Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel nennt HSV-Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos als Vorbild.

Bei Standards lief zuletzt zu wenig bei der Fortuna. So wie hier bei Oliver Finks Versuch gegen Sandhausen. Das soll sich ändern. Archiv
Bei Standards lief zuletzt zu wenig bei der Fortuna. So wie hier bei Oliver Finks Versuch gegen Sandhausen. Das soll sich ändern. Archiv

Bei Standards lief zuletzt zu wenig bei der Fortuna. So wie hier bei Oliver Finks Versuch gegen Sandhausen. Das soll sich ändern. Archiv

Christof Wolff

Bei Standards lief zuletzt zu wenig bei der Fortuna. So wie hier bei Oliver Finks Versuch gegen Sandhausen. Das soll sich ändern. Archiv

Düsseldorf. An das vergangene Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Greuther Fürth haben sie bei Fortuna Düsseldorf nicht die besten Erinnerungen. Es war der 30. Spieltag der vergangenen Saison und das vierte Spiel unter der Regie von Trainer Friedhelm Funkel. Bereits zur Pause liegt die Fortuna am Ronhof mit 1:3 zurück. Dieses Ergebnis ist dann auch der Endstand und stürzt den Verein noch tiefer in den Abstiegsstrudel. Der Rest ist bekannt: Die Rot-Weißen retten sich am Ende doch noch aus eigener Kraft und vermeiden den Gang in die dritte Liga.

„Solche kapitalen Fehler wie beim letzten Duell dort dürfen wir nicht wieder machen“, sagt Funkel nun mit Blick auf das (13 Uhr) Spiel am Samstag gegen die Franken sowie die Frage, was seine Mannschaft denn im Vergleich zum April des vergangenen Jahres besser machen muss. „Ich weiß noch, dass ich Axel Bellinghausen damals in der Pause ausgewechselt habe. Auch weil er gesagt hat: ,Trainer, heute geht gar nichts bei mir.’ Ich habe viele selbstkritische Spieler, die sich selbst hinterfragen und Dinge reflektieren. Das ist sehr positiv.“

Im Februar 2017 hat die Fortuna mit der Abstiegszone derweil nichts zu tun. Und auch Axel Bellinghausen dürfte wahrscheinlich einen deutlich besseren Tag erwischen, sofern er wieder zur ersten Elf gehört. Doch angesichts von sieben Pflichtspielen ohne dreifachen Punktgewinn ist das Gastspiel in Fürth auch in dieser Rückrunde ein besonders wichtiges für den Tabellenzehnten. „Wir gehen mit dieser sieglosen Phase vernünftig um“, erklärt Funkel, der nach wie vor betont, dass sein Team die gesteckten Ziele erreichen wird. „Die Mannschaft ist willig und will natürlich mal wieder gewinnen. Aber die Jungs hadern nicht, denken nicht zu viel nach.“

Anknüpfen sollen die Düsseldorfer an ihre Leistung vom 1:1 gegen Kaiserslautern als durch den Ausgleichstreffer von Marcel Sobottka zumindest eine Negativserie beendet wurde. „In der Mannschaft war die torlose Zeit gar kein Thema, auch wenn wir tausendmal darauf angesprochen wurden“, sagt der Cheftrainer. „Jetzt gilt es, den Auftritt aus dem Heimspiel zuletzt auch auswärts zu bestätigen. Dazu müssen wir aktiv sein.“

Fürth ließ im zuletzt mit einem 4:1 gegen Hannover aufhorchen

Beim Tabellennachbarn, der mit 25 nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat als die Fortuna, lobt Funkel die Dynamik der Offensivspieler – und zollt dem Gegner im Allgemeinen Respekt: „Fürth hat schnelle Spieler wie Veton Berisha, der vergangene Saison zwei Tore gegen uns gemacht hat, oder Robert Zulj. Seit dem Trainerwechsel haben die gut gepunktet. Zuletzt gegen Hannover hat Fürth ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Angesichts des 4:1 des „Kleeblatts“ gegen den Aufstiegskandidaten ist dies beinahe schon eine Untertreibung.

Von seinem Team wünscht sich der 63-Jährige noch mehr Präzision beim finalen Pass und vor allem: mehr Robustheit bei Standardsituationen: „Als Beispiel haben wir uns das Kopfballtor von HSV-Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos gegen Leipzig vom vergangenen Wochenende angeschaut. Da kann man sich auch schon mal etwas abschauen.“ Und vom Hamburger SV etwas lernen, heißt in diesen Wochen auch Siegen lernen. Das war in der Vergangenheit bekanntlich nicht immer der Fall.

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