Vier Saison-Niederlagen kassierte Fortuna II im Paul-Janes-Stadion bereits. Die Stürmer treffen das Tor nicht.

Düsseldorf. Von einem Heimkomplex möchte Sebastian Michalsky nichts wissen. "Es gibt doch nichts Schöneres, als vor eigenem Publikum Fußball zu spielen", sagt der Kapitän von Fortunas Zweitvertretung.

Darum ist es auch dem 26-Jährigen ein Rätsel, wieso es gerade im Paul-Janes-Stadion wie schon in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit für ihn und seine Teamkollegen nicht laufen will. Einem Sieg und einem Remis stehen in dieser Spielzeit wieder vier Niederlagen gegenüber.

Das Team ist mittlerweile auf Tabellenplatz 15 abgerutscht

"Das Schlimme ist, dass wir zu Hause meist auch noch schlecht spielen", erklärt Michalsky und gibt die Richtung für den anstehenden Heimauftritt gegen den Tabellensiebten SC Verl vor: "Wir wollen unseren Zuschauern endlich wieder ein schönes Spiel bieten und drei Punkte gewinnen."

Vor allem Letztere wären eminent wichtig. Denn auf Tabellenplatz 15 liegt die Elf von Goran Vucic nur noch einen Zähler vor den Abstiegsrängen. Dabei wäre für die Flingerner durchaus mehr möglich, wenn sie nur mehr Konstanz an den Tag legen würden.

"Spielerisch zählen wir in der Liga zu den besseren Teams."

Sebastian Michalsky

"Spielerisch zählen wir in der Liga meiner Meinung nach zu den besseren Teams. Aber wir schaffen es nicht, Woche für Woche die Grundtugenden abzurufen", sagt Michalsky. Dabei denkt der Mittelfeldspieler vor allem an das letzte Heimspiel gegen den 1.FC Köln zurück.

"Die 0:3-Niederlage hat uns mächtig gewurmt. Denn damals mussten wir uns zurecht den Vorwurf gefallen lassen, nicht 100 Prozent gegeben zu haben", gesteht der Mann, der bereits 41 Mal in der Regionalliga auflief. Gegen Verl soll das am Samstag wieder ganz anders aussehen. "Wir müssen laufen, kämpfen und defensiv gut stehen, dann kommt der Rest von alleine", sagt Michalsky.

Defensive ist der Schlüssel zum Erfolg

Dass ihm und seinen Kollegen im eigenen Stadion bisher erst vier Treffer gelangen, macht Michalsky nicht nervös. "Wir haben kein Sturmproblem", betont der frühere Wuppertaler. Den Schlüssel zu eigenen Torerfolgen sieht Michalsky ohnehin weiter hinten.

"Je länger wir hinten die Null halten, desto einfacher wird es doch für unsere Stürmer. Denn dann gibt uns auch der Gegner irgendwann einmal Räume", sagt der Schütze des letzten Fortuna-Tores. Fehlt nun nur noch die Umsetzung des Plans. Dann darf sich Fortunas Anhang endlich wieder auf ein gutes Heimspiel der "Zwoten" freuen.

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