Fortuna Düsseldorf - 1899 Hoffenheim
Der Hoffenheimer Andreas Beck (l) im Kopfballduell mit Ken Ilsö. Foto: Kevin Kurek

Der Hoffenheimer Andreas Beck (l) im Kopfballduell mit Ken Ilsö. Foto: Kevin Kurek

dpa

Der Hoffenheimer Andreas Beck (l) im Kopfballduell mit Ken Ilsö. Foto: Kevin Kurek

Düsseldorf (dpa) - Für Fortuna Düsseldorfs Trainer Norbert Meier war das 1:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim ein Teilerfolg. «Damit konnten wir die Negativserie stoppen», sagte er nach dem ersten Punktgewinn in der Fußball-Bundesliga nach vier Niederlagen hintereinander.

«Das Ergebnis geht in Ordnung», meinte Gäste-Coach Markus Babbel. Schließlich sind die Kraichgauer mit nun insgesamt drei auf fremdem Platz geholten Punkten eine der auswärtsschwächsten Mannschaften der Liga. Die Düsseldorfer warten indes weiter auf den ersten Heimsieg in der Bundesliga seit 15 Jahren. Vor 41 200 Zuschauern schoss Robbie Kruse (4. Minute) den Aufsteiger zwar in Führung, doch den Hoffenheimern gelang noch vor der Pause der Ausgleich durch Joselu (39.). «Meine Mannschaft hatte die ganze Spieldauer eine gute Ordnung. Es war die erste und einzige Chance für den Gegner», stellte Meier fest - ohne dass sein Kollege widersprach.

Die Gäste mussten von der 51. Minute an mit zehn Mann spielen, nachdem Marvin Compper die Gelb-Rote Karte sah. Kapital konnten die Düsseldorfer daraus nicht schlagen. «Gegen eine Mannschaft in Unterzahl zu spielen, ist auch gefährlich», meinte Meier. Schnell könne man auch ins offene Messer laufen.

Die Partie war über weite Strecken ein Spiegelbild der Tabellensituation beider Teams. Viele Fehlpässe, wenig Spielfluss, kaum Torchancen. Dabei hatte der Aufsteiger vom Rhein einen Auftakt nach Maß. Schon in der 4. Minute köpfte Robbie Kruse nach einem Freistoß von Ronny Garbuschewski über die ganze Hoffenheimer Abwehr hinweg zum 1:0 und nährte die Hoffnung auf den ersten «Dreier» nach vier Niederlagen. 1899-Keeper Tim Wiese machte da keine gute Figur.

Düsseldorfs Trainer Meier hatte den Dänen Ken Ilsö ins Sturmzentrum beordert, nachdem sein bester Torschütze Dani Schahin (4 Treffer) sich einen Kapselriss im Training zugezogen hatte und auch Nando Rafael verletzt passen musste. Star-Ausleihspieler Andrej Woronin, zuletzt zweimal aus dem Kader verbannt, saß immerhin wieder auf der Bank. Von dort musste der Ukrainer zusehen, wie Joselu nach Vorarbeit von Andreas Beck für die Gäste den Ausgleich per Kopf erzielte. Woronin durfte erst ab der 86. Minute mitwirken.

Erheblich munterer begannen die zweiten 45 Minuten. Ein Freistoß von Fortuna-Profi Grabuschewski (48.) von der Strafraumgrenze konnte 1899-Torwart Tim Wiese mit einer Glanzparade gerade noch um den Pfosten drehen. Wenig später musste Hoffenheims Abwehrchef Compper den Rasen verlassen wegen wiederholten Foulspiels verlassen. «Wenn wir doch so gut gespielt hätten, wie in den letzten 40 Minuten mit zehn Mann», meinte Babbel.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 51,5 - 48,5

Torschüsse: 11 - 4

gew. Zweikämpfe in %: 40,4 - 59,6

Fouls: 17 - 18

Ecken: 6 - 1

Quelle: optasports.com

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