Die Elf von Goran Vucic springt mit einem 1:0 gegen Leverkusen II auf Nichtabstiegsplatz.

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Marco Königs läuft seinem Leverkusener Gegenspieler mit Ball davon.

Marco Königs läuft seinem Leverkusener Gegenspieler mit Ball davon.

Jos Muller

Marco Königs läuft seinem Leverkusener Gegenspieler mit Ball davon.

Düsseldorf. Totgesagte leben länger. Von einigen Konkurrenten bereits abgeschrieben hat sich Fortunas zweite Mannschaft im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga am Samstagnachmittag eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit dem knappen, aber verdienten 1:0 (1:0)-Heimsieg über Bayer 04 Leverkusen II im ersten von zwei Endspielen kletterte das Team von Goran Vucic vor dem letzten Spieltag wieder "über den Strich".

Während Bayer und Borussia Mönchengladbach II im direkten Aufeinandertreffen am kommenden Wochenende womöglich den dritten und letzten Absteiger unter sich ausmachen, kann die Fortuna mit einem Sieg beim Bonner SC den Ligaerhalt unter Dach und Fach bringen. "Noch einmal 90 Minuten mit dieser Einstellung gegen Bonn und der Klassenerhalt ist sicher", sagte Fortunas Torschütze Marco Königs nach Spielschluss.

Bereits nach zehn Minuten hatte der Torjäger zum 1:0 getroffen, nachdem Linksverteidiger Erhan Zent energisch in den Leverkusener Strafraum eingedrungen war und auf Königs quer gelegt hatte.

Dass Königs es bei zwei glasklaren Chancen (51., 79.) im Anschluss versäumt hatte, frühzeitig für Beruhigung auf der Trainerbank und unter den stimmgewaltigen 1.086 Zuschauern im Paul-Janes-Stadion zu sorgen, mochte Goran Vucic seinem Schützling verzeihen. "Kein Vorwurf an Marco. Er ist verletzt ins Spiel gegangen und es war bis kurz vor Beginn gar nicht klar, ob er auflaufen könne." Königs biss ebenso auf die Zähne wie Kai Schwertfeger.

Schulze-Niehues hält seine Mannschaft zu Beginn im Spiel

Zähne knirschend, aber freiwillig verzichtete der Zweitligaprofi auf die Mallorca-Abschlusstour der ersten Mannschaft, um der "Zweiten" im Abstiegskampf zu helfen. "Seine Präsenz wahr heute sehr wichtig", lobte Vucic den umsichtigen Abwehrorganisator, der ein starkes Spiel ablieferte.

Schwertfegers Anwesenheit war ein Grund, warum die verspielten Gäste trotz zeitweiliger Feldüberlegenheit nur selten gefährlich vor das Tor von Maximilian Schulze-Niehues kamen, der gleich in der ersten Minute bei einem Kopfball von Pierre Lasogga glänzend zur Stelle war. "Diese Parade hat meiner Elf Selbstvertrauen gegeben", erklärte Vucic nach Spielschluss. Sein Gegenüber Ulf Kirsten hatte währenddessen den "Kaffee auf".

"Eine vernünftige Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel", sagte die Sturmlegende, "war einfach nicht möglich. Ich habe unter der Woche nur mit sechs Leuten trainiert, da ebenso viele Spieler bis Donnerstag mit den Profis auf einer Werbetour in China weilten."

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