Mit einem Sieg gegen Aue wäre der Klassenverbleib ebenso sicher wie mit einem Punkt. Ein Heimsieg soll zudem die Fans belohnen.

So wie vor einem Jahr beim 2:0 in Braunschweig möchte die Fortuna auch 2017 über die Ziellinie kommen – mit einem Sieg am letzten Spieltag. Archiv
So wie vor einem Jahr beim 2:0 in Braunschweig möchte die Fortuna auch 2017 über die Ziellinie kommen – mit einem Sieg am letzten Spieltag. Archiv

So wie vor einem Jahr beim 2:0 in Braunschweig möchte die Fortuna auch 2017 über die Ziellinie kommen – mit einem Sieg am letzten Spieltag. Archiv

Christof Wolff

So wie vor einem Jahr beim 2:0 in Braunschweig möchte die Fortuna auch 2017 über die Ziellinie kommen – mit einem Sieg am letzten Spieltag. Archiv

Düsseldorf. Die Ausgangslage ist so komfortabel wie vor einem Jahr. Fortuna Düsseldorf benötigt am 34. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga einen Punkt, um aus eigener Kraft endgültig die Klasse zu halten. Drei Zähler und sechs Tore beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone – so wie im Mai 2016. Für Friedhelm Funkel ist dieser Umstand dennoch kein Grund, etwas an der Vorbereitung auf das Saisonfinale zu ändern oder gegen den FC Erzgebirge Aue gar auf ein Unentschieden zu spielen. „Die werden auch auf Sieg spielen, so wie wir“, sagt der Trainer des Tabellenzwölften. „Bei uns wiegt sich ob der Ausgangsposition keiner in Sicherheit. Es gibt keinen Grund nachzulassen. Außerdem wollen wir einen guten Saisonabschluss haben.“

Vor einem Jahr siegte die Fortuna mit 2:0 in Braunschweig. Jetzt soll endlich der erste Heimsieg seit Oktober 2016 her, um nicht nur aus eigener Kraft über die Ziellinie zu gelangen, sondern um eine enttäuschende Rückrunde zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. „Die Leute glauben an die Fortuna. Auch für unsere Fans wünsche ich mir den Sieg zum Abschluss“, erklärt Funkel.

Das Bild, wie es bei der Fortuna im Sommer und darüber hinaus weiter gehen wird, dürfte erst in den kommenden Wochen klarer werden. Die Zukunft des Trainers, dessen Vertrag noch bis Juni 2018 läuft, wird zumindest unter den Anhängern schon längst heiß diskutiert. Die vom Verein dementierten Medienberichte, nach denen der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer zu Bundesligist Bayer Leverkusen wechseln soll, haben noch einmal für weitere Unruhe im Club gesorgt.

Der Verein steuert auf eine ereignisreiche Sommerpause zu

Eine vergleichsweise ruhige Sommerpause scheint derzeit unwahrscheinlich zu sein. Auch in Sachen Hauptsponsor ist die Fortuna offenbar noch nicht am Punkt einer Vollzugsmeldung angekommen. Der drohende Verlust einiger Leistungsträger aufgrund beendeter Leihen oder dem Interesse finanzkräftigerer Clubs steht ohnehin auf der langen „Zu-erledigen-Liste“. „Wir arbeiten schon seit Monaten am Kader“, erklärt Friedhelm Funkel zu diesem Thema. Ein Gespräch mit Schäfer soll in diesen Tagen dazu folgen.

Beim Saisonfinale gegen Aue deutet nach den Eindrücken der Trainingswoche und den Aussagen des Cheftrainers vieles auf eine Dreierkette in der Abwehr, da in Lukas Schmitz der etatmäßige linke Außenverteidiger ebenso gesperrt fehlen wird, wie Offensivkraft Ihlas Bebou. Beide kassierten beim 3:2-Sieg in Nürnberg ihre fünfte Gelbe Karte.

Am Freitag ging ein Foto durch die sozialen Netzwerke, auf dem angeblich das neue Fortuna-Trikot mit neuem Sponsor (Brauerei Gatzweiler) zu sehen ist. Dabei handelte es sich jedoch um eine Falschmeldung, wie die Fortuna umgehend erklärte. Die Präsentation des neuen Trikots sowie des neuen Hauptsponsors, der auf Otelo folgen wird, lässt also noch auf sich warten.

Ein Erfolg am Samstag (15.30 Uhr) wäre aus sportlicher Sicht ein halbwegs versöhnlicher Abschluss. Er würde dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei Fortuna wieder einmal viele offene Fragen gibt, deren Beantwortung Veränderungen beinhaltet.

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