Das 0:0 bei Alemannia Aachen ist Beweis defensiver Ordnung. Schiedsrichter Dingert verweigert Aachen einen Elfmeter.

wza_1143x1500_786388.jpeg
Stabil wie eine Betonwand: Jens Langeneke (v.l.), Sascha Rösler und Kai Schwertfeger kümmern sich um Aachens Thomas Stehle (Vordergrund).

Stabil wie eine Betonwand: Jens Langeneke (v.l.), Sascha Rösler und Kai Schwertfeger kümmern sich um Aachens Thomas Stehle (Vordergrund).

Wolff

Stabil wie eine Betonwand: Jens Langeneke (v.l.), Sascha Rösler und Kai Schwertfeger kümmern sich um Aachens Thomas Stehle (Vordergrund).

Aachen. Das 0:0 am Aachener Tivoli - für Norbert Meier war es kein Geheimnis: "In den ersten sechs Spielen hätten wir nach einer solchen Leistung verloren." Seine Mannschaft ist eindeutig stabiler geworden, übersteht inzwischen Situationen mit Geschick und auch mehr Glück als zu Beginn der Saison.

Den größten Verdienst an dieser neu gewonnenen Stabilität hat die Innenverteidigung der Fortuna, die fast alle Zweikämpfe gewann und in allen kritischen Situationen zur Stelle war. "Ja, die Ansprüche sind bei allen inzwischen wieder gewachsen", erklärte Abwehrchef Jens Langeneke.

"Wenn man bedenkt, dass jetzt einige sogar mit dem Punktgewinn hier in Aachen nicht zufrieden sind." Dennoch kritisierte Langeneke die eigene Mannschaft. "Wenn wir noch besser nach vorne spielen, ist vielleicht tatsächlich noch mehr drin." Andererseits habe man auch Glück gehabt, denn "die guten Aachener Szenen vor den Pause haben wir alle selbst eingeleitet."

Damit meinte Langeneke nicht die erste umstrittene Situation, in der Schiedsrichter Dingert auch auf Strafstoß hätte entscheiden können. "Ich hätte heute keinen Elfmeter gegeben", begand Langeneke mit einem breiten Lächeln.

"Ich habe mich weggedreht, es war keine Absicht", sagte der Fortune zu der Szene in der 43. Minute, als der Ball im Fünfmeterraum an seinen Ellenbogen geflogen war.

Langeneke: "Morgen redet kein Mensch mehr von dieser Szene"

Aachen: Hohs - Demai, Feisthammel, Stehle, Achenbach - Casper, Höger - Junglas, Arslan (87. Lubasa), Stieber - Auer

Fortuna: Melka - Schwertfeger, Lukimya, Langeneke, van den Bergh - Finlk, Lambertz, Bröker, Zoundi - Rösler (89. Costa), Jovanovic (46. Dum)

Schiedsrichter: Dingert (Lichtenberg)

Zuschauer: 20071

Tore: -

Gelbe Karten: Demai / Rösler (3.)

Michael Melka - hielt, was zu halten war - auch einmal Auer fest. Hatte Glück, dass van den Bergh in einer Szene auf der Linie rettete.

Kai Schwertfeger - hatte wenig Probleme mit dem kleinen Stieber, machte ein sehr gutes Spiel.

Assani Lukimya - aufmerksam und geschickt im Wechselspiel mit Jens Langeneke gegen Aachens Stürmer Benjamin Auer.

Jens Langeneke - wie immer souverän, vor allem im Zweikampf gegen Auer stark.

Johannes van den Bergh - solide und wichtig, als er auf der Linie gegen Auers Kopfball rettete.

Oliver Fink - in der Defensivarbeit wieder unermüdlich und stark, nach vorne viele Fehlpässe. Vor allem vor der Pause.

Patrick Zoundi - kam nicht wie gewohnt zur Geltung.

Andreas Lambertz - enttäuschte im Spiel nach vorne, defensiv zweikampfstark wie immer.

Thomas Bröker - war viel in Bewegung, aber seine Torgefährlichkeit blitzte nur selten auf.

Ranisav Jovanovic - lief viel und fast immer umsonst. Zurecht zur Pause ausgewechselt.

Sascha Rösler - wirkte an alter Wirkungsstätte etwas gehemmt, ist trotzdem wichtig für Fortuna.

Sascha Dum - brachte Tempo mit in die zweite Hälfte, agierte viel selbstbewusster als gewöhnlich. Ihm fehlt aber noch Bindung.

7. Minute Arslan prüft Melka mit einem Schuss aus 18 Metern.

14. Auer kommt am Strafraumeck zum Schuss, Melka hält.

26. Van den Bergh holt per Kopf einen harten Kopfball von Auer von der Linie.

32. Bröker schießt nach Schwertfeger-Flanke aus der Drehung, Hohs wehrt mit Mühe ab.

35. Rösler verstolpert Solo. 36. Stieber verzieht knapp.

43. Langeneke wird am Ellenbogen angeschossen, kein Elfmeter.

47. Dum-Schuss wird nach einem sehenswerten Solo abgelockt.

56. Lambertz-Schuss wird von Hohs gut abgewehrt.

58. Melka lässt den Ball fallen und hält dann Auer fest - wieder kein Elfmeter, Fortuna im Glück.

77. Zoundi trifft Casper am Kopf, der das sichere 1:0 verhindert.

Und auch in der 56. Minute war Langeneke mehr oder weniger direkt beteiligt. "Wenn der Lange den Ball festhält, passiert nichts", sagte Trainer Meier zur Aktion von Torhüter Michael Melka, als dieser einen (Flanken-)Ball fallen ließ und darauf Stürmer Benjamin Auer kurz festhielt.

Der Aachener fiel etwas zu theatralisch - und Langeneke konnte den Ball wegschlagen. Ein Elfmeter wäre die richtige Entscheidung gewesen. Langeneke verschmitzt: "Morgen redet kein Mensch mehr von dieser Szene." Fortuna kann nun im letzten Hinrundenspiel gegen Fürth eine turbulente Hinrunde doch noch zufriedenstellend abschließen.

© WhatsBroadcast

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer