Der Aufsteiger aus Düsseldorf will sich im zweiten Schritt in der Bundesliga etablieren.

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Teamgeist wird bei Fortuna groß geschrieben: Ersatzspieler Gerrit Wegkamp (l.) tröstet Stefan Reisinger, weil dieser seinen vergebenen Chancen nachtrauerte.

Teamgeist wird bei Fortuna groß geschrieben: Ersatzspieler Gerrit Wegkamp (l.) tröstet Stefan Reisinger, weil dieser seinen vergebenen Chancen nachtrauerte.

Norbert Meier hat gegen Fürth auf zwei Angreifer gesetzt.

Christof Wolff, Bild 1 von 2

Teamgeist wird bei Fortuna groß geschrieben: Ersatzspieler Gerrit Wegkamp (l.) tröstet Stefan Reisinger, weil dieser seinen vergebenen Chancen nachtrauerte.

Düsseldorf. Den Grundstein für eine weitere Saison in der Fußball-Bundesliga hat Fortuna Düsseldorf bereits in der Hinrunde gesetzt. Zu Beginn der Rückrunde schien das Fundament plötzlich wieder leicht zu wackeln.

Die Erfolge gegen den VfB Stuttgart (3:1) und die SpVgg. Greuther Fürth (1:0) und der weiterhin große Abstand (elf Punkte) auf den Relegationsplatz ermöglichen jetzt aber mit einiger Gewissheit den Start des zweiten Bauabschnitts.

Denn aus der vorübergehenden Bleibe in der Erstklassigkeit soll ein festes Zuhause in der höchsten Spielklasse werden. Sportvorstand Wolf Werner kann sich langsam aber sicher von seiner zweigleisigen Planung verabschieden. Jetzt gilt es, sich in der Bundesliga längerfristig zu etablieren.

Gegen Fürth hat die Fortuna nur eine Chance zugelassen

Allerdings sollten die Profis nicht schon die Inneneinrichtung planen, bevor die Wände im sich entwickelnden Bau hochgezogen sind. „Wenn wir gegen andere Gegner solche Chancen auslassen wie gegen Fürth, werden wir größere Probleme bekommen“, sagte Fortunas griechischer Abwehrspieler Stelios Malezas, der im Verbund mit dem erneut absolut überzeugenden Martin Latka dafür sorgte, dass der Tabellenletzte am Samstag nur zu einer einzigen klaren Chance kam.

In der Defensive funktionierte es, vorne lief es dagegen überhaupt nicht rund – bis auf das entscheidende Tor durch Axel Bellinghausen.

Meiers Systemänderung hat größere Zahl an Angriffsaktionen zur Folge

Nach dem Auslaufen am Sonntag war am Montag ein freier Tag. Erst am Dienstag geht es für die Mannschaft weiter mit der Vorbereitung auf das Schalke-Spiel.

Cristian Ramierez ist in Düsseldorf angekommen und hat bereits mit dem angeschlagenen Mathis Bolly (nach Spritzenkur) ein erstes Lauftraining in der Leichtathletikhalle an der Arena absolviert.

Fortunas Kapitän Andreas Lambertz ist ab sofort Schirmherr von „sports partner ship“. „Wir freuen uns sehr, dass Andreas Lambertz sich bereit erklärt hat“, sagt Monika Lehmhaus, Gründerin dieser Initiative. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, die keinen Zugang zu Sportmöglichkeiten haben, werden durch Projekte von „sports partner ship“ unterstützt.

Wolf Werner mahnt, dass einige Spieler zu eigensinnig bei den insgesamt elf guten Möglichkeiten gehandelt hätten. „Wenn sie den besser stehenden Nebenmann schon nicht wahrnehmen, müssen sie das Tor auch treffen.“

Die Fortuna könne ihr Spiel „nicht so gut machen“, befand der Trainer. Allerdings hatte eine Systemänderung schon ein deutlich effektiveres Offensivspiel zur Folge. „Wir spielen tatsächlich ein wenig anders, als noch vor sechs Wochen“, sagte Norbert Meier, der damit die offensiveren Außenverteidiger und die Änderung auf zwei Angreifer anspricht, mit der Meier im Angriff vor allem bei Heimspielen mehr Druck erzeugen will. Das hat funktioniert.

So viele Möglichkeiten hatte die Fortuna in den Bundesligaspielen zuvor jedenfalls nicht. Nur die Verwertung ist wenig bundesligatauglich. „Vorne hatten wir Riesenapparate gegen Fürth“, sagte Trainer Meier und meinte die Qualität der Torchancen. „Die Tore müssen wir machen.“

„Hochrechnungen“, dass die Fortuna nur ein paar Zähler von den Europa-League-Plätzen entfernt ist, nerven den Trainer. „Wir spielen eine ordentliche Saison, die uns nicht viele zugetraut hätten, mehr aber nicht.“ Hochmut kommt vor dem Fall und kann auch ein halbfertiges Gebäude zum Einsturz bringen.

© WhatsBroadcast

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