Um im ersten Heimspiel der Saison zu punkten, will Fortunas Trainer Friedhelm Funkel mit einer variablen Ausrichtung spielen.

Nach dem 2:2 in Sandhausen bedankte sich das Team bei den Fans für die Unterstützung. Auch am Freitag  sollen die Zuschauer helfen.
Nach dem 2:2 in Sandhausen bedankte sich das Team bei den Fans für die Unterstützung. Auch am Freitag sollen die Zuschauer helfen.

Nach dem 2:2 in Sandhausen bedankte sich das Team bei den Fans für die Unterstützung. Auch am Freitag sollen die Zuschauer helfen.

Wolff

Nach dem 2:2 in Sandhausen bedankte sich das Team bei den Fans für die Unterstützung. Auch am Freitag sollen die Zuschauer helfen.

Düsseldorf. Stück für Stück möchte sich die Fortuna in dieser Saison verbessern. Diese Zielvorgabe ist beim Fußball-Zweitligisten aber nicht an einen Tabellenplatz gebunden, sondern auf die Entwicklung einer Mannschaft bezogen, die den Fans wieder Spaß machen und den Club in eine sportlich bessere Zukunft führen soll.

Verbessern möchten Spieler und Trainerteam im ersten Heimspiel der neuen Spielzeit gegen den VfB Stuttgart (Freitag, 20.30 Uhr) vor allem das Auftreten in den ersten 30 Minuten. „Als ich mit den Spielern über die erste halbe Stunde von Sandhausen gesprochen habe, waren wir nicht immer einer Meinung, aber grundsätzlich in vielen Dingen konform“, beschrieb Friedhelm Funkel in dieser Woche die Aufarbeitung des 2:2 zum Auftakt.

Details wollte der Trainer der Fortuna nicht verraten. „Wir müssen in jedem Spiel bis an unsere Schmerzgrenze gehen“, forderte der 62-Jährige. Das klingt ein wenig nach einem Marathonläufer beim Training oder einem Bergsteiger, der in eisigen Höhen unterwegs ist. Doch in dieser Art und Weise wird das Team um Kapitän Oliver Fink das Jahr 2016/17 anpacken müssen. „Wie schnell uns diese Verbesserungen gelingen, wird man sehen“, sagte Funkel.

Bodzeks Einsatz ist noch fraglich – Sobottka ist eine Alternative

Der Geduld und der Unterstützung des eigenen Anhangs ist sich der Cheftrainer gewiss. Gegen den großen Aufstiegs-Favoriten aus dem Schwabenland wird sein Team weitere Erfahrungen sammeln. Das soll aber nicht mit einer Niederlage einhergehen. Um gegen den VfB zumindest einen Zähler in der Arena zu behalten, wird auch eine Portion Flexibilität im taktischen Bereich nötig sein. „Heutzutage können Teams innerhalb eines Spiels mehrere Systeme spielen. Das war von zehn Jahren noch anders. Auch wir können das. Das muss so sein, um immer eine Antwort parat zu haben“, erklärte Funkel. Sonderbewachungen für Alexandru Maxim oder Simon Terodde soll es nicht geben. „In der Vorbereitung haben wir auch gegen gute Mannschaften guten Fußball gespielt. Das müssen wir wieder auf den Platz bekommen“, sagt Abwehrspieler Kevin Akpoguma. „Wir werden eine andere Mannschaft sein.“

Veränderungen in der Startformation scheinen dabei durchaus möglich. Marcel Sobottka könnte für Adam Bodzek ins Team rücken. Der Torschütze von Sandhausen hat Probleme mit dem Sprunggelenk. Doch ein Einsatz von Sobottka muss nicht unbedingt bedeuten, dass Bodzek sich auf der Bank wiederfindet. Nach seiner durchwachsenen Leistung in Sandhausen könnte Christian Gartner vielleicht eine Pause erhalten. „Es war bereits schwer, Marcel in Sandhausen draußen zu lassen. Er spielt in meinen Überlegungen immer eine Rolle“, sagte Funkel.

Rensing – Schauerte, Akpoguma, Madlung, Schmitz – Bodzek, Sobottka – Bebou, Fink, Bellinghausen – Iyoha

Unnerstall – Koch, Bormuth, Gartner, Kiesewetter, Ritter, Ngombo

Rund 31 000 Karten hat die Fortuna bisher abgesetzt. 3000 Tickets gingen an die Gäste. Die Tageskassen haben heute geöffnet. Insgesamt werden rund 35 000 Zuschauer erwartet.

Jerome Kiesewetter und Arianit Ferati trugen in der vergangenen Saison das Trikot des VfB – meist für die zweite Mannschaft. Während Ferati verletzungsbedingt fehlt, hofft Kiesewetter auf einen Einsatz gegen seinen ehemaligen Club.

Zuletzt trafen beide Teams in der Bundesliga aufeinander. 2012/13 gab es ein 0:0 in Stuttgart und in der Arena einen 3:1-Heimsieg für die Fortuna. Oliver Fink erzielte damals das 3:1, Robbie Kruse gelang ein Doppelpack.

Die meisten der Neuzugänge werden sich mit Blick auf ihren ersten Startelf-Einsatz vermutlich noch gedulden müssen. Von ihnen fordert der Cheftrainer immer wieder, dass sie sich in den täglichen Übungseinheiten permanent anbieten: „Wir Trainer haben ja alle ein bisschen Ahnung vom Fußball. Und wir wissen, dass diese Jungs Zeit brauchen.“ Nicht zuletzt deshalb dürfte auch Emmanuel Iyoha erneut den Vorzug vor Maecky Ngombo in der Sturmspitze erhalten. „Emma musste in Sandhausen gegen 1,96 Meter große Bullen spielen. Die machen einmal ,Buh’, dann erschrickst du als junger Spieler doch. In der U 19 war das sicher noch anders. Da hat er die Gegner einfach beiseite geschubst“, sagte Funkel mit einem Augenzwinkern.

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