Sechs Tage nach dem Pokalderby gegen Gladbach ist die Fortuna wieder im Alltag der 2. Liga angekommen. Der heißt Bochum. Am Ende steht ein gerechtes 0:0.

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Bochums Anthony Losilla (l.) und Fortunas Takashi Usami kämpfen um den Ball. So sah es Montagabend häufig im Ruhrstadion aus.

Bochums Anthony Losilla (l.) und Fortunas Takashi Usami kämpfen um den Ball. So sah es Montagabend häufig im Ruhrstadion aus.

Christof Wolff

Bochums Anthony Losilla (l.) und Fortunas Takashi Usami kämpfen um den Ball. So sah es Montagabend häufig im Ruhrstadion aus.

Bochum. Nach fünf Ligasiegen in Folge musste Fortuna Düsseldorf diesmal mit einem Punkt in einem hart umkämpften Spiel zufrieden sein. Sechs Tage nach dem Pokalderby gegen Mönchengladbach (0:1) ist die Fortuna damit wieder im Alltag der 2. Fußball-Bundesliga angekommen. Das war nicht immer schön, erst zum Schluss lebte das Spiel von seiner Spannung, aber hochklassig war dieses gestrige 0:0 beim VfL Bochum nicht.

Wenn sich eine Mannschaft es leisten kann, einen Spieler wie Benito Raman zunächst auf der Bank zu lassen, muss sie wirklich über reichlich Qualität verfügen. Das ist bei Fortuna derzeit der Fall. Und Friedhelm Funkel weiß, dass eine Saison lang ist und strapaziös genug wird, so dass er wichtige Spieler in den richtigen Momenten auch schonen muss. Zudem verfügt Fortunas Cheftrainer durch die Rotation immer wieder über die Möglichkeit, von der Bank nachzulegen.

Gestern jedoch musste die Fortuna erst einmal den Ansturm der Gastgeber überstehen, die bereis in der Anfangsphase jubelten, als Florian Neuhaus nach einer Ecke den Ball von der eigenen Torlinie befördern. Der Schiedsrichter entschied nicht auf Tor. Ganz aufzulösen war die Situation nicht, Neuhaus meinte hinterher allerdings vielsagend: „Es ist ganz gut, dass es heute keine Torlinientechnik gab.“

Der Bochumer Schwung verebbte danach ein wenig, und prompt kam die Fortuna zur ersten Möglichkeit. Neuhaus prüfte Manuel Riemann mit einer Volleyabnahme. Ein Offensiv-Feuerwerk brannte die Fortuna fortan allerdings nicht ab, sonder konzentrierte sich auf die Spielkontrolle. Das gelang aber nur eingeschränkt, weil die Bochumer es zunächst schafften, die Gäste zu einem ungenauen Passspiel und unter Druck zu Fehlpässen zu zwingen. Doch das Spiel des Tabellenführers wurde immer sicherer.

Rouwen Hennings vergibt die beste Chance

Die spielerische Überlegenheit führte dann auch zu Chancen. Die beste verpasste Rouwen Hennigs, als er einen Flugkopfball zu zentral platzierte (34. Minute). Die Bochumer zeigten Respekt und kamen nur noch selten in Tornähe des Gegners.

Funkel veränderte das Konzept zur Pause nicht, seine Mannschaft ließ den Bochumer teilweise aber zu viel Raum und schaffte es nicht, mehr Tempo zu machen, um die Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Zudem fehlte bis zur 60. Minute ein Spieler, der einen entscheidenden Zweikampf in der Offensive gewinnen kann. Als Benito Raman dann kam, sollte es besser werden. Immerhin schafften es die Gäste nun, ein wenig mehr Druck auszuüben.

Allerdings blieben die Bochumer gefährlich, vor allem bei den unnötigen Ballverlusten der Fortunen, die es diesmal nicht schafften, den Gegner in größere Verlegenheit zu bringen, obwohl Robin Bormuth nach einem seiner seltenen Ausflüge gemeinsam mit Marcel Sobottka noch die Chance hatte, den Ball bedrängt, aber aus kurzer Entfernung im Bochumer Tor unterzubringen.

Zum Ende hatte Fortuna noch das Glück, dass Lukas Hinterseer einen Konter allein vor Torhüter Wolf verstolperte. Der Bochumer Stürmer sah nach dieser Szene auch noch Gel-Rot, weil er mit gestrecktem Fuß in den Torhüter reinrutschte. So blieb es beim insgesamt verdienten Unentschieden, das die Fortuna weiter an der Tabellenspitze der 2. Liga stehen lässt.

© WhatsBroadcast

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