Testspiel gegen FK Pribram geht 0:3 verloren. Trainer Frank Kramer findet deutliche Worte.

Der Platz in Uttendorf war extrem schwer zu bespielen. In dieser Szene versucht sich Julian Schauerte zu behaupten.
Der Platz in Uttendorf war extrem schwer zu bespielen. In dieser Szene versucht sich Julian Schauerte zu behaupten.

Der Platz in Uttendorf war extrem schwer zu bespielen. In dieser Szene versucht sich Julian Schauerte zu behaupten.

Christof Wolff

Der Platz in Uttendorf war extrem schwer zu bespielen. In dieser Szene versucht sich Julian Schauerte zu behaupten.

Uttendorf/Maria Alm. Zwanzig Minuten vor dem geplanten Anpfiff der Testspielbegegnung zwischen der Fortuna und dem tschechischen Erstligisten FK Pribram war am Mittwoch noch unklar, ob die Partie wegen heftiger Regenfälle überhaupt angepfiffen werden kann. Doch mit drei Schneeschiebern gelang es fleißigen Helfern, den Rasen bis um 17 Uhr einigermaßen trocken zu bekommen. Das Thermometer war derweil auf 17 Grad gefallen.

Der Tabellenfünfte der vergangenen Saison aus der tschechischen „Synot Liga“ und die Fortuna trafen sich im Rahmen ihrer Trainingslager in Österreich in Uttendorf. Bei diesem Wetter sollte es ein Test unter „verschärften“ Bedingungen werden. Am Ende unterlag die Mannschaft von Trainer Frank Kramer mit 0:3.

Bereits in der zweiten Minute treffen die Tschechen zum 1:0

Für den Zweitligisten aus Deutschland war es die erste Prüfung in Österreich, Pribram hatte bereits am Montag gegen den Karlsruher SC getestet und war in Scheffau am Wilden Kaiser dem Tabellendritten der vergangenen Zweitligasaison knapp mit 0:1 unterlegen. Gegen die Fortuna behielt der 1. FK Pribram, der 1996 aus einer Fusion des FC Pribram und Dukla Prag entstanden war, auf dem extrem nassen Rasen letztlich die bessere Balance.

Fortuna-Coach Frank Kramer blieb seiner Linie der bisherigen Vorbereitungsspiele treu und schickte in der ersten Hälfte eine Mannschaft aufs Feld, die durchaus schon den Charakter einer Zweitliga-Startelf haben könnte. Nach der Pause wurde abermals eine fast komplett neue Elf, eine Kombination aus Profis und einigen Spielern der U 19 sowie der U 23, aufs Feld geschickt.

Es dauerte gerade einmal 105 Sekunden, da musste Torhüter Lars Unnerstall schon hinter sich greifen. Von der rechten Düsseldorfer Abwehrseite aus wurde eine Flanke scharf in den Strafraum geschlagen, die Angreifer Roman Bednar verwandeln konnte. Zwanzig Minuten später schlug es erneut ein. Unnerstall hatte das Unheil kommen sehen und Kapitän Adam Bodzek lauthals aufgefordert, etwas zu unternehmen – das klappte nicht mehr und erneut traf Bednar. Die Flingerner bekamen den Gegner in der ersten Halbzeit nie in den Griff, kassierten nach einer halben Stunde sogar den dritten Treffer durch Tomas Pilik.

Unnerstall – Schauerte, Haggui, Bodzek, Schmitz – Sararer, Liendl, Koch, Bellinghausen – Pohjanpalo, Ya Konan

Rensing – Akpoguma, Ajani, Strohdiek, Erat – Bebou, Gartner, Bodzek, Duman – Iyoha, van Duinen

0:1 Bednar (2.), 0:2 Bednar (25.), 0:3 Pilik (30.)

Kevin Akpoguma (Fortuna) verschießt Elfmeter (55.)

Die Deutsche Fußball Liga DFL hat die Spieltage drei bis neun der 2. Bundesliga terminiert. 3. Spieltag: Heidenheim - Fortuna (Fr., 14. August, 18.30 Uhr) 4. Spieltag: Fortuna - Freiburg (Sa., 22. August, 13 Uhr) 5. Spieltag: Nürnberg - Fortuna (So., 30. August, 13.30 Uhr) 6. Spieltag: Fortuna - 1860 (So., 13. September, 13.30 Uhr) 7. Spieltag: Bochum - Fortuna (Fr., 18. September, 18.30 Uhr) 8. Spieltag: Karlsruhe - Fortuna (Di., 22. September, 17.30 Uhr) 9. Spieltag: Fortuna - Sandhausen (Fr., 25. September, 18.30 Uhr)

Das Team der zweiten Hälfte startete druckvoller und konnte sich Chancen erarbeiten. Doch ein Treffer wollte zunächst nicht gelingen. Kevin Akpoguma vergab sogar einen Elfmeter. In der 65. Minute gab es eine gute Möglichkeit für Mike van Duinen, doch der Niederländer zielte aus zwanzig Metern knapp über das Tor. Einen Schreckensmoment erlebten die Fortunen in der 76. Minute, als Christian Gartner verletzt liegen blieb. Nach kurzer Behandlung durch Mannschaftsarzt Ulf Blecker konnte der Österreicher aber weitermachen.

„Über Platzverhältnisse will ich gar nicht weiter reden, nur scheint der Gegner einiges richtig gemacht zu haben – wir nicht. Die Jungs, die in der zweiten Hälfte auf dem Platz gestanden haben, haben es auch angenommen, da lief es ganz ordentlich. Da müssen sich die anderen Spieler einmal hinterfragen und Gedanken machen, sonst schnappt sich ein anderer den Platz. Die Tür steht weit offen“, sagte Kramer nach dem Spiel und fand dabei deutliche Worte.

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