Fortuna findet im Trainingslager in Oliva Nova beste Bedingungen vor. Auf Empfehlung von Berti Vogts spielt ein Stürmer aus Aserbaidschan vor.

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Michael Ratajczak (l.) und Assani Lukimya-Mulongoti bei der Ankunft am Flughafen.

Michael Ratajczak (l.) und Assani Lukimya-Mulongoti bei der Ankunft am Flughafen.

Christof Wolff

Michael Ratajczak (l.) und Assani Lukimya-Mulongoti bei der Ankunft am Flughafen.

Düsseldorf. Besser konnte das Winter-Trainingslager von Fortuna Düsseldorf wirklich nicht beginnen. Blauer Himmel, warme spanische Sonnenstrahlen und eine Temperatur um die 18 Grad vergrößerten die Vorfreude auf einen saftigen Rasen, der mit Schnee und Eis wie in Deutschland noch nicht in Berührung gekommen ist.

Die guten Erfahrungen, die die Fortuna im Aufstiegsjahr 2003/2004 in die dritthöchste Liga unter Trainer Massimo Morales dort gesammelt hatte, bestätigten sich im Sportkomplex der Hotelanlage Oliva Nova bereits am ersten Tag. Beste Bedingungen also auch für einen neuen Stürmer, sich zu empfehlen.

Wolf Werner hatte ein Geheimnis daraus gemacht. Eine angebliche Empfehlung von Aserbaidschans Nationaltrainer Berti Vogts versucht sich als Testspieler beim Fußball-Zweitligisten.

Murad Guseynow hatte es am Sonntag schwer, sich gegen spiel- und zweikampffreudige Trainingskollegen durchzusetzen. Der 21-Jährige ist ein Russe mit aserbaidschanischem Pass und spielte zuletzt in Serbien.

Wie schwer in der Winterpause die Suche nach einem guten Angreifer ist, versuchte auch Norbert Meier zu verdeutlichen: „Unser Interesse kann keinem Spieler gelten, der in der Bundesliga oder der 2. Liga Stammspieler ist“, erklärt Fortunas Trainer.

„Diese Leute können wir nicht bezahlen.“ Meier hofft auf ein ähnliches „Schnäppchen“ wie im Vorjahr mit Martin Harnik. „Er war ein Glückstreffer, und wir können nicht unbedingt davon ausgehen, dass das wieder so gut klappt.“

Die Fortuna will nun im Ausland fündig werden

Deshalb sucht die Fortuna auch verstärkt im Ausland. „Alle Vereine möchten gerne treffsichere Stürmer in der Winterpause verpflichten, und viele davon können für ihre Wunschkandidaten mehr bieten als wir.“

Also heißt es für das Gespann Wolf Werner und Norbert Meier auch diesmal wieder, der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein. „Wir werden nicht irgendein Talent verpflichten, er muss uns sofort helfen können“, sagt Wolf Werner, der heute im Trainingslager ankommt.

Sascha Rösler sieht das alles gelassen. „Sicherlich ist unser Kader nach den Abgängen von Wellington und Rockenbach da Silva kleiner geworden“, sagt Fortunas Mittelfeldspieler. „Aber ich würde uns zutrauen, die Saison auch ohne Ergänzung erfolgreich zu Ende zu spielen.“

© WhatsBroadcast

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