1. FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf
Düsseldorfs Rouwen Hennigs (l) und Michael Parensen im Kampf um den Ball.

Düsseldorfs Rouwen Hennigs (l) und Michael Parensen im Kampf um den Ball.

Annegret Hilse

Düsseldorfs Rouwen Hennigs (l) und Michael Parensen im Kampf um den Ball.

Berlin. Diesmal stand das Glück Fortuna Düsseldorf nicht über 90 Minuten zur Seite. An der Alten Försterei verlor der Tabellenführer verdientermaßen gegen Union Berlin mit 1:2 (1:0), weil dieser deutlich mehr investiert hat.

Fortuna Düsseldorf versuchte es nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Genki Haraguchi und Oliver Fink im Zweitliga-Fußballspiel bei Union Berlin mit einer Dreierkette und zwei Stürmern. Rouwen Hennings und Benito Raman spielten vorne. Dahinter agierte Havard Nielsen. Adam Bodzek war das Mittelglied der Dreierkette neben Kaan Ayhan und Rene Hoffmann. Julian Schauerte war nicht im Kader, da er an Magen-Darm erkrankt ist. Dafür rückte Kianz Froese in den Kader nach.

Die Berliner legten wie erwartet mit Volldampf los, die Gäste wirkten in der ersten Viertelstunde so, als wären sie noch nicht richtig wach. Sehr viele Bälle gingen unnötigerweise verloren. Nach 14 Minuten gab es die erste große Aufregung, als Adam Bodzek im Fallen den Ball gegen die Hände bekam, und es direkten Freistoß gab. Berlins Kapitän Felix Kroos schoss den gut liegenden Ball aber weit am linken Pfosten vorbei.

Die Berliner fanden zwar kein Mittel gegen die gut stehende Fortuna-Abwehr, aber die Fortuna bekam nach vorne nichts auf die Kette, weil immer wieder der besser postierte Nebenmann entweder übersehen oder nicht erreicht wurde. Das Spiel wurde dank der eher mittelmäßigen Leistung von Schiedsrichtere Robert Hartmann hektischer, aber nicht besser.

Und dann kam sie, die eine Chance, die ein Spitzenteam nutzt. Niko Gießelmann spielte Florian Neuhaus frei, der den Innenpfosten traf, von wo aus der Ball ins Tor rollte. Fortuna führt 1:0, weiß aber auch ganz genau warum. Experten würden von einer cleveren Ausnutzung der einzigen Chance sprechen.

Berlin: Mesenhöler – Friedrich, Torrejon, Parensen – Trimmel, Kroos (81. Prömel), Pedersen – Hedlund, Gogia – Skrzybski, Polter

Fortuna: Wolf – Ayhan, Bodzek (78. Lovren), Hoffmann – Sobottka, Neuhaus (89. Usami) – Zimmer, Nielsen (78. Kujovic), Gießelmann – Raman, Hennings Kader Fortuna: Stuckmann, Schmitz, Lovren, Kujovic, Bormuth, Usami, Froese

Schiedsrichter: Hartmann (Kempten)
Zuschauer: 22022
Tore: 0:1 (41.) Neuhaus, 1:1 (67. Handelfmeter) Skrzybski, 2:1 (71.) Polter, 3:1 (90. +4) Skrzybski
Gelbe Karten: Polter, Hedlund (90. + 1 Fürstner), Kroos / Gießelmann, Bodzek, Raman (5.)
Beste Spieler: Hedlund Friedriuch / Wolf / Ayhan

Spielfazit: Ein verdienter Sieg der Berliner, weil die Fortuna eigentlich nie zu ihrem Spiel fand. Und es hätte noch klarer werden können.
Stimmung im Stadion: Nach der Führung der Berliner gab es auf den Tribünen kein Halten mehr, aber auch so war die Stimmung wie immer in der Alten Försterei ganz besonders.

Auch nach der Pause kamen die Berliner druckvoll vor das Tor des Gegners. Und sie hatten direkt zwei gute Gelegenheiten, weil Fortuna nicht konsequent drauf ging. Aber erneut stand das Glück den Gästen zur Seite, und Raphael Wolf musste nicht eingreifen. Erst nach einer guten Stunde zeigten sich die Fortunen gefährlich vor dem Berliner Tor. Nach einer Ecke köpfte Andre Hoffmann aber über das Gehäuse der Platzherren.

1. FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf
Foto: Annegret Hilse

Der Tabellenführer versuchte das Spiel zu kontrollieren, was etwas besser gelang als vor dem Wechsel. Allerdings hatte der Gegner weiterhin die größeren Spielanteile und erhielt nach 65 Minuten einen Handelfmeter, weil Adam Bozek bei einem Abwehrversuch am Boden liegend den Ball an die Hand bekam. Steven Skrzybski nutzte die Chance. Und traf zum 1:1.

Die Fortuna verlor die Konzentration, wirkte fahrig und hatte plötzlich Lücken im Defensivverbund. Die Berliner nutzen sehr schnell. Sebastian Polter verwandelte als Abstauber nach einem Schuss von Akaki Gogia. Die Berliner gingen nicht unverdient in Führung, weil sie viel mehr investiert hatten und die Fortuna offensiv viel zu selten stattfand. Polter hatte fünf Minuten gegen den glänzend reagierenden Wolf noch die Chacne zum 3:1.

Zwar bemühte sich die Mannschaft aus Düsseldorf um den Ausgleich, aber im Zusammenspiel klappte viel zu wenig und so blieb es beim umjubelten Erfolg der Eisernen, die ihre Serie nach acht Spielen ohne Sieg damit beendeten. Skrzybki erzielte noch das 3:1 in der Schlusssekunde.

© WhatsBroadcast

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