Sieben Spieler des Zweitligisten sind unter 20 Jahre alt. Manches Talent ist sogar bereits auf dem Weg zum Stammspieler.

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Emmanuel Iyoha schien zu Saisonbeginn den Durchbruch geschafft zu haben. Dann fiel er in ein Loch, zuletzt drängte er sich wieder auf. Archiv

Emmanuel Iyoha schien zu Saisonbeginn den Durchbruch geschafft zu haben. Dann fiel er in ein Loch, zuletzt drängte er sich wieder auf. Archiv

Wolff

Emmanuel Iyoha schien zu Saisonbeginn den Durchbruch geschafft zu haben. Dann fiel er in ein Loch, zuletzt drängte er sich wieder auf. Archiv

Düsseldorf. Sie sind jung und können zu den Stammspielern von Fortuna Düsseldorf gezählt werden. Kevin Akpoguma (21), Robin Bormuth (21), Marcel Sobottka (22), Kaan Ayhan (22) sowie Ihlas Bebou (22) sorgen dafür, dass der Altersschnitt in der Startelf des Fußball-Zweitligisten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist. Die sechs, sieben anderen Spieler, die zum Stammpersonal zählen, sind vom Alter her schon fast als Routiniers zu bezeichnen. In unserer Analyse bewerten wir, wie sich die Spieler im vergangenen halben Jahr weiterentwickelt haben, die noch keine 20 Jahre alt sind.

Justin vom Steeg (19) ist noch nicht so weit, um in die Rolle des Reserve-Torhüters zu schlüpfen. Er spielt zwar in der U 20 der USA, aber das grenzenloses Vertrauen Friedhelm Funkels besitzt er noch nicht. Das zeigten die Testspiele auf Malta sowie der Telekom-Cup, wo er von Trainer Funkel keine einzige Einsatzminute erhielt.

Anderson Lucoqui (19) hat einen großen Sprung gemacht. Vor allem in Sachen Stellungsspiel und Zweikampfverhalten wirkt der Sunnyboy deutlich verbessert. Sollte Lukas Schmitz ausfallen, wird der Trainer Lucoqui ohne Vorbehalte bringen können. Mit seiner Schnelligkeit kann er auch offensiv eine Waffe sein.

Gökhan Gül (18) mag noch schüchtern rüberkommen, aber im Training wirkt er so, als wäre er schon länger als seit Jahresbeginn dabei. Er überrascht mit Selbstvertrauen und Passsicherheit. Es ist fast schon zu schade, ihn in die U 23 zu schicken.

Justin Toshiki Kinjo (19) wirkt äußerlich älter, als er ist. Seine schwere Verletzung zu Saisonbeginn hat ihn zurückgeworfen, und den Anschluss hat er noch nicht wirklich wieder geschafft. Er benötigt Spielpraxis und wird trotz seiner Stärke, ein Spiel lesen zu können, zunächst nur selten im Kader sein. Es sei denn, ein Außenverteidiger verletzt sich, denn der Japaner wurde inzwischen auch auf diese Position „umgeschult“.

Taylan Duman (19) traut man auf den ersten Blick nicht so viel zu. Das ist ein Fehler, denn Duman verfügt über große Spielintelligenz – allerdings noch nicht über die nötige Robustheit, die er sich möglichst schnell aneignen sollte, um eine Alternative im Mittelfeld zu sein. Das Potenzial dazu hat er auf jeden Fall.

Arianit Ferati (19) verfügt ebenfalls über reichlich Talent. Bisher konnte der U 20-Nationalspieler das im „Männerfußball“ aber noch nicht unterstreichen. Er wirkt manchmal gehemmt und droht in taktischen Zwängen zu ersticken. Doch nur als Lust-Fußballer, der den Spaß am Spiel sucht, bekommt er keine Chance. Er muss sich auf seine Stärken konzentrieren und defensiv zulegen.

Emmanuel Iyoha (19) schien zu Saisonbeginn den Durchbruch geschafft zu haben. Er spielte zum Auftakt, kam mit den großen Erwartungen aber nicht klar. Erst in der Wintervorbereitung waren die Unbekümmertheit, der Mut und das Durchsetzungsvermögen wieder zu sehen, das den schnellen Stürmer auszeichnet. Es wäre schade gewesen, wenn ihm ein neuer Angreifer vor die Nase gesetzt worden wäre. Jetzt ist nur zu hoffen, dass Iyoha bald die Chance erhält, sein unbestritten großes Können dauerhafter zu zeigen.

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