Friedhelm Funkel lobt seine Spieler und sagt, dass das 1:1 gegen Lautern erst der Anfang war.

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Erleichterung pur: Fortunas Abwehrspieler Kaan Ayhan hatte gerade mit letztem Einsatz den Ball von der Linie des eigenen Tores gekratzt.

Erleichterung pur: Fortunas Abwehrspieler Kaan Ayhan hatte gerade mit letztem Einsatz den Ball von der Linie des eigenen Tores gekratzt.

Christof Wolff

Erleichterung pur: Fortunas Abwehrspieler Kaan Ayhan hatte gerade mit letztem Einsatz den Ball von der Linie des eigenen Tores gekratzt.

Düsseldorf. Oft sagen die Zettel mit den gesammelten Statistiken nach einem Fußball-Spiel relativ wenig über den realen Ablauf des Geschehnes aus. Diesmal wurde daraus aber zumindest deutlich, dass die Fortuna beim 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern die spielbestimmende und zweikampfstärkere Mannschaft war. Bei den Ballaktionen hatte das Team von Friedhelm Funkel mit 56 Prozent einen noch deutlicheren Vorteil als bei der Zweikampfquote, die mit 53 zu 47 Prozent zugunsten der Fortuna ausfiel. 20 Torschüssen der Platzherren standen zehn des Gegners aus der Pfalz gegenüber. Um zu sehen, dass die Fortuna das engagiertere Team auf dem Arena-Rasen war, reichte allerdings auch das bloße Auge aus.

„Von einer Krise war nichts zu sehen“, sagte Fortunas Cheftrainer. „Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Dass sie nicht alle ihre Möglichkeiten genutzt hat, ist im Fußball einfach so.“ So hielt sich die Enttäuschung bei Funkel nach dem Verlust von zwei Punkten auch stark in Grenzen. „Was die Leidenschaft der Mannschaft angeht, die ist nicht zu toppen“, sagte der 63 Jahre alte Trainer. „Wir sind als Team wieder 117 Kilometer gelaufen. Und das, nachdem wir am Montag noch gespielt haben. Das zeigt, dass diese Mannschaft immer will.“ Da stimmte ihm auch Torhüter Michael Rensing zu, der nur in drei Szenen eingreifen musste, weil die K’lauterer sonst nicht gefährlich vor sein Tor kamen. „Ich denke, man hat heute gemerkt, dass wir unbedingt gewinnen wollten“, sagte Rensing. „Es geht jetzt darum, in den nächsten Wochen einige – viele Punkte zu holen.“

Für Rouwen Hennings gab es für dessen Laufarbeit ein Sonderlob

Dafür muss sich die Fortuna aber weiter steigern. Denn auch die kleinen Fehler in einem ansonsten guten Spiel kosten Punkte. Das war in der vergangenen Saison zwar noch viel schlimmer. Aber fast hätte das Funkel-Team in der Schlussphase dieses wichtige Spiel noch verloren, als Kaan Ayhan den Ball nur so eben von der Linie kratzen konnte. Vielleicht liegen die leichten Unsicherheiten einer ansonsten kompakten Spielweise aber auch daran, dass beide Innenverteidiger (Akpoguma und Ayhan) nicht vollkommen fit waren und mit den Nachwirkungen einer Grippe zu tun hatten. „Aber sie spielten ja nicht auf so laufintensiven Positionen und konnten das ansonsten gut kompensieren“, erklärte Funkel.

Obwohl die Fortuna endlich wieder getroffen hat, müssen die Angriffe noch konsequenter gespielt werden. Da stimmte auch der Trainer zu. „Natürlich ärgert es mich, wenn wir uns auf dem Flügel so gut durchsetzen, und dann kommt der finale Pass nicht“, sagte Funkel. „Das ändert nichts an dem generellen Lob für jeden Spieler. Wenn wir das noch besser machen, gewinnen wir die Spiele auch wieder.“

Ein Sonderlob bekam neben Marcel Sobottka jemand ab, der laut Funkel „unheimlich hart gearbeitet“ hatte. „Das war echt Wahnsinn und vorbildlich, was Rouwen Hennings für die Mannschaft geleistet hat.“ Er messe keinen Stürmer an seinen Toren, sagte der Trainer. „Und außerdem wird er auch bald wieder treffen.“ Und die Fortuna bald wieder gewinnen, der Platzierung in der Tabelle – aktuell Platz zehn – würde es guttun.

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