Nach dem 1:4 gegen Turu will Fortunas Zweite wieder Regionalliganiveau erreichen.

Düsseldorf. Der Wettergott meinte es gut mit Fortunas zweiter Mannschaft. Das für Samstag angesetzte Nachholspiel bei Wormatia Worms wurde frühzeitig wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Somit hat Goran Vucic eine Woche länger Zeit, seine Schützlinge auf Fußball-Regionalliganiveau zu trimmen.

Dass Fortunas Zweite davon momentan weit entfernt ist, wurde zuletzt wieder am Mittwochabend deutlich. In einem kurzfristig abgemachten Testkick unterlag die Vucic-Elf dem zwei Klassen tiefer angesiedelten Niederrheinligisten Turu klar mit 1:4 (0:1).

Auch wenn das Resultat nicht überbewertet werden darf - Goran Vucic setzte gegen eine blendend aufgelegte Turu überwiegend Reservisten und vier A-Jugendliche ein - so sollten die schwachen neunzig Minuten Warnung genug sein.

In dieser Verfassung wird es für die Fortuna schwer, im Kampf um den Klassenerhalt zu bestehen. Dabei liegen die Erklärungen für die bisher verkorkste Wintervorbereitung auf der Hand.

Goran Vucic muss mit Andreas Altenbeck oder Sebastian Michalsky auf ganz wichtige Stützen verzichten. Andere vermeintliche Leistungsträger wie Ben Abelski, Erkan Ari und Michael Behlau hinken ihrer Bestform nach Verletzungspausen noch weit hinterher.

Umso schmerzlicher ist es, dass mit dem von Zweitliga-Coach Norbert Meier aussortierten Oliver Hampel in der Winterpause der heimliche Chef im Mittelfeld an den Ligarivalen Sportfreunde Lotte abgegeben wurde. Den jungen Spielern, die nun gezwungenermaßen in die Bresche springen müssen, fehlen die Eckpfeiler, an denen sie sich aufrichten können.

Trainer Goran Vucic muss mit den Spielern der Vorrunde auskommen

Doch während die meisten Konkurrenten in der Winterpause nachrüsteten, muss Goran Vucic in der Rückrunde mit dem vorhandenen Spielermaterial auskommen. Dabei wäre der Übungsleiter froh, in Abwehr oder Angriff mehr Alternativen zu haben. Sie kommen in der Rückrunde hoffentlich wieder regelmäßig aus dem Kader der ersten Mannschaft.

Denn die Qualität der Leihgaben von oben dürfte notwendig sein, um in der Viertklassigkeit zu bestehen. Mit ihr können sich auch die Talente im Aufgebot entfalten. Sie bekommen womöglich schon am Samstag die Gelegenheit, den schwachen Eindruck vom Spiel gegen die Turu zu kaschieren.

Für Samstag sucht Obmann Ilja Ludenberg noch einen Testspielgegner.

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