Neben Trainer Friedhelm Funkel, der eine schlagkräftige Mannschaft formte, ragen aus dieser Spieler wie Rensing, Akpoguma, Ayhan, Bebou, Bormuth und Sobottka heraus.

Auch sie zählen zu den Gewinnern der Hinrunde bei der Fortuna: Kevin Akpoguma, Robin Bormuth und Marcel Sobottka (von links).
Auch sie zählen zu den Gewinnern der Hinrunde bei der Fortuna: Kevin Akpoguma, Robin Bormuth und Marcel Sobottka (von links).

Auch sie zählen zu den Gewinnern der Hinrunde bei der Fortuna: Kevin Akpoguma, Robin Bormuth und Marcel Sobottka (von links).

Christof Wolff

Auch sie zählen zu den Gewinnern der Hinrunde bei der Fortuna: Kevin Akpoguma, Robin Bormuth und Marcel Sobottka (von links).

Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf steht nach der Vorrunde auf einem beruhigenden Platz acht der Tabelle in der 2. Fußball-Bundesliga. Manches ist besser gelaufen, als es so manche Experten erwartet hatten. So gibt es auch einige Gewinner, denen wir uns heute im ersten Teil der Hinrundenanalyse widmen. Im nächsten Teil stehen dann die „Verlierer“ im Mittelpunkt.

Friedhelm Funkel

Unzweifelhaft sind die Erfolge der ersten 17 Saisonspiele eng mit dem Cheftrainer der Fortuna verbunden. Er hat seiner Mannschaft Selbstvertrauen eingeimpft und fast immer eine gute Balance aus Kompaktheit und gutem Umschaltspiel gefunden. Auch im Personalbereich hatte er ein glückliches Händchen, weil sein Vertrauen in die jungen Spieler nicht enttäuscht wurde.

Michael Rensing

Der Torhüter der Fortuna zählte auch in den vergangenen Spielzeiten immer zu den Gewinnern. Selbst in den Begegnungen, in denen seine Kollegen enttäuschten, war auf ihn Verlass und so manches Spiel ging deshalb nicht verloren, weil Rensing ein oder zwei „Unhaltbare“ rausgefischt hatte. Die Serie von insgesamt neun Spielen ohne Gegentor zeigt auch, dass er im Verbund mit seinen Vorderleuten einen sehr guten Job gemacht hat. Die Vertragsverlängerung kurz vor Weihnachten war dann auch so etwas wie ein Bonus für seine herausragenden Leistungen.

Kevin Akpoguma

Seitdem Friedhelm Funkel das Traineramt bei der Fortuna übernommen hat, ging es für den U 23-Nationalspieler wieder nach oben. Als einer der großen „Verlierer“ der Vorsaison (als Außenverteidiger) hätte wohl niemand damit gerechnet, dass Akpoguma auf der Position des Abwehrchefs eine so konstante und starke Hinrunde spielen würde. Dass er am Ende ein wenig müde wurde und etwas von seiner Souveränität einbüßte, ist zu vernachlässigen. Wenn er sich weiter so entwickelt, dürfte ihm eine große Karriere bevorstehen.

Robin Bormuth

Dass Fortuna ihm einen Vertrag bis 2020 vorgelegt hat, sagt einiges über die Hochachtung aus, die dem Innenverteidiger entgegengebracht wird. Trotz seiner Unerfahrenheit im Profibereich war in allen Spielen kein Zeichen von Nervosität beim ehemaligen U 23-Spieler der Fortuna zu bemerken. Selbst in kritischen Situationen behielt er die Übersicht und zeigte an der Seite von Akpoguma, dass er Zeug dazu hat, selbst einen Routinier wie Alex Madlung mit seiner sachlichen und klaren Spielart aus der Mannschaft zu verdrängen. Er sollte mit zu den Bausteinen zählen, auf denen die neue Mannschaft der Fortuna aufgebaut wird.

Kaan Ayhan

Fortuna hat das 18-jährige Abwehrtalent Gökhan Gül vom VfL Bochum verpflichtet. „Vom ersten Augenblick an hatte ich bei der Fortuna ein sehr gutes Gefühl“, sagte der U 19-Nationalspieler. „Zum einen waren die Gespräche sehr gut, zum anderen hat mich die Atmosphäre hier im Stadion sehr beeindruckt, als ich beim Heimspiel gegen Bielefeld hier zu Gast war.“ Auch Friedhelm Funkel hat ein gutes Gefühl bei dieser Verpflichtung: „Gökhan Gül verfügt über großes Talent und wird bei uns die nächsten Schritte machen und sich weiterentwickeln. Wir werden Gökhan mit seinen 18 Jahren über die U 23 an den Profikader heranführen.“

Fast schon zu groß erschienen die Vorschusslorbeeren, die dem türkischen Nationalspieler bei seinem Wechsel nach Düsseldorf vorauseilten. Und trotzdem hat Ayhan mit seiner Klasse auch gerade im offensiven Bereich schnell gezeigt, dass er zumindest in der 2. Liga zu den herausragenden Spielern zählt. Vor allem offensiv ist Ayhan ein Gewinn für die Mannschaft. Und er wird noch besser werden, wenn sich erst einmal die Strukturen innerhalb der Mannschaft mehr gefestigt haben. Fortuna braucht seine fußballerische Klasse.

Marcel Sobottka

Wer heute den Ex-Schalker noch als unscheinbaren Mitläufer einschätzt, hat das Spiel nicht verstanden. Sobottka ist mehr als nur ein wertvoller Arbeiter im Mittelfeld. Er hat unglaublich schnell gelernt, sich in der 2. Liga durchzusetzen. Dank seiner Zweikampfstärke und Spielübersicht ist er aus dem Mittelfeld der Fortuna nicht mehr wegzudenken. Und er ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. Ihn mit seinem großen Potenzial, das er auch offensiv immer besser ausschöpft, als festen Bestandteil für den weiteren Aufbau einzuplanen, wäre sehr wichtig für die Entwicklung dieser Mannschaft.

Ihlas Bebou

Obwohl sich der junge Togolose offensichtlich nicht mehr 100-prozentig mit der Fortuna zu identifizieren scheint und er den Verein verlassen möchte, steht Ihlas Bebou allein schon wegen vier erzielten Treffern und mit fünf Torbeteiligungen auf der Seite der Gewinner. Mit etwas mehr Robustheit und weniger Schwankungen könnte er auch in höheren Ligen durchaus ein Gewinner sein.

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