Trotz positiver Zweikampfbilanz kann sich Fortuna nicht durchsetzen.

offensivproblem
Auch mit den beiden Stürmern Stefan Reisinger (l.) und Dani Schahin kamen die Fortunen nicht zu klaren Einschussmöglichkeiten.

Auch mit den beiden Stürmern Stefan Reisinger (l.) und Dani Schahin kamen die Fortunen nicht zu klaren Einschussmöglichkeiten.

Christof Wolff

Auch mit den beiden Stürmern Stefan Reisinger (l.) und Dani Schahin kamen die Fortunen nicht zu klaren Einschussmöglichkeiten.

Düsseldorf. Trotz des Ärgers über vermeintliche Fehlentscheidungen müssen sich die Spieler von Fortuna nach der Schmach von Hoffenheim vor allem an die eigene Nase fassen. Die Gäste waren zunächst sichtlich beeindruckt von der Aggressivität, die der Gegner von der ersten Sekunde an zeigte. Die Fortuna hatte große Probleme, ins Spiel zu kommen. „Dann haben wir einen dilettantischen Fehler gemacht, als wir den Freistoß so ungeschickt ausgeführt und geradezu zum Kontern eingeladen haben“, beschrieb Fortunas Sportvorstand Wolf Werner die aus Fortuna-Sicht unglückliche Situation vor dem 0:1 in der elften Minute. „Das hatte rein gar nichts mit der Einstellung zu tun. Da fehlte einfach die allerletzte Konzentration.“

Die Bolly-Verletzung und das Eigentor sind Nackenschläge

Hinzu kamen aus Werners Sicht in diesem Spiel die Nackenschläge in dichter Folge, die einige Fortunen schlichtweg überfordert hätten. Das seien zunächst die frühe Verletzung (Muskelprobleme im Oberschenkel) von Mathis Bolly, der schon nach acht Minuten vom Platz musste, und dann der unglückliche Gegentreffer gewesen. Damit war Fortunas Konzept früh über den Haufen geworfen. Hinzu kam nach dem Wechsel das Eigentor von Andreas Lambertz, das alle Hoffnungen auf einen (Teil-)Erfolg zerstörte.

Mehr als gute Ansätze hatten die Offensivkräfte nicht zu bieten

Der Aufsteiger konnte trotz häufigerem Ballbesitz und einer positiven Zweikampfbilanz keinen richtigen Druck auf das Tor der Platzherren ausüben. „Wenn die Flanken immer wieder zu hoch kommen oder zu weit weg vom Tor, dann stimmt irgendwas nicht“, sagte Fortunas Stürmer Dani Schahin. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier wurde zu selten gefährlich, zeigte kein richtiges Durchsetzungsvermögen und kam in Hoffenheim eigentlich nie richtig zum Abschluss. „Teilweise kommen die Vorlagen zu scharf, oder man braucht einen Trampolin, um an die Flanken heranzukommen“, übte Schahin Kritik an den Flanken seiner Kollegen. Auch mit der Einwechslung von Ken Ilsø wurde es nicht besser.

Norbert Meier hat zwar einige gute Ansätze in der Offensive gesehen. Aber letztlich kam sie nicht darüber hinaus. „Die letzte Endkonsequenz hat uns gefehlt“, sagte Fortunas Trainer. „Und in der Defensive darfst du nicht solche Fehler machen.“ Zumindest Meiers Fazit macht den Fans Hoffnung: „Ich bin davon überzeugt, dass es am Ende reichen wird.“

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