Auswärts hat die Mannschaft von Friedhelm Funkel oft weniger Probleme als bei den nicht immer überzeugenden Heimauftritten.

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Jubel bei den Spielern der Fortuna: Nach dem späten Siegtreffer von Florian Neuhaus zum 3:2 gegen Union Berlin im Hinspiel gab es kein Halten mehr.

Jubel bei den Spielern der Fortuna: Nach dem späten Siegtreffer von Florian Neuhaus zum 3:2 gegen Union Berlin im Hinspiel gab es kein Halten mehr.

Christof Wolff

Jubel bei den Spielern der Fortuna: Nach dem späten Siegtreffer von Florian Neuhaus zum 3:2 gegen Union Berlin im Hinspiel gab es kein Halten mehr.

Düsseldorf. Die Erinnerungen an das Hinspiel sind bei den meisten Fortuna-Fans noch sehr präsent. Florian Neuhaus war damals beim 3:2-Erfolg am 10. September der Last-Minute-Torschütze, dessen wichtiger Treffer mit einer Jubeltraube gefeiert worden war. Deutlich schwerer wird die Aufgabe heute im Rückspiel. Die Berliner müssen gewinnen, um nicht komplett den Anschluss nach oben zu verlieren. Die Fortuna könnte notfalls auch mit einem Unentschieden leben, weil sie dann den Abstand zu einem vor der Saison hoch gehandelten Konkurrenten gewahrt hätte.

„Ich muss die Mannschaft nicht mehr warnen“, sagt Friedhelm Funkel, der selbst vorlebt, jeden Gegner sehr ernst zu nehmen. „Die Mannschaft hat ein sehr gutes Gefühl der Selbstverantwortung. Sie setzt sich selbst sehr kritisch mit der eigenen Leistung auseinander.“ Dieses große Lob des Trainers hatten sich die Spieler auch verdient. Nach der enttäuschenden Leistung in der zweiten Hälfte gegen Sandhausen mahnten alle angesprochenen Profis dazu, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen. Mehr Mut und Risikobereitschaft, eine höhere Ballsicherheit und ein aggressiveres Abwehrverhalten forderten die Fortunen unisono von sich und ihren Mannschaftskollegen ein. „Auswärts stehen wir aber auch stabiler“, meinte Funkel, der oft gesehen hat, dass sich seine Spieler in Heim-Auftritten manchmal zu sehr verleiten lassen, zu viel nach vorne machen zu wollen und dabei überhastet sind.

Standardsituationen passen in dieser Saison wesentlich besser

Die Taktik der Gäste in Berlin könnte so aussehen, dass ihre kompakte Defensive die Berliner an druckvollem Spiel hindern soll. Fortuna wird dann mit schnellem Umschaltspiel die Chance suchen, selbst vorne gefährlich zu werden. Zudem will man die Fehler einer vielleicht nach acht sieglosen Spielen verunsicherten Mannschaft nutzen.

Das könnte auch bei Standardsituationen glücken. „Wenn wir hinten sicher stehen, kann vielleicht eine erfolgreiche Standardsituation den Ausschlag geben“, erklärte Friedhelm Funkel, der seine Mannschaft lobte, weil das Siegtor von Andre Hoffmann nicht der einzige Treffer nach einem Standard war. „Auch die wichtigen Tore bei den 1:0-Erfolgen gegen Regensburg und Darmstadt haben uns sehr geholfen.“ Beide Male hatte Emir Kujovic – nach einem Freistoß und einer Ecke – getroffen.

Axel Bellinghausen ist bei der Fortuna für das Einstudieren der Standards verantwortlich und oft genug hängen die Spieler, die die Standards ausführen, wie Niko Gießelmann, Kaan Ayhan und Rouwen Hennings, noch etwas Zeit an das normale Training an, um Freistöße zu üben. Zuletzt hat das genaue Studium des Sandhäuser Abwehrverhaltens dazu geführt, dass ein weiterer Erfolg durch das Tor von Andre Hoffmann in Sachen Standards zu verzeichnen war. Warum also nicht in Berlin mit einem Standardtor gewinnen?

Tor Raphael Wolf

Abwehr Jean Zimmer, Kaan Ayhan, Andre Hoffmann, Niko Gießelmann

Mittelfeld Marcel Sobottka, Adam Bodzek – Benito Raman, Florian Neuhaus, Davor Lovren

Angriff Rouwen Hennings

Kader Thorsten Stuckmann, Julian Schauerte, Lukas Schmitz, Havard Nielsen, Robin Bormuth, Emir Kujovic, Takashi Usami

Schiedsrichter Robert Hartmann (Kempten)

 

Zuschauer 2500 Anhänger, eine beachtlich hohe Zahl, werden ihre Mannschaft an diesem Karnevals-Wochenende nach Berlin begleiten und dort unterstützen.

 

Statistik I Friedhelm Funkel traf als Trainer zwölf Mal auf Union Berlin. Dabei holte der Trainer acht Siege, ein Unentschieden und fing sich nur drei Niederlagen ein. Als Fortuna-Trainer traf der 64-Jährige drei Mal auf die Köpenicker und erzielte zwei Siege und ein Remis.

 

Statistik II Seit André Hofschneider das Traineramt von Jens Keller in Berlin übernommen hat, gab es für Union nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen.

© WhatsBroadcast

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