Gegen Feyenoord Rotterdam bleibt das Team von Trainer Frank Kramer erneut ohne eigenes Tor und verliert 0:2.

Joel Pohjanpalo und seine Sturmkollegen machten auch im dritten Test in Österreich kein Tor.
Joel Pohjanpalo und seine Sturmkollegen machten auch im dritten Test in Österreich kein Tor.

Joel Pohjanpalo und seine Sturmkollegen machten auch im dritten Test in Österreich kein Tor.

C. Wolff

Joel Pohjanpalo und seine Sturmkollegen machten auch im dritten Test in Österreich kein Tor.

Kufstein. Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf bestritt am Sonntagnachmittag sein drittes und letztes Testspiel anlässlich seines Trainingslagers im österreichischen Maria Alm. Im malerischen Kufstein/Tirol wollte das Team von Cheftrainer Frank Kramer endlich den ersten Sieg gegen einen namhaften Gegner einfahren. Doch das war kein Geringerer als der niederländische Topclub Feyenoord Rotterdam, gegen den die Düsseldorfer antreten mussten.

Besetzt mit fünf A-Nationalspielern wurde der 14-fache Meister und elffache Pokalsieger in der abgelaufenen Saison der „Eredivisie“ allerdings nur Tabellenvierter und verpasste damit die direkte Qualifikation zur Europa League. Für den Zehnten der Zweiten Bundesliga war das Team von Neu-Coach Giovanni van Bronkhorst dennoch ein echter Gradmesser, der sich am Ende mit 2:0 (1:0) durchsetzen konnte.

Das erste Tor in drei Testspielen wollte wieder nicht fallen. Im Regenspiel von Uttendorf gegen den 1. FK Pribram (0:3) und zwei Tage später in Wörgl gegen Dynamo Kiew (0:1) verlor die Fortuna jeweils zu Null – obwohl die Flingerner gegen den Champions-League-Teilnehmer aus der Ukraine fast auf Augenhöhe mithalten konnten.

Trainer Frank Kramer hatte zwar Fortschritte in der Vorbereitung gesehen, wollte die ansprechende Leistung aber nicht überbewerten: „Von Stolz kann gar keine Rede sein, auf eine Niederlage darf man niemals stolz sein, es bleibt eine Niederlage“, hatte er unmittelbar nach dem Schlusspfiff gegen die Ukrainer gesagt.

Im Gegensatz zum Spiel gegen Kiew stand am Sonntag gegen Rotterdam wieder Michael Rensing zwischen den Pfosten. Auch die zehn Kollegen vor ihm hatten allesamt das Potenzial, zum Liga-Auftaktspiel bei Union Berlin zur Startelf gehören zu können.

Rensing sieht beim ersten Gegentor nicht ganz gut aus

Aufstellung Fortuna Rensing - Akpoguma (60. Liendl), Haggui (46. Strohdiek), Bodzek, Schauerte (86. Duman) - Sararer (46. Bebou), Koch (76. Erat), Gartner (60. Fink), Bellinghausen (60. Schmitz) - Ya Konan (60. Ajani), Pohjanpalo (46. van Duinen).

Tore 0:1 Kazim-Richards (28.), 0:2 El Ahmadi (80.)

Schiedsrichter Bernhard Sarg (Kufstein)

Zuschauer 1000

Am Samstagabend lud die Fortuna die mehreren hundert mitgereisten Fans zu einer Grillparty ein. Auch Vorstand Dirk Kall war extra angereist und tauschte sich mit den Fans aus.

Ab dem kommenden Freitag gibt es Fortunas neuen Fanartikel-Katalog. Das 72 Seiten starke Heft wurde von der Düsseldorfer Agentur „dreimarketing“ gestaltet und hat den 120. Geburtstag des Vereins zum Thema. Deswegen gibt es einige historische Artikel zu sehen.

Entsprechend druckvoll gestaltete der Zweitligist die ersten Minuten und kam gleich in der fünften Spielminute zu einer guten Möglichkeit. Doch Julian Koch brachte seinen Kopfball nicht im gegnerischen Gehäuse unter. Trainer Kramer hatte etwas umgestellt, probierte es von Beginn an mit Julian Schauerte auf der linken Abwehrseite, Sercan Sararer bearbeitete die rechte Außenbahn.

Zu Mitte der ersten Halbzeit gestalteten beide Teams das Spiel ausgeglichen, ganz im Zeichen der Defensivarbeiter. In der 28. Minute musste dann Michael Rensing doch hinter sich greifen. Der Torschütze Kazim Richards hatte zwar platziert geschossen und stand auch ganz allein, unhaltbar schien sein Schuss dennoch nicht zu sein. Mit dem 0:1-Rückstand ging es in die Pause. Aufseiten der Fortuna lief das Leder schon ganz gut, es suchte aber niemand den konsequenten Abschluss.

Kramer wechselte für die zweite Hälfte zunächst nur auf drei Positionen. Doch die Chancen gab es auf der anderen Seite. Dieses Mal begann Feyenoord viel stärker und erarbeitete sich viele gute Möglichkeiten. In der 64. Minute konnte Christian Strohdiek in höchster Not nur vor dem freistehenden Boekus retten. Eine Minute danach wurde es erneut gefährlich, doch Schuurman zog über den Kasten von Rensing.

Fortuna blieb dabei: gefällig kombinieren, aber ohne echten Abschluss. Koch schob in der 72. Minute dem Torhüter den Ball in die Arme, Tugrul Erat zielte knapp über das Tor. Auch eine Minute später konnte Erat nicht einnetzen. Stattdessen fiel in den Schlussminuten das Tor auf der anderen Seite: Rotterdams El Ahmadi machte in der 80. Minute alles klar.

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