Nach einer schwachen ersten Hälfte schafft die Meier-Elf das 1:1. Ratajczak überragt.

Christian Weber freut sich über seinen Ausgleichstreffer in der 83. Minute.
Christian Weber freut sich über seinen Ausgleichstreffer in der 83. Minute.

Christian Weber freut sich über seinen Ausgleichstreffer in der 83. Minute.

Christof Wolff

Christian Weber freut sich über seinen Ausgleichstreffer in der 83. Minute.

Düsseldorf. Die Fortuna hat nach einem starken Kampf und mit einer großartigen Leistung von Torwart Michael Ratajczak ein 1:1 gegen den Aufstiegsaspiranten FC Augsburg herausgeholt. Mit dem Punktgewinn nistet sich der Aufsteiger nun erst einmal im Mittelfeld der 2. Fußball-Bundesliga ein.

Dass es nicht zu mehr reichte, lag erneut an der insgesamt zu schwachen Angriffsleistung "und der verschlafenen ersten Halbzeit", wie Trainer Norbert Meier analysierte. Im Spiel nach vorne fehlte es der Fortuna an Ideen und vor allem an Durchschlagskraft. Erst als das Risiko in der Schlussphase erhöht wurde und der eingewechselte Martin Harnik besser in Schwung kam, gelang der insgesamt glückliche Punktgewinn.

Bislang konnte der Zweitliga-Neuling vor allem in Heimspielen auf eine gute Defensive bauen. Das war diesmal anders. Seit dem 19. April hatte die Fortuna als Gastgeber Liga übergreifend kein Gegentor mehr kassiert. Und wäre es allein nach Torwart Michael Ratajcak gegangen (Michael Melka stand nicht einmal im Kader), hätte die Fortuna auch am Freitag  keinen Treffer kassieren müssen.

Doch seine glänzende Leistung und seine tollen Reaktionen reichten allein nicht gegen die routinierten Augsburger. In der 33. Minute wehrte der 27-jährige Schlussmann zunächst einen Elfmeter von Michael Thurk ab, um dann aber nach einer weiteren Unaufmerksamkeit seiner Innenverteidigung doch das 0:1 zu kassieren.

So freistehend wie Thurk (37.) zum Kopfball kam, darf das in der 2. Liga nicht passieren. In der Schlussphase setzt Trainer Meier sogar auf vier Stürmer Zwei weitere Male tauchte der quirlige Mainzer Angreifer völlig allein vor Ratajczak auf. Und auch Ndjeng scheitertedanach. Dreimal stand der Düsseldorfer Torwart einem treffer des Gegners im Weg und hielt seine Mannschaft im Spiel. Und die Fortunen gingen nach der Halbzeitansprache von des Trainers ("es waren laute und leise Töne dabei", sagte Meier) dann anders zur Sache.

Fortuna Ratajczak - Weber, Cakir, Anderson, van den Bergh - Costa (26. Sieger), Fink, Lambertz, Caillas - Bulykin, Jovanovic

Augsburg
Kruse - Reinhardt, Hegeler, Buck, Bellinghausen - Njdeng, Brinkmann, Sinkala, Mölzl - Thurk, Szabis

Schiedsrichter Tobias Christ ( Mönchweiler)
Zuschauer
19 400
Tore
0:1 (37.) Thurk; 1:1 (84.) Weber
Gelbe Karten
Fink / Brinkmann, Hegeler
Besondere Vorkommnisse
(33.) Ratajczak wehrt Elfmeter gegen Thurk ab.

Fortuna:

Überragend: Ratajczak

gut: Weber

zufriedenstellend: Cakir, Anderson, Sieger, Fink, Harnik, Jovanovic, Caillas, Lambertz

enttäuschend: van den Bergh, Bulykin

Augsburg:

überragend: -

gut: Thurk, Ndjeng, Rheinhardt

zufriedenstellend: Kruse, Sinkala, Hegeler, Bellinghausen, Buck, Mölzl, Brinkmann, da Costa junior

enttäuschend: Szabis

4. Minute: Brinkmann zieht für den FCA ab, Szabis verpasst.

19.: Jovanovic hebt zunächst allein am Torwart vorbei, Bulykin kommt nicht mehr ganz an den Ball.

26.: Rheinhardt zieht halbrechts im Strafraum ab, Ratajczak klärt sicher.

37.: Nach einer Flanke von Ndjeng kommt Thurk völlig frei zum Kopfball und zum 1:0.

46.: Nach einer Caillas-Flankeköpft Jovanovic vorbei.

48.: Ratajczak wehrt glänzend gegen den völlig freistehenden Thurk ab.

62.: Ratajczak rettet wieder gegen Thurk.

65.: van den Bergh schießt knapp vorbei

72.: Ndjeng vergibt allein.

76.: Kopfball von Jovanovic wird auf der Linie abgewhrt.

83.: Webers Freistoß saust zum 1:1 ins Augsburger Tor.

Zwar war das Risiko mit einer weit aufgerückten Defensive groß und wurde fast bestraft, aber nach vorne wurde es endlich gefährlicher - auch weil Meier in der Schlussphase sogar auf vier Stürmer setzte. "Mir hat sehr gefallen, dass wir den Hebel tatsächlich noch einmal umlegen konnten." Und damit sprach Fortunas Trainer den Willen an, mit dem die Gastgeber nun das Tor zwingen wollten.

"Wir haben den Druck erhöht und dann endlich das gespielt, was ich erwartet habe", erklärte Meier. Christian Weber war es vorbehalten, seine gute Leistung zu krönen. Sein Freistoß sauste zum 1:1 ins Netz. Ob Kollege Oliver Fink noch dran war, interessierte im Jubel dann eigentlich niemanden mehr. "Die kämpferische Leistung der zweiten Hälfte macht uns Mut", sagte Meier.

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