Die erste Runde führt im August zum Oberligisten Rot-Weiß. Der freut sich.

Ranisav Jovanovic
Acht Jahre ist es nun her, dass die Fortuna (mit Ranisav Jovanovic) im Pokal in Koblenz verlor. Dieses Jahr will sie es besser machen. Archiv

Acht Jahre ist es nun her, dass die Fortuna (mit Ranisav Jovanovic) im Pokal in Koblenz verlor. Dieses Jahr will sie es besser machen. Archiv

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Acht Jahre ist es nun her, dass die Fortuna (mit Ranisav Jovanovic) im Pokal in Koblenz verlor. Dieses Jahr will sie es besser machen. Archiv

Düsseldorf. Es ist gar nicht lange her, da fieberten Spieler, Verantwortliche und Anhänger von Fortuna Düsseldorf der Auslosung zur ersten Hauptrunde im DFB-Pokal mit enormer Aufregung entgegen. Alle hofften auf ein „großes Los“. Die Bayern, Dortmund, vielleicht ein Derby gegen Köln oder Mönchengladbach. Oder zumindest einen Bundesligisten.

So wie 2004, als der VfL Bochum im Paul-Janes-Stadion zu Gast war. Oder 2009, als nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga der Hamburger SV vorbeikam und sich die Fortuna erstmals wieder auf der großen Bühne präsentieren dufte. Mit einem Livespiel im Fernsehen. Unvergessen ist bis heute der 3:3-Ausgleichstreffer von Andreas „Lumpi“ Lambertz in der letzten Minute der Verlängerung – auch wenn der HSV am Ende nach Elfmeterschießen weiterkam.

2018 ist die Fortuna nun selbst zurück im Kreis der Bundesligisten. Und wird wieder als großer Club wahrgenommen. Das bewies die Auslosung der ersten Pokalrunde am Freitagabend im Dortmunder Fußballmuseum. Dorthin hatte die ARD Vorstände und Trainer der Amateurclubs geladen. Und als DFB-Präsident Reinhard Grindel die Kugel mit dem Wappen der Fortuna in die Kamera hielt, jubelten die Vertreter des Oberligisten Rot-Weiß Koblenz besonders laut. „Das ist ein Derby und ein überragendes Los“, sagte der freudestrahlende Sportliche Leiter Christian Noll ins Mikrofon von ARD-Moderator Arnd Zeigler.

2010 gab es in der ersten Runde ein bitteres 0:1 bei der TuS Koblenz

Auch bei der Fortuna gab es anschließend gute Laune. „Das ist für uns ein gutes Los. Wir werden keine weite Anreise und eine interessante Aufgabe gegen einen Oberligisten aus Rheinland-Pfalz zu lösen haben“, sagt Trainer Friedhelm Funkel zur Auslosung. Gespielt wird zwischen dem 17. und 20. August. Die genaue Ansetzung erfolgt innerhalb der kommenden zehn Tage.

Die Erinnerungen der Fortuna-Fans an Koblenz sind allerdings nicht die Besten. Bereits 2010 gastierte ihr Verein in der ersten Runde in der Stadt, in der Rhein und Mosel zusammenfließen. Damals gab es im Koblenzer Dauerregen eine bittere 0:1-Niederlage – allerdings gegen den deutlich größeren Club, die TuS Koblenz.

Die ist aus dem ehemaligen TuS Neuendorf hervorgegangen. Die Neuendorfer waren einst eine große Nummer, 1948 kamen sie bis ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft, danach spielten sie lange in der zweitklassigen Regionalliga Südwest und scheiterten einige Male nur knapp am Aufstieg in die Bundesliga.

1982 nannte sich der Verein in TuS Koblenz um und stieg nach der Jahrtausendwende sogar in die 2. Bundesliga auf. Heute ist die TuS wieder im Amateurbereich zu Hause, stieg jüngst in die Oberliga ab und verlor das Finale des Landespokals gegen Rot-Weiß.

Die Fortuna sollte also gewarnt sein, der Gegner weiß, wie man für Pokal-Überraschungen sorgt. Aber natürlich muss es der Anspruch sein, das Spiel gegen einen Fünftligisten sicher zu gewinnen. Und nicht nur das: Die Fortuna möchte im Pokal erstmals seit 2012 wieder überwintern – das würde mindestens das Achtelfinale bedeuten.

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