Nach seiner Verletzung ist der Außenverteidiger wieder da – und besser gelaunt als es vielleicht manchmal wirkt.

Ein gut gelaunter Lukas Schmitz steht am Pool der Hotelanlage in Spanien.
Ein gut gelaunter Lukas Schmitz steht am Pool der Hotelanlage in Spanien.

Ein gut gelaunter Lukas Schmitz steht am Pool der Hotelanlage in Spanien.

Christof Wolff

Ein gut gelaunter Lukas Schmitz steht am Pool der Hotelanlage in Spanien.

Estepona. Auf den ersten Blick wirkt Lukas Schmitz immer ernst und gefasst. Der Ex-Bremer wird vielleicht auch in dieser Hinsicht ein wenig unterschätzt. Denn nach seiner längeren Verletzungspause hat er das Lächeln nicht nur auf dem Trainingsplatz längst wiederentdeckt. Auch jetzt, während des Interviews auf der Balkon-Terrasse des Mannschaftshotels in der warmen Mittagssonne, ist Fortunas Abwehrspieler bester Stimmung. Schmitz fühlt sich wohl in Spanien.

Heißt das, er ist ein „Trainingslager-Typ“? Schmitz stutzt kurz. Ob damit gemeint sei, dass er sich jetzt in aller Ruhe und Konzentration auf sein Comeback nach der Zwangs-Auszeit vorbereiten kann, fragt er und antwortet gleich selbst: „Das trifft genau den Kern. Ich bin wirklich froh, wieder alle Übungen mitmachen zu können“, sagt der 26 Jahre alte Fortuna-Profi. „Die Spieler, die eine Winter-Vorbereitung durchziehen können, sind meist bis zum Ende der Saison richtig fit.“ Und das brauche er für sein Spiel.

Der unglückliche Zehenbruch Ende Oktober sei „zur Unzeit“ gekommen, weil bis dahin für ihn und die ganze Mannschaft alles gut und erfolgreich gelaufen war. „Die Verletzungen richten sich aber nicht nach dem Terminkalender“, sagt er.

Doch das war es auch schon mit dem Blick zurück. Jetzt schaut Schmitz nach vorn, will wieder angreifen: „Das A und O ist einfach, künftig verletzungsfrei zu bleiben“, sagt Schmitz und hofft, dass die linke Seite mit Axel Bellinghausen wieder so gut funktioniert wie vor seiner Verletzung: „Auf Außen ist man immer ein wenig auf sich gestellt. Ein solcher Partner ist nicht nur eine Anspielstation mehr, sondern auch eine Absicherung nach hinten, wenn man selbst nach vorne geht“, erklärt der Außenverteidiger das Zusammenspiel auf dem Flügel.

Auftaktspiel gegen den KSC wird gleich entscheidend

Ob die beiden gleich wieder an ihre alte Form anknüpfen können, zeigt sich spätestens beim ersten Pflichtspiel gegen den Karlsruher SC. Für Schmitz ein extrem wichtiges Spiel: „Wir arbeiten fünf Wochen in der Vorbereitung darauf hin. Dort wollen und dürfen wir nicht verlieren“, sagt der 26-Jährige, der großen Respekt vor der Konterstärke des KSC hat. „Wir dürfen in solchen Spielen keine Fehler mehr machen.“ Das habe schon in der Hinrunde zu unnötigen Punktverlusten geführt, „weil wir zu einfache Tore kassiert haben“. Selbst in Spielen, in denen die Fortuna gut gespielt habe.

Es gibt ein neues Gesicht im Trainingslager der Fortuna zu sehen. Marcel Verstappen ist derzeit an der Seite von Bernd Restle als Physiotherapeut tätig. Jan Speckenbach wird wieder übernehmen, wenn die Fortuna aus Spanien zurück ist. Verstappen ist sonst Physio bei Fortunas Regionalligamannschaft.

Dustin Bomheuer musste am Donnerstag das Training vorzeitig abbrechen, weil er einen Schlag auf eine Stelle knapp oberhalb des rechten Knies bekam. Die Prellung sollte schnell wieder abheilen und kein Anlass zur Sorge sein. Während alle anderen Spieler ohne Probleme das Mannschaftstraining absolvierten, drehte Heinrich Schmidtgal nur seine Laufrunden.

Freitag steht für die Fortuna das erste Testspiel im Rahmen der Wintervorbereitung an. Gegner ist ab 17 Uhr der FC Basel. Das Spiel findet im Marbella-Fußball-Center statt. Morgen, 15.30 Uhr, geht es dann gegen KF Skenderbeu (Albanien).

Die Heimschwäche kann sich Lukas Schmitz aber nicht erklären: „Wir haben sehr gute Unterstützung durch die Fans. Und dass wir angeblich Probleme mit tief stehenden Gegnern haben, darf nicht allein als Erklärung herhalten“, sagt Fortunas Verteidiger. „So schlecht spielen wir gar nicht vor eigenem Publikum – obwohl das die Punktezahl nicht richtig ausdrückt.“

Ein wenig ins Schwärmen gerät Schmitz zum Endes des Gesprächs, als es um den besonderen Teamgeist geht: „Hier stellt sich niemand über den anderen. Es macht Spaß, weil alle richtig anpacken.“ Und dann kann ein Fußball-Profi auch im Trainingslager gut drauf sein.

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