Die Düsseldorfer trennten sich vom abstiegsgefährdeten SC Paderborn nur mit 0:0.

Düsseldorfs Claus Costa (l.) im Zweikampf mit Paderborns Gaetano Manno.
Düsseldorfs Claus Costa (l.) im Zweikampf mit Paderborns Gaetano Manno.

Düsseldorfs Claus Costa (l.) im Zweikampf mit Paderborns Gaetano Manno.

dpa

Düsseldorfs Claus Costa (l.) im Zweikampf mit Paderborns Gaetano Manno.

Düsseldorf. Neun Heimsiege in Folge waren schon ein dickes Pfund. Vielleicht lastete auch etwas schwer auf den Zweitliga-Fußballern der Fortuna, die sich gegen den SC Paderborn am Samstagnachmittag lange Zeit sehr uninspiriert zeigten. Da wirkten der Halbzeit- und der Schluss-Pfiff fast wie eine Erlösung für die 18 536 Zuschauer in der Düsseldorfer Arena. Am Ende bedeutete das 0:0 gegen die abstiegsgefährdeten Paderborner das Ende der Rekordjagd der Fortuna in der 2. Liga, die damit den zehnten Heimsieg verpassten.

Fast eine halbe Stunde hatte es anfangs bis zur ersten nennenswerten Szene gedauert: Maximilian Beister zielte aus 20 Metern allerdings neben das Tor (28.). Die beidseitige Zurückhaltung mag daran gelegen haben, dass sowohl die Fortuna als auch Paderborn am vergangenen Spieltag jeweils fünf Gegentore kassiert hatten. So war die Verhinderung von gegnerischen Torchancen das oberste Gebot, was vor der Pause in ein unansehnliches Mittelfeld-Geplänkel mündete. Da gab es schon Beifall für eine gelungene Flanke wie jene von Johannes van den Bergh (39.), die allerdings für Beister in der Mitte etwas zu hoch war.

Die Start-Aufstellung der Fortuna gegenüber dem 2:5 beim FC Augsburg hatte sich letztlich nur auf zwei Positionen verändert: Erwartungsgemäß ersetzte Claus Costa den gelb-gesperrten Oliver Fink im defensiven Mittelfeld. Thomas Bröker blieb zunächst auf der Bank – wegen dessen hochschwangerer Frau mochte Trainer Norbert Meier seinen Mittelfeldspieler nicht in den Ernst des Berufsalltags schicken. Zumal Sascha Rösler nach abgesessener Gelb-Sperre wieder von Beginn an auflief.

Die wohl interessanteste Personalie war der Verbleib von Michael Ratajczak in der Stammformation. Damit dürfte Trainer Norbert Meier eine Entscheidung für den Rest der Saison getroffen haben, zumal Michael Melka als Ersatzmann gesund und fit auf der Bank Platz nahm. Nach der Pause sorgte der eingewechselte Sascha Dum über den linken Flügel für etwas mehr Schwung. Aber es dauerte auch nur ein paar Minuten, da hatte sich Dum an die Begegnung angepasst, die bis dahin das Niveau einer ostwestfälischen Regenpfütze hatte.

Wieder war ein Beister-Fernschuss die erste nennenswerte Szene – diesmal flach aus 16 Metern, aber wieder vorbei (58.). Danach nahm das Spiel aber Fahrt auf, zumal auch Paderborn nach einem Ratajczak-Fehlgriff zur ersten Chance kam: Aber Markus Krösche traf per Kopf nur das Außennetz (62.). Auf der anderen Seite machte Röslers Kopfball dem Paderborner Schlussmann Daniel Masuch etwas Mühe (66.), war aber nicht platziert genug. Dass die erste Ecke für die Fortuna erst zur 88. Minute herausgeholt wurde, war ein deutliches Zeichen für das fußballerische Niveau der Zweitliga-Begegnung am Samstagnachmittag.

Fortuna Düsseldorf – SC Paderborn 0:0 (0:0)

Fortuna Düsseldorf: Ratajczak – Schwertfeger, Lukimya, Langeneke, van den Bergh – Costa (67. Jovanovic), Bodzek – Beister, Zoundi (46. Dum) – Ilsö, Rösler

SC Paderborn: Masuch – Wemmer, Mohr, Strohdiek, Raitala – Alushi, Krösche – Guie-Mien, Brückner (85. Jansen), Heithölter (85. Brandy) – Manno (77. Mosquera)

Zuschauer: 18 536

Schiedsrichter: Norbert Grundzinski (Hamburg)

Tore: -

Gelbe Karten: Jovanovic (2.), Dum (1.), van den Bergh (4.) / Heithölter, Wemmer

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