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Christof Wolff

Düsseldorf. Alles andere als ein Sieg durfte am Sonntagnachmittag vor 20 700 Zuschauern nicht in Frage kommen – es sollte der achte Heimsieg in Folge werden. Das 0:3 der Fortuna im Hinspiel beim FC Ingolstadt ist schließlich schon einige Monate her, damals war es das Duell Letzter gegen Vorletzter – beide hatten noch keinen Punkt.

Zum Rückspiel empfing nun der Tabellen-Elfte (29 Punkte) der 2. Fußball-Bundesliga den Vorletzten (17), die Favoritenrolle war also klar auf Seiten der gastgebenden Düsseldorfer. Zwar nahmen sie diese spielerisch lange Zeit nicht an, sie siegten aber dennoch am Ende verdient mit 3:1 (1:0), weil sie zum jeweils richtigen Zeitpunkt die Tore erzielten.

Personell hatte Trainer Norbert Meier umstellen müssen. Zum einen durch den verletzungsbedingten Ausfall von Andreas Lambertz, für den Beister in die Start-Elf gerückt war. Zum anderen musste Assani Lukimya kurzfristig passen, obwohl er nach seinen Wadenproblemen am Samstag beim Abschlusstraining dabei war.

Meier brachte dafür Tiago, der eigentlich schon gar nicht mehr bei der Fortuna sein sollte – sein geplanter Wechsel zu Arminia Bielefeld scheiterte allerdings, weil er zehn Minuten nach Transferschluss erst auf der Transferliste stand. So musste der Brasilianer also bleiben, der zum Saisonstart so enttäuscht hatte.

Und am Sonntag wurde er tatsächlich gebrauch und enttäuschte nicht. Zumal die Ingolstädter nicht aufspielten wie ein abstiegsgefährdeter Vorletzter und mit Kurzpassspiel den Weg Richtung Strafraum der Fortuna suchten.

Bei den Gastgebern dauerte es eine gute Viertelstunde bis zur ersten Ecke, die allerdings auch nichts einbrachte. Ansonsten fielen die Fortunen zunächst nur durch etwas zu hartes Einsteigen auf, in mancher Situation wirkte vor allem die sonst so starke Verteidigung überraschend konfus. Statt selbstbewusst das Spiel nach vorne zu bestimmen, leisteten sie sich Fehlpass um Fehlpass.

Da mutete der gefährliche 25-m-Schuss durch Tiago (44.), den Sascha Kirschstein gut parierte, als erste Torchance vor der Pause wie eine Ausnahmeerscheinung an. Ganz zu schweigen vom Treffer zum 1:0 durch Beister, den Tiago mit gutem Einsatz freiblockte. Direkt im Anschluss pfiff Schiedsrichter Harm Osmers zur Halbzeit – einen besseren Zeitpunkt für einen Treffer gibt es wohl kaum.

Umso größer war der Schock, als Osmers kurz nach der Pause pfiff und auf den Strafstoßpunkt zeigte – Schwertfeger hatte sich im Zweikampf sehr ungeschickt angestellt. Stefan Leitl ließ Torwart Michael Melka keine Abwehrchance (49.). Als die anschließende große Aufregung negative Auswirkungen zu haben schien, sorgte Jens Langeneke nach Freistoß von Schwertfeger mit einem Flachschuss aus zentraler Position für die erneute Führung (52.), Beister hatte geschickt durchgelassen.

Beim 3:1 war wieder Beister beteiligt, der von Caiuby im Strafraum gefoult wurde. Langeneke verwandelte den fälligen Strafstoß nervenstark zum entscheidenden Treffer (64.). Die Fortunen wirkten anschließend wie von einem Rucksack Steine befreit, brachten den achten Heimsieg in Folge souverän über die Zeit.

Statistik

Fortuna Düsseldorf – FC Ingolstadt 3:1 (1:0) Fortuna

Düsseldorf: Melka – Schwertfeger, Tiago, Langeneke, van den Bergh – Bodzek, Fink – Beister (75. Christ), Dum (86. Torghelle) – Ilsö (71. Gaus), Rösler

FC Ingolstadt: Kirschstein – Bambara, Biliskov, Matip, T. Fink – Karl, Metzelder – Buchner (16. Gerber, 80. Dedola), Leitl, Caiuby – Buddle (65. Hartmann)

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 20 700

Tore: 1:0 (45.) Beister, 1:1 (49./Foulelfmeter) Leitl, 2:1 (51.) Langeneke, 3:1 (64./Foulelfmeter) Langeneke

Gelbe Karten: Beister, Fink / Caiuby, Biliskov

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