Freitag geht es für die Fortuna bereits weiter. In Braunschweig muss die Mannschaft von Friedhelm Funkel an die Leistung des Bochum-Spiels anknüpfen, um zu punkten.

Düsseldorf. Das Spiel gegen den VfL Bochum war eine glanzvolle Vorstellung. Daraus die falschen Schlüsse zu ziehen, verbietet sich, erklärt Friedhelm Funkel vor dem heutigen Gastspiel bei Eintracht Braunschweig (18.30, Stadion Hamburger Straße). „Eine Taktik, wie die Bochumer sie spielen, ist nahezu einmalig in der Liga“, sagt Fortunas Cheftrainer. „Das wird bei der Eintracht ein völlig anderes Spiel, und wir müssen wieder an die Leistungsgrenze gehen.“ Das können seine Spieler mit noch mehr Selbstvertrauen, aber auch nur in veränderter Formation tun. „Oliver Fink wird mit seinen Achillessehnen-Problemen ganz sicher ausfallen“, sagt der Trainer. „Aber Marcel Sobottka ist im Training am Morgen vor dem Spiel dabei. Eigentlich kann da bei ihm bei dieser Verletzung nichts kaputt gehen, aber er hat noch Schmerzen.“

Erst dann wird die Entscheidung fallen, ob der Torschütze zum 1:0 gegen Bochum auch beim Spitzenreiter dabei sein kann. Dass Axel Bellinghausen beginnen wird, wie er es auch in der zweiten Hälfte gegen Bochum für Fink getan hat, ist wohl kein Geheimnis. Der am Dienstag so starke Kaan Ayhan, der im Training ein wenig früher aufhören durfte als seine Mitspieler, wird neben Adam Bodzek auf die Sechser-Position rücken. Und für Arianit Ferati eröffnet sich die Chance von Anfang an zu spielen. „Das ist noch keine ausgemachte Sache“, erklärte Funkel. „Ich habe da auch noch eine andere taktische Möglichkeit im Kopf.“ Wobei es bei den bisher so überzeugend auftretenden Braunschweigern eher unwahrscheinlich ist, dass ein weiterer, vor allem offensiv agierender Spieler wie Jerome Kiesewetter, ins Team kommt.

Der Sieg gegen Bochum war gut für das Selbstvertrauen

In Sachen Aufstellung bleibt Fortunas Trainer völlig gelassen. Er plant, auch nur 18 Spieler mit in den Norden zu nehmen. Die Einstellung ist Funkel viel wichtiger.

„Unsere Mannschaft weiß, dass sie an guten Tagen jeden Gegner schlagen kann. Aber sie weiß auch, dass wir verlieren, wenn wir nur ein paar Prozentpunkte nachlassen.“

Friedhelm Funkel, Fortunas Trainer

„Natürlich hilft es uns, dass die Mannschaft gegen Bochum so überzeugend aufgetreten ist und klar gewonnen hat“, sagte der 62-Jährige. „Allerdings haben wir bisher in keinem einzigen Spiel dieser Saison enttäuscht oder einzelne Spieler versagt.“ So beschreibt Funkel auch die Stimmung in der Mannschaft als sehr gut und lässt nicht nur zwischen den Zeilen erahnen, wie zufrieden er mit dem bisherigen Verlauf der Saison ist. „Für die Leistungen, die wir bisher gezeigt haben, hätten wir eigentlich noch mit zwei oder drei Punkten mehr belohnt werden müssen.“ Trotzdem fühlt sich der Trainer bestätigt, dass sein Konzept aufgeht: „Ich kann immer noch nicht verstehen, dass wir nach dem Spiel in Heidenheim so heftig kritisiert worden sind.“ Er könne mit dieser Kritik umgehen, für seine Spieler aber war es sehr wichtig, diesen überzeugenden Erfolg gegen Bochum folgen zu lassen. „Allerdings ist auch das keine Garantie, dass wir in Braunschweig so erfolgreich auftreten“, meinte Funkel, der von seinen Spieler wieder volle Konzentration fordert, um in diesem Spiel zu bestehen. Glanzvoll muss es nicht sein, aber ohne Zähler möchte die Fortuna die Heimreise diesmal nicht antreten.

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