Ahanfouf muss sich in den Testspielen steigern. Bulykin-Transfer steht vor dem Abschluss.

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Ganz schön durstig sind die Fortunen bei den hochsommerlichen Temperaturen.

Ganz schön durstig sind die Fortunen bei den hochsommerlichen Temperaturen.

Christof Wolff

Ganz schön durstig sind die Fortunen bei den hochsommerlichen Temperaturen.

Düsseldorf. Nein, von den heimatlichen Diskussionen um den passenden Vermarkter für Fortuna Düsseldorf hat Hermann Tecklenburg auf Mallorca kaum etwas mitbekommen. Während sich das urlaubende Vorstandsmitglied über die Entwicklungen der vergangenen Tage erst einmal aufklären lassen muss, weiß er in Sachen Dmitri Bulykin sehr genau Bescheid: Seit Dienstag ist jedenfalls klar, dass der RSC Anderlecht die mündlich verhandelten Konditionen schriftlich bestätigt hat und bereit ist, den ehemaligen russischen Nationalspieler an Fortuna Düsseldorf auszuleihen.

"Darauf haben wir gewartet, das kann ich bestätigen", sagte Tecklenburg, der den Transfer mit Vermittler Jos Eerdekens und Bulykin-Berater Andrej Golowasch eingefädelt hatte, gestern. Anderlecht will, Bulykin will, spätestens jetzt muss die Fortuna Nägel mit Köpfen machen.

In Anderlecht konnte sich der Russe nicht durchsetzen

Gestern wollte niemand im Verein Vollzug melden, aber alles spricht dafür: Bulykin wird die Düsseldorfer in der kommenden Saison verstärken. Anderlecht hofft nach der kommenden Saison auf einen Weiterverkauf des Russen, um die hohen Kosten für den bulligen Offensivmann, der im Ein-Spitzen-System des belgischen Topclubs keinen Platz gefunden hat, wieder hereinzuholen.

Vorausgesetzt, es kommt nicht noch ein edler Spender des Weges geritten, ist damit aber auch klar: Das Potenzial für weitere hochkarätige Spieler ist erschöpft. Ein Stürmer wie Mahir Saglik vom deutschen Meister VfL Wolfsburg (zuletzt an den Karlsruher SC ausgeliehen) würde zwar einem Zweitligisten gut zu Gesicht stehen und wird unter den Fortuna-Fans heiß diskutiert, passt derzeit aber nicht ins Budget.

Anders könnte es im Fall des vertragslosen Testspielers Abdelazziz Ahanfouf aussehen, der zwar streng leistungsorientiert bezahlbar wäre, an dessen Qualitäten im Umfeld des Vereins aber immer wieder Zweifel laut werden. Tendenz: Ahanfouf muss in den anstehenden Testspielen schon übermäßig überzeugen, will er einen Vertrag.

Gut zwei Wochen vor der ersten Pflichtspielherausforderung im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV gibt es für die Fortuna-Fans am Samstag am Flinger Broich den Familientag. Mannschafts-Vorstellung und Autorgrammstunde gehören ab 14 Uhr zum Programm.

Der für Fortuna ungleich günstigere Vertrag mit Abwehrspieler "Bamba" Anderson ist unterschrieben, auch, wenn der ehemalige Profi des VfL Osnabrück gestern noch nicht auf der Transferliste stand. Als neuer Testspieler lief gestern in der nachmittäglichen Trainingseinheit Patrick Zoundi auf, 26 Jahre alt, rechter offensiver Mittelfeldspieler und in seinem Heimatland Burkina Faso Nationalspieler.

Zoundi spielte für den SC Lokeren in Belgien und zuletzt für Panserraikos in Griechenland - und war Anfang diesen Monats schon als Testspieler beim Zweitliga-Konkurrenten FSV Frankfurt aufgetaucht. Urteil: Zoundi gefiel durchaus, erhielt aber keinen Vertrag.

© WhatsBroadcast

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