In dieser Saison scheint ein Bundesliga-Aufstieg so „einfach“ wie lange nicht zu sein.

Jubelnde Fortunen gab es in dieser Saison schon oft. Doch die Mannschaft hebt deswegen nicht ab.
Jubelnde Fortunen gab es in dieser Saison schon oft. Doch die Mannschaft hebt deswegen nicht ab.

Jubelnde Fortunen gab es in dieser Saison schon oft. Doch die Mannschaft hebt deswegen nicht ab.

Wolff

Jubelnde Fortunen gab es in dieser Saison schon oft. Doch die Mannschaft hebt deswegen nicht ab.

Düsseldorf. Marcel Sobottka brachte es auf den Punkt. „Mit 13 Punkten ist noch niemand aufgestiegen“, sagte Fortunas Torschütze zum 1:0 wenige Minuten nach dem 3:2-Erfolg im Spitzenspiel gegen Union Berlin. Doch was der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga in den ersten Wochen der noch jungen Saison auf dem Platz zeigt, lässt vermuten, dass sich der Beinahe-Absteiger der vergangenen beiden Jahre auch im Frühjahr 2018 in den gegenwärtigen Tabellenregionen behaupten kann. Spielerisch, kämpferisch und taktisch hat sich die Fortuna in wenigen Monaten enorm verbessert. Und mit Blick auf die Konkurrenten scheint ein Bundesliga-Aufstieg generell leichter zu sein, als in den vergangenen Jahres.

Anders als in der Saison 2016/17 ist die zweite Liga auf dem Papier tatsächlich so ausgeglichen wie lange nicht mehr. Die großen Favoriten wie im Vorjahr der VfB Stuttgart sowie Hannover 96 sind nicht auszumachen. Union Berlin, Eintracht Braunschweig sowie die beiden Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 und FC Ingolstadt gelten als mögliche Bewerber für die Beletage. Fortuna ist nach den bisherigen Eindrücken aber auf dem besten Wege, selbst einer zu werden und könnte sich diesen Vorteil zu Nutze zu machen.

Dass ein Team, oder wie vor zwei Jahren ein Trio mit Freiburg, Leipzig und Nürnberg, frühzeitig davon eilen wird, ist unwahrscheinlich. Keiner der Konkurrenten dürfte zudem den „Zwang“ verspüren, in diesem Jahr um jeden Preis einen der beiden vorderen Plätze belegen zu müssen. Auch ein großes „Nachrüsten“ in der Winterpause, mit dem sich die Kräfteverhältnisse noch einmal entscheidend verändern würden, ist nicht zu erwarten.

Auch Funkel könnte am Ende ein entscheidender Vorteil sein

Ein weiterer Trumpf für die Fortuna ist Friedhelm Funkel. Gegenüber Jens Keller (Union), Torsten Lieberknecht (Braunschweig), Torsten Frings (Darmstadt) oder Stefan Leitl (Ingolstadt) verfügt der 63-Jährige über deutlich mehr Erfarung. Fünf Mal ist Funkel bereits in die Bundesliga aufgestiegen. In dieser Saison beweist er wieder einmal, dass auch die Trainer der alten Schule mit der neuen Spielergeneration umgehen und taktisch variabel agieren lassen können. „Wir haben uns ein Ziel gesetzt. Aber das müssen wir jetzt nicht jede Woche verändern“, sagte Marcel Sobottka nach dem Union-Spiel. Vielleicht aber irgendwann in den kommenden Monaten.

Für 18 Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Fortuna geht es am Mittwoch nach Japan. Dort bestreitet die von U 19-Trainer Sinisa Suker und von U 17-Coach Jens Langeneke betreute Mannschaft ein Testspiel sowie ein Turnier. Auch der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer tritt die Reise nach Asien an. „Ziel ist es, unsere guten Kontakte zu intensivieren und die Fortuna als Top-Adresse für die Ausbildung junger japanischer Spieler zu präsentieren“, sagt Schäfer. Die Reise dauert bis zum 21. September.

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