hennings, der nach dem Spiel mit vielen ehemaligen Wegbegleitern (2012-2015) sprach und den KSC-Spielern viel Glück für den Rest der Saison wünschte. Für Fortunas Torjäger war immer klar, dass es nicht nur an ihm gelegen hat, dass er eine so lange Torflaute hatte. „Für mich war das ja nicht so ein großes Thema wie für die Medien“, sagte der 29-Jährige. „Aber wir haben oft zu langsam und behäbig gespielt, so dass ich nicht viele Chancen bekommen habe. Diesmal haben wir die Tore so gut herausgespielt, dass ich zweimal eigentlich nur den Fuß hinhalten musste.“

Auch sein Trainer freute sich über die Erfolgserlebnisse seiner Offensivspieler. „Natürlich lag es nicht nur an Rouwen, dass er bis zum Bochum-Spiel so lange nicht getroffen hatte“, sagte Friedhelm Funkel. „Aber auch ihm musste ich sagen, dass er noch mehr arbeiten muss, damit sich der Erfolg wieder einstellt.“ So hatte es auch nach der „frustrierenden Niederlage“ gegen Braunschweig einige harsche Worte des Trainers gegeben, dem es auch auf diese Weise gelang, die Mannschaft für das „richtungsweisende“ Spiel in Karlsruhe richtig einzustellen.

„Obwohl alles jederzeit so aussah, als würden wir das Spiel sicher gewinnen, hatte ich immer die Angst vor einem Anschlusstor und der zweiten Luft des Karlsruher SC“, sagte der Trainer, der sich freute, dass vor allem seine Innenverteidigung wieder wesentlich konzentrierter und entschlossener agierte als noch gegen Braunschweig. Schlusswort Funkel: „Es war so ein Spiel, dass entscheidend für den weiteren Verlauf der Saison ist.“ Damit wollte der Trainer wohl sagen, dass die Fortuna mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben wird.

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