Oliver Fink traf zum 2:0-Pausenstand. (Foto: Archiv)
Oliver Fink traf zum 2:0-Pausenstand. (Foto: Archiv)

Oliver Fink traf zum 2:0-Pausenstand. (Foto: Archiv)

Wolff

Oliver Fink traf zum 2:0-Pausenstand. (Foto: Archiv)

Düsseldorf. Tschüss, Arena! Zumindest bis zur nächsten Fußball-Saison. Für die kommenden drei Heimspiele weicht die Fortuna in das kleine Stadion auf dem Trainingsgelände aus, weil die Arena durch den „Eurovision Song Contest“ belegt sein wird. Zum „gefühlten“ letzten Heimspiel der Saison trafen die Zweitliga-Fußballer von Fortuna Düsseldorf auf den FC Erzgebirge Aue – und mit dem 3:0 (2:0) blieben die Gastgeber auch im elften Heimspiel in Folge unbesiegt. Begleitet wurde die prächtige Abschiedsstimmung von strahlendem Sonnenschein und leichter fußballerischer Kost mit allen Zutaten für die 20 400 Zuschauer.

Trainer Norbert Meier vertraute tatsächlich Andreas Lambertz, der gerade erst nach sechswöchiger Verletzungspause ins Mannschaftsstraining zurückgekehrt war. Der Kapitän führte eine auf weiteren drei Positionen veränderte Mannschaft in die Arena: Sascha Dum, Thomas Bröker und der gelb-gesperrte Adam Bodzek blieben draußen. Neben Lambertz durften sich Ken Ilsö, Oliver Fink (nach abgesessener Gelb-Sperre) und Claus Costa über einen Platz in der Start-Elf freuen. Meier dürfte mit der erneuten Nominierung von Michael Ratajczak auch die Torwart-Frage für den Rest der Saison beantwortet haben.

Jener Ratajczak musste zunächst in die Sonne schauen, weil Aues Kapitän Tomasz Kos die Seitenwahl gewonnen und seine Verteidiger-Kollegen in die Schattenseite geschickt hatte. „Es ist unsere Aufgabe, diese starke Reihe zu knacken“, hatte Ken Ilsö vor der Begegnung gesagt. Der Stürmer ließ nach nur zehn gespielten Minuten Taten folgen, erzielte nach herrlicher Vorarbeit von Andreas Lambertz und Sascha Rösler das 1:0. Eine kleine Überraschung, schließlich ging es für den Tabellenvierten um den Anschluss an die Aufstiegsplätze. Doch die Fortuna spielte nicht auf wie ein Tabellenzehnter und kam in der 18. Minute zum 2:0: Ilsö brachte einen Freistoß von der linken Seite flach vor das Tor, Fink hielt den Fuß hin und lenkte die Kugel ins Tor.

Vor allem die Rückkehr von Lambertz schien dem Spiel der Fortunen mehr Leben einzuhauchen als zuletzt – aus den jüngsten drei Spielen war nur ein Punkt herausgesprungen. Anders als die Paderborner im Heimspiel zuvor (0:0) bemühte sich Aue von Beginn an selbst um Aktionen, wollte die Begegnung mitgestalten. Das galt auch nach dem 2:0, auch wenn sich die Gäste bis zur Pause nicht wirklich entscheidend in Szene setzen konnten. Die Fortunen verdienten sich die Pausenführung durch eine konzentrierte und engagierte Leistung, als Krönung des ersten Durchgangs traf Ilsö aus kurzer Distanz noch die Latte (43.).

Zur Pause versuchte Aues Trainer Rico Schmitt entscheidende Impulse zu setzen, wechselte gleich zwei Spieler aus. Doch das änderte zunächst wenig: Aue zwar bemüht, aber ungenau und wenig zielstrebig. Den Fortunen gefiel die Rolle, aus der stabilen Deckung auf Konter zu setzen, und es entwickelte sich nicht einmal der Ansatz des Gefühls, dass es noch schief gehen könnte. Erst recht, als sich Maximilian Beister bis in den Strafraum kämpfte, dann von Kevin Schlitte auf den ersten Blick elfmeterwürdig gefoult wurde. Schiedsrichter Florian Steuer pfiff Strafstoß, schickte zunächst „Sünder“ Schlitte mit Gelb-Rot vom Platz, anschließend Pierre Le Beau wegen zu heftigen Protestierens ebenfalls mit Gelb-Rot hinterher. Der „gefoulte“ Beister sollte sich seiner Meinung nach eine „Schwalbe“ geleistet haben.

Ratajczak – Weber, Lukimya, Langeneke, van den Bergh – Costa (82. Bröker), Fink – Beister, Lambertz (70. Dum) – Rösler (76. Torghelle), Ilsö

Männel – Le Beau, Kos, Lachheb, Klingbeil – Schlitte, Hensel (73. Strauß) – Kempe, Curri (46. Stephan), Hochscheidt – Kern (46. Glasner)

Florian Steuer (Menden)

20 400

1:0 Ilsö (10.), 2:0 Fink (18.), 3:0 Langeneke (67./Foulelfmeter)

Gelb: Weber / Hensel

Gelb-Rot: Schlitte (65./wiederholtes Foulspiel), Le Beau (65./Schiedsrichterbeleidigung)

Jens Langeneke jedenfalls schoss den Strafstoß zum 3:0 souverän in den Winkel (67.). Einige der rund 1200 Gäste-Fans reagierten mit Becher-Würfen, als Fortunas Rösler wenig später eine Ecke in ihrer Kurve ausführen wollte. Zumal Schiedsrichter Steuer in so mancher Szene des Spiels eher positiv den Gastgebern gegenüber zu entscheiden schien. An der verdienten Niederlage der Auer trug er freilich keine Verantwortung, zu schlecht war der fußballerische Auftritt des vermeintlichen Aufstiegskandidaten. Somit standen sie der Fortuna beim gelungenen Mini-Abschied von der Arena auch gar nicht im Wege.

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