Friedhelm Funkel hat seine Spieler im Training noch genauer beobachtet als sonst. So schließt Fortunas Trainer weder personelle noch taktische Änderungen für Sonntag aus.

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Wie gerne würden Fortunas Fans diesen Jubel am Sonntag nach dem Abpfiff sehen. Das Foto entstand beim letzten Auswärtssieg (3:0) in Karlsruhe.

Wie gerne würden Fortunas Fans diesen Jubel am Sonntag nach dem Abpfiff sehen. Das Foto entstand beim letzten Auswärtssieg (3:0) in Karlsruhe.

Wolff

Wie gerne würden Fortunas Fans diesen Jubel am Sonntag nach dem Abpfiff sehen. Das Foto entstand beim letzten Auswärtssieg (3:0) in Karlsruhe.

Düsseldorf. Eine Hoffnung musste Friedhelm Funkel den Fortuna-Fans nehmen. „Ich habe solche Situationen selbst schon häufig erlebt. Der 1. FC Nürnberg wird sich nicht zurücklehnen und uns machen lassen“, sagte Fortunas Cheftrainer. „Das ist das letzte Heimspiel für den Club, der befreit aufspielen und etwas für die eigenen Fans tun kann.“ Funkel erwartet also einen Gegner, dem seine Mannschaft mit Leidenschaft und taktischem Geschick gegenübertreten muss. „Ich habe erneut das Gefühl, dass wir uns sehr gut auf diese schwere Aufgabe vorbereitet haben“, sagte der 63-Jährige am Freitag in der turnusmäßigen Pressekonferenz. „Man weiß nur nie, was dabei herauskommt.“

Größtenteils hat er die Spieler seit Dienstag in Ruhe arbeiten lassen und nur kurze und fokussierte Gespräche geführt. Auch mit Rouwen Hennings hat er erörtert, wie sich der Fitnessstand des Stürmers aktuell darstellt. „Rouwen wird auf jeden Fall im Kader sein“, sagte Funkel. Mehr wollte er zur personellen Planung nicht verkünden, auch nicht etwa, dass er nun auf den Kämpfer Axel Bellinghausen setzen würde. „Die Auswahl war nicht so einfach, und es waren auch noch ein paar Dinge offen, aber inzwischen habe ich die Mannschaft bereits im Kopf“, sagte Fortunas Cheftrainer, der nicht etwa aufgrund der Leistung im Würzburg-Spiel Konsequenzen gezogen hätte. „Die Änderungen, die es geben wird, haben eher taktische Ursachen, die wir im Training unter der Woche erarbeitet haben. Oder vielleicht möchte ich auch Spielern eine Chance geben, die in dieser Woche extrem gut trainiert haben.“ Immerhin stehen ihm bis auf Kevin Akpoguma (verletzt), André Hoffmann (krank) und Kaan Ayhan (gesperrt) alle anderen vermeintlichen Stammspieler zur Verfügung.

Kann die Fortuna in Nürnberg ihr Auswärtsgesicht zeigen?

Friedhelm Funkel ist anzumerken, wie sehr er innerlich mit der Spielvorbereitung beschäftigt ist. Er hofft, dass die Fortuna die gute Serie der Auswärtsspiele um einen Sieg bereichern kann. Wenn seine Mannschaft ein gutes Spiel zeigen sollte, werde sie sich diesmal auch richtig belohnen. Da zeigt der Trainer bewusst große Zuversicht. Funkel spricht davon, wie wohl sich seine Spieler auf fremdem Boden meist gefühlt haben. „Das macht den Spielern auch Mut, weil sie wissen, dass sie auswärts bereits mehrfach erfolgreich gewesen sind“, erklärte Funkel, der keine Probleme damit hat, wenn die Ergebnisse der anderen Spiele während der 90 Minuten in Nürnberg auf der Anzeigetafel zu sehen sein werden.

Grundvoraussetzung für einen Erfolg wird es sein, kämpferisch und läuferisch auf der Höhe zu sein. Warum die Leistung eine ganz andere sein wird, als gegen Würzburg, darauf wollte Funkel nicht näher eingehen. „Wir schauen nur nach vorne, die Enttäuschung ist inzwischen verarbeitet.“

Immerhin hat die Statistik einen Hoffnungsfunken für die Fortuna-Fans zu bieten. Die Nürnberger haben bereits sieben Heimspiele in dieser Saison verloren, nur Karlsruhe musste mehr Pleiten vor eigenem Publikum hinnehmen.

Tor Michael Rensing

Abwehr Julian Schauerte, Alexander Madlung, Gökhan Gül, Lukas Schmitz

Mittelfeld Adam Bodzek, Marcel Sobottka - Ihlas Bebou, Oliver Fink

Angriff Rouwen Hennings

Kader Lars Unnerstall, Özkan Yildirim, Emmanuel Iyoha, Christian Gartner, Jerome Kiesewetter, Robin Bormuth, Axel Bellinghausen

Schiedsrichter René Rohde (Rostock)

Zuschauer Mehr als 1800 Fans werden ihre Mannschaft in die Franken-Metropole begleiten.

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