Gegen 1860 München erspielen sich die Düsseldorfer ein 1:1.

Kevin Volland (r.) von München und Andreas Lambertz von Düsseldorf kämpfen um den Ball.
Kevin Volland (r.) von München und Andreas Lambertz von Düsseldorf kämpfen um den Ball.

Kevin Volland (r.) von München und Andreas Lambertz von Düsseldorf kämpfen um den Ball.

dpa

Kevin Volland (r.) von München und Andreas Lambertz von Düsseldorf kämpfen um den Ball.

München. Fortuna hat auswärts einen wichtigen Punkt gewonnen. Beim 1:1 in München konnte die Fortuna zwar nur selten an die überragende Leistung des 6:0-Erfolgs gegen den FSV Frankfurt anknüpfen, aber der Punkt ist sehr wichtig für das Selbstvertrauen.

Allerdings hat die Fortuna auch eine wohl schwere Knie-Verletzung von Kapitän Lumpi Lambertz zu beklagen. 1860 München hatte vor diesem Spiel eigentlich ein ganz anderes Thema als das Spiel gegen die Fortuna. Denn unmittelbar vor dem Anpfiff wurde der neue Präsident vom Aufsichtsrat der Löwen inthronisiert.

Der Unternehmer Dieter Schneider 1860-Chef durfte sich mit Spielbeginn freuen, dass die Löwen direkt mit großem Engagement nach vorne spielten. "Nach drei sieglosen Spielen wollen wir unbedingt gewinnen. Und wir haben die Klasse und Qualität dafür", hatte Reiner Maurer, der Trainer von 1860 München unmittelbar vor dem Spiel gesagt.

Zum Glück waren die Fortunen auf die überfallartigen Angriffe der Gastgeber vorbereitet. Die Gäste starteten mit Ken Ilsö, der laut Trainer Norbert Meier wieder "rechtzeitig fit geworden" ist.

Nach zehn Minuten schienen die Fortuna besser ins Spiel zu kommen und gute Situationen nach vorne entwickeln zu können. Doch der Schock kam dann in der 13. Minute. Kai Bülow köpfte einen Freistoß von Kevin Volland unbedrängt von Oliver Fink ins Tor. Allerdings sah dabei auch Michael Melka sehr schlecht aus. Wenn er rauskommt, muss er diesen Ball eigentlich haben.

München: Kiraly – Rukavina, Bülow, Buck, Ignjovski (71. Bell) – Lovin, Aigner (66. Bierofka), Stahl - Volland – Rakic (88. Wood), Lauth

Fortuna: Melka – Schwertfeger, Lukimya, Langeneke, van den Bergh – Bodzek, Fink - Lambertz (46. Beister), Dum (76. Jovanovic – Rösler (66. Gaus), Ilsø

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 15 800

Tore: 1:0 (13.) Bülow, 1:1 (77.) Gaus

Gelbe Karten: Lovin / Bodzek, Langeneke

Die Fortunen wirken nicht großartig geschockt, aber trotzdem irgendwie gehemmt - aber das zumindest in der Offensive schon seit Spielbeginn. Und der nächste Konter der Münchner hätte erneut sitzen können. Lauth bedient Volland nahezu ideal. Der wird zwar von Lumpi Lambertz gestört, hätte aber trotzdem auch sieben Metern zum 2:0 treffen müssen.

Die nächsten beiden klaren Chancen hatten aber die Fortunen. Erst scheitert Sascha Rösler gegen seine alten Kameraden, weil er aus der Drehung den Ball nicht so richtig voll trifft. Und wenig später hat Ken Ilsö die größte Fortuna-Möglichkeit. Er scheitert aber am herauslaufenden Gabor Kiraly.

Das war's aber mit der Herrlichkeit der Gäste vorerst, deren Abwehr in der Folge unter Dauerdruck gerät. Zweimal zeigt Michael Melka starke Reaktionen und kann das zweite Tor der Löwen verhindern. Das Spiel der Fortuna ist zu fehlerhaft, um in der Phase kurz vor der Pause zu gefährlichen Aktionen zu kommen. Es sind viele kleine giftige Aktionen auf beiden Seiten zu beobachten. Und so verletzt sich auch noch Lambertz am rechten Knie und muss lange an der Außenlinie behandelt werden.

Der Kapitän der Fortuna musste gewechselt werden und kam nach der Pause nicht wieder. Eine schwere Innenbanddehnung wird als erste Diagnose aus der Kabine der Fortuna gemeldet. Maxi Beister kam für den Kapitän, der in der ersten Hälfte an fast allen vielversprechenden Aktionen der Fortuna beteiligt gewesen war. Als Ilsö (48.) mit einem Schlenzer scheiterte, sah es so aus, als würden die Fortunen das Kommando übernehmen. Und auch die 60-er machten jetzt mehr Fehler und spielten nicht mehr so druckvoll.

Doch die Gäste konnten daraus zunächst kein Kapital schlagen. Immerhin lassen sich die rund 600 Fortuna-Fans die Stimmung nicht verderben und versuchten ihr Team weiter lautstark zu unterstützen.

Zwar konnte Assani Lukimya mit einem Kopfball nach einer Rösler-Ecke (65.) noch einmal für Gefahr sorgen, aber insgesamt bleiben die Gäste zunächst zu harmlos. Sie konnten lange keinen Druck auf das Münchener Tor aufbauen, weil vor allem Oliver Fink und Adam Bodzek das Spiel nicht in den Griff bekamen und zu viele Bälle leichtfertig verloren.

Die Einwechslung der frischen Offensivkräfte Marcel Gaus und Ranisav Jovanovic sollte sich aber dann auszahlen. Ein Hackentrick von Jovanovic brachte Fink ins Spiel, der zu Gaus weiterleitete. Der 21-jährige traf zwar bedrängt aber ohne Abwehrchance für Kiraly zum 1:1. Und dann wollte die Fortuna auch noch mehr. Während die Fans der Löwen ihren Unmut äußerten, versuchten die Fortunen sogar noch den Siegtreffer zu erzielen. Doch letztlich blieb es beim insgesamt verdienten 1:1.

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