Lars Pape und Holger Schürmann wollen einen neuen Film über Fortuna drehen. Dafür sammeln sie Geld unter den Fans.

Projekt
Holger Schürmann (l.) und Lars Pape (r.) haben einige Szenen mit Fortunas Ex-Spieler und Ehrenmitglied Matthias Mauritz bereits im Kasten.

Holger Schürmann (l.) und Lars Pape (r.) haben einige Szenen mit Fortunas Ex-Spieler und Ehrenmitglied Matthias Mauritz bereits im Kasten.

Klaus Allofs, mit DFB-Pokal 1980, ist eine der Legenden. Fotos (2): Horstmüller

Auch Gerd Zewe, hier beim Europapokal-Finale gegen Barcelona, gehört dazu.

Privat, Bild 1 von 3

Holger Schürmann (l.) und Lars Pape (r.) haben einige Szenen mit Fortunas Ex-Spieler und Ehrenmitglied Matthias Mauritz bereits im Kasten.

Düsseldorf. Lars Pape und Holger Schürmann wohnen bereits seit Ende der 90er Jahre in Berlin. An der Liebe zu ihrer Heimatstadt Düsseldorf und erst recht der zur Fortuna ändert das allerdings nichts. Mehrmals im Monat machen sich die beiden Filmschaffenden auf den Weg, um die Rot-Weißen live im Stadion zu erleben.

Hunderte Stunden sitzen sie jedes Jahr in Autos und Zügen, fachsimpeln über die Aufstellung, ärgern sich über vergebene Chancen und schwelgen in Nostalgie. „Auf einer dieser Touren haben wir uns gefragt: Was machen eigentlich die Alten wie Atli Edvaldsson, Gerd Zewe oder Günter Thiele? Wie geht es Stadionsprecher Dieter Bierbaum? Und was macht Matthes Mauritz den ganzen Tag?“, erinnert sich Pape an das Gespräch, als ihnen plötzlich die Idee kam: „Wir müssen einen Fortuna-Film drehen.“ Allerdings keinen, der die aktuelle Euphorie einfängt, sondern einen, „der tief in die Geschichte des Vereins eintaucht“, erklärt Pape das Konzept hinter dem Film.

Film soll eine Mischung aus Historie, Anekdoten und Verherrlichung sein

So war der Arbeitstitel schnell gefunden: „Fortunas Legenden“ soll die Dokumentation heißen, die die beiden gemeinsam mit ihren Co-Produzenten Mathias Brühl (Fortuna-Videos) und Holger Quast umsetzen wollen. Der Film soll eine bunte Mischung aus Verherrlichung, Historie und Anekdoten werden. Alt gediente Spieler, Funktionäre und auch die Fans sollen zu Wort kommen.

Doch wie immer, wenn ein neues Filmprojekt ansteht, dreht sich zunächst alles um die Finanzierung. „Uns war klar, dass wir keine große Förderung erwarten können, weil die Zielgruppe zu klein ist. Und privat können wir das ganze auch nicht allein stemmen“, erklärt Pape.

So kamen die beiden auf die Idee, Fortunas Fangemeinde in die Pläne einzuweihen, um den Film zu finanzieren. Mit dem Modell des Crowdfundings wollen sie in den nächsten Monaten mindestens 60.000 Euro sammeln, um zumindest die Kosten für Ausrüstung, Reisen und Team decken zu können. Anstatt sich also zwei bis drei große Investoren zu suchen, versuchen es die Filmemacher mit vielen Einzelspendern, die zwischen 8,95 und 5000 Euro beisteuern. Organisiert wird die Aktion über die Internet-Plattform „startnext“. Wer spendet, bekommt zusätzlich zum Kinoerlebnis auch eine kleine Gegenleistung. Von der Nennung im Abspann über einen Tag am Filmset ist alles möglich.

Für Lars Pape ist „Fortunas Legenden“ das zweite Projekt mit Fortuna-Bezug. 2006 drehte er mit Bruder Axel „Warum Halb Vier?“. Alle Infos zum neuen Film und dem Crowdfunding unter:

startnext.de/fortunas-legenden

Nachdem Schürmann und Pape den Trailer mit Matthes Mauritz gedreht hatten, starteten sie Ende Dezember einen Aufruf im Internet. Noch vor Silvester hatten sie bereits 15 Prozent des Budgets beisammen. Nun ist Pape überzeugt, dass das Geld zusammenkommt. Im Frühjahr soll dann gedreht werden, im Herbst könnten Fortunas Legenden bereits im Kino bestaunt werden.

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