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Umkämpftes Duell zwischen Fortuna und St. Pauli.

Umkämpftes Duell zwischen Fortuna und St. Pauli.

Christof Wolff

Umkämpftes Duell zwischen Fortuna und St. Pauli.

Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf verpasste vor 30820 Zuschauer mit dem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen den FC St. Pauli einen großen Schritt im Abstiegskampf, sicherte sich aber einen wichtigen Punkt. Das frühe Tor der Fortuna durch Kerem Demirbay (5. Minute) beantworteten die Hamburger mit dem Ausgleich durch Fabrice Fafa-Picault (71.).

Die Aufstellung von Fortuna Düsseldorf eine Überraschung zu nennen, wäre eine glatte Untertreibung. Friedhelm Funkel schickte eine halbe neue Mannschaft in den von ihm so titulierten „Überlebenskampf“. Die Sperre von Adam Bodzek und die Adduktorenverletzung von Oliver Fink machten einen Tausch nötig, die schwachen Leistungen von Karim Haggui und Nikola Djurdjic in den Augen des Trainers wohl auch.

Warum auch der Torschütze von Fürth, Sercan Sararer, ebenfalls nur auf der Bank saß, war zunächst das Geheimnis des Trainers, der wohl Axel Bellinghausen in der Offensivposition auf dem linken Flügel mit mehr Biss und Leidenschaft sehen wollte. Der Einsatz von Christian Gartner als Bodzek-Ersatz hätten ebenfalls die wenigsten erwartet, weil es der erste Saison-Einsatz des Österreichers war, der am Saisonende die Fortuna verlässt.

Doch die durcheinander gewürfelte Mannschaft des Gastgebers musste sich nicht erst finden, um dem defensiv- und spielstarken Gegner auf Augenhöhe zu begegnen. Die zweite gefährliche Flanke in den Hamburger Strafraum sorgte aus Düsseldorfer Sicht für den idealen Auftakt. Lukas Schmitz brachte den Ball hinein, Joel Pohjanpalo tauchte unter dem Ball weg, und Kerem Demirbay konnte in der fünften Minute zum 1:0 einköpfen. Jetzt mussten sich erst einmal die Gäste finden, und sie brauchten dafür so lange, dass sie vor dem Seitenwechsel nicht einmal gefährlich für das Tor der Gastgeber wurden.

Dass Pauli-Trainer Ewald Lienen mit dieser Leistung nicht zufrieden war, zeigten die Hamburger mit Beginn des zweiten Durchgangs, den sie wesentlich offensiver gestalteten. Die erste klare Chance nach der Pause hatten dennoch die Düsseldorfer - mit einem Pfosten-Kopfball von Alexander Madlung. Endlich antworteten auch die Kiez-Kicker. Lasse Sobiech fand aber mit ebenfalls mit einem Kopfball im glänzend reagierenden Michael Rensing seinen Meister. Doch jetzt waren die Gäste am Drücker, Fortuna geriet unter Druck und passte wieder einmal nicht auf. Die Flanke auf Fafa-Picault konnte nicht verhindert werden, und der Hamburger Stürmer war 20 Minuten vor dem Ende mit dem 1:1 zur Stelle. Immerhin gelang es der Fortuna, die jetzt leicht angeschlagen wirkte, das verdiente Remis über die Zeit zu bringen.

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