Schauerte und Schmitz fallen etwas ab. Im Tor überzeugte Wolf durch Beständigkeit.

Einzelkritik
Im ersten Liga-Spiel für die Fortuna zeigte Niko Gießelmann (rechts/hier gegen Braunschweigs Jan Hochscheidt) eine Glanzleistung. Archiv

Im ersten Liga-Spiel für die Fortuna zeigte Niko Gießelmann (rechts/hier gegen Braunschweigs Jan Hochscheidt) eine Glanzleistung. Archiv

Christof Wolff

Im ersten Liga-Spiel für die Fortuna zeigte Niko Gießelmann (rechts/hier gegen Braunschweigs Jan Hochscheidt) eine Glanzleistung. Archiv

Düsseldorf. 18 Begegnungen in der laufenden Zweitliga-Saison sind gespielt. Es ist Zeit, zum Jahresende die Zeugnisse zu verteilen. Im ersten Teil unserer Einzelkritik stellen wir die Torhüter und Außenverteidiger der Fortuna auf den Prüfstand.

Torhüter

Michael Rensing durfte nur drei Spiele absolvieren, bis ihn dann eine Verletzung erwischte. In zwei der drei Partien blieb der Torhüter ohne Gegentor. Fehlerfrei und souverän. Note: 2

Raphael Wolf sprang ein, spielte und siegte. Er zeigte alles, was ein guter Torhüter haben muss: Starke Reaktionen, gute Strafraumbeherrschung, sehr fangsicher und klasse in 1-gegen-1-Situationen. Zudem wehrte er zwei Elfmeter ab und rettete seine Mannschaft mehrfach in kritischen Situationen. Nun hat er beste Chancen, auch im Neuen Jahr im Tor zu stehen. Note: 2+

Tim Wiesner hatte zwar nur einen Kurzauftritt, deutete aber an, dass ihm die Zukunft gehören kann. Viel mehr lässt sich noch nicht sagen. Note: 3+

Außenverteidiger

Julian Schauerte ist ein Spieler, an dem sich inzwischen viele Fans reiben. Die einen wollen ihn so schnell wie möglich loswerden, weil er für sie ein Unsicherheitsfaktor ist und nach vorne einfach zu wenig bringt. Die anderen halten ihn für einen zuverlässigen Verteidiger, der seine Aufgaben erfüllt. Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Schauerte müsste konsequenter verteidigen und das Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten verbessern, um gegen die Konkurrenten im eigenen Team bestehen zu können. Er muss sich auf jeden Fall steigern. Note: gerade noch 3-

Jean Zimmer ist nicht auf die Position des Außenverteidigers festgelegt. Mit seiner Schnelligkeit und Dynamik ist er auf der Außenbahn auch offensiv einsetzbar. Dort muss er aber an seinem Torabschluss und an der Effektivität arbeiten, weil er zu oft die Kontersituationen nicht zuende gespielt hat. In der Defensive ist er zuverlässig, hat aber Schwächen im Stellungsspiel, an denen er dringend arbeiten muss, um die Viererkette mit ihm noch kompakter zu machen. Note: 3

Niko Gießelmann ist auf der linken Seite ebenso flexibel einsetzbar wie Zimmer auf der anderen Seite. Gießelmann war im ersten Saisondrittel bester Fortune, zeigte sowohl defensiv als auch offensiv seine Klasse. Später waren ihm die Strapazen seines kraftzehrenden Spielstils anzumerken. Bitter, dass er seinen Elfmeter im Pokalspiel gegen Gladbach nicht verwerten konnte. Dennoch zählte er in den ersten 18 Spielen zu den absoluten Stützen der Mannschaft, auch weil er inzwischen die Rolle eines Führungsspielers im Team übernommen hat. Note: 2-

Lukas Schmitz passt zur Diva am Rhein. Schwankende Form kennzeichnet die erste Saisonhälfte des 29-Jährigen, und das wenig konstante Auftreten ist bei ihm auch fast innerhalb eines jeden Spiels zu erkennen. Flanken fliegen entweder hinters Tor oder passen genau. Konzentrierte Aktionen wechseln mit unverständlichen Pässen ab. Er kann mehr und mit steter Konzentration würde er wohl zu den Führungsspielern zählen. Note: 3-

Anderson Lucoqui durfte nur ein (Pokal-)Spiel von Beginn an machen. Er wurde meist in Fortunas U 23 eingesetzt, hätte als Nachwuchs-Nationalspieler aber mehr Vertrauen verdient. Er ist schnell und mit seiner Unbekümmertheit ein Wechsel auf die Zukunft. Note: 3

Gökhan Gül muss etwas unverständlich auf den ersten Liga-Einsatz noch warten. Note: -

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