Frankfurt bleibt nach 2:1-Sieg der erste Verfolger.

Marius Becker

Ingolstadt. Norbert Meier zog seine Stirn in Falten. Nach der Frage, ob seine Mannschaft beim 1:1 in Ingolstadt einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hat. „Ich weiß nicht, was ich davon halten soll“, sagte der Trainer von Fortuna Düsseldorf (Foto). „Wir konnten zunächst die klaren Chancen nicht nutzen und mussten in der Schlussphase ein 1:1 mit zehn Mann über die Bühne bringen.“

Die Ungewissheit bei Norbert Meier erklärt sich auch aus den Niederlagen der Konkurrenz. Greuther Fürth hatte in Dresden 1:3 verloren, St. Pauli unterlag bei Alemannia Aachen 1:2. Damit machte der Tabellenführer auf diese beiden Kontrahenten sogar einen Punkt gut, während Paderborn durch den 3:2-Erfolg gegen Union Berlin näher heranrückte.

Fehler der Fortuna-Defensive erlaubt Ingolstadt die Führung

Ein Blackout der Fortuna-Verteidigung inklusive eines Fehlers von Torwart Michael Ratajczak erleichterte Ingolstadt bei Eisfach-Temperaturen von minus 16,2 Grad Celsius die 1:0-Führung (Ikeng/24.). Jens Langeneke glich mit einem verwandelten Foulelfmeter aus (30.). Zu Beginn der zweiten Hälfte schien das Spiel zu Gunsten der Fortunen zu kippen. „Da muss Maximilian Beister das Tor machen, dann wäre es auch nicht zur Karte für Lambertz gekommen“, erklärte Fortunas Trainer Norbert Meier die Situation in der 48. Minute, als Sascha Rösler seinen Kollegen perfekt anspielte. Beister vergab, Ingolstadt versuchte mit Härte den Spielfluss des Tabellenführers zu stören und provozierte damit auch die Gelb-Rote Karte (68.). „Das war eine dumme und überflüsige Aktion, die zurecht so hart bestraft wurde“, kommentierte Fortunas Manager Wolf Werner. Eintracht Frankfurt kam am Sonntag gegen Braunschweig zu einem mühsamen 2:1 und rückte damit auf den zweiten Tabellenplatz vor. kri/m.g.

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