Die Tabellensituation in der 2. Liga ist so eng wie schon lange nicht mehr. Im Kampf gegen den Abstieg darf das Funkel-Team am Freitag gegen den FC St. Pauli nicht verlieren.

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Fortunas Trainer Friedhelm Funkel (hier beim Hinspiel auf St. Pauli) geht davon aus, dass sein Team den Klassenerhalt ohne Probleme schafft.

Fortunas Trainer Friedhelm Funkel (hier beim Hinspiel auf St. Pauli) geht davon aus, dass sein Team den Klassenerhalt ohne Probleme schafft.

Wolff

Fortunas Trainer Friedhelm Funkel (hier beim Hinspiel auf St. Pauli) geht davon aus, dass sein Team den Klassenerhalt ohne Probleme schafft.

Düsseldorf. Eigentlich kommt die Diskussion zu einer Unzeit. Die Frage, ob die Fortuna bereits jetzt das von Vorstand und Trainer gesteckte Saisonziel verfehlt hat, ist auch nicht eindeutig zu beantworten. Die einen sagen, die Fortuna war nie schlechter als Platz zwölf, die anderen meinen, das Team von Friedhelm Funkel ist bei nur drei Punkten Abstand zum Relegationsplatz und fünf Punkten zu einem direkten Abstiegsrang mitten drin im Abstiegspoker.

Fortuna hat das „Pech“, dass der Kampf um den Klassenerhalt in dieser Spielzeit auf einem so hohen Punkteniveau stattfindet. In der vergangenen Spielzeit haben bereits 34 Punkte nach 34 Spieltagen gereicht, um als Tabellen-15. (1860 München) nichts mit Relegation oder Abstieg zu tun zu haben. Jetzt hat Fortuna bereits 35 Zähler und es sind noch fünf Spieltage offen. Und der Punkte-Trend spricht klar gegen das Funkel-Team. In der Tabelle der letzten vier Spiele belegen die Düsseldorfer mit nur zwei Punkten Rang 16. Da helfen auch die guten Leistungen gegen Berlin und in Dresden wenig.

Fortuna muss am Freitag im Spiel gegen den FC St. Pauli den Gegner dringend auf Abstand halten. Das geht natürlich am besten mit einem Dreier, aber auch ein Punktgewinn lässt den Abstand zu den Hamburgern nicht schrumpfen. Da es weniger Spiele werden, ist der Abstand auch nicht mehr so leicht aufzuholen, da die Konkurrenten im Keller sich auch noch untereinander Punkte wegnehmen. Fortuna muss danach nach Hannover, und dann kommt Würzburg. Im letzten Auswärtsspiel empfängt Nürnberg das Funkel-Team, und dann wird am letzten Spieltag Erzgebirge Aue in der Arena erwartet.

Aue und Würzburg haben wohl das schwerste Restprogramm

Die Sachsen, die sich in der Rückrunde ganze neun Punkte mehr als die Fortuna (zehn) gesichert haben, müssen ohnehin noch das vermeintlich schwerste Restprogramm absolvieren. Die vermeintlichen Aufstiegsfavoriten Hannover und Stuttgart stellen sich dem aktuellen Tabellen-16. entgegen. Ähnlich geht es den Würzburger Kickern, die nach der Winterpause gerade einmal fünf Punkte erspielen konnten. Die Franken haben noch drei Auswärtsspiele (das letzte in Stuttgart) und treffen im Derby daheim noch auf den 1. FC Nürnberg.

Immerhin sieben Punkte hat Arminia Bielefeld aus den vergangenen vier Spielen geholt und nur mit viel Pech gegen den VfB Stuttgart daheim 2:3 verloren. Noch stehen aber auch drei Auswärtsspiele für die Ostwestfalen auf dem Programm. Die Gegner Heidenheim (auswärts), Fürth (Heim), Bochum (A), Braunschweig (H) und Dresden (A) sind ähnlich unberechenbar wie die gesamte Liga derzeit.

Die Fortuna wird zumindest ein Ziel mit größter Wahrscheinlichkeit nicht erreichen: Eine genauso gute Punktausbeute wie in der Hinrunde ist nur dann möglich, wenn das Funkel-Team alle noch ausstehenden fünf Spiele für sich entscheiden kann. Für den Trainer wäre es aber – so hat er es wohl etwas unvorsichtig geäußert – auch in Ordnung, wenn seine Mannschaft weniger Punkte als vor der Winterpause holt, aber trotzdem die Klasse sicher halten würde.

Zurück zum Ausgangspunkt: Ausnahmslos alle Fortunen hatten sich eine ruhigere Saison erhofft. Eine eine richtige Stabilisierung und Entwicklung der Mannschaft hat es auch ohne Blick auf die Tabellensituation aber wohl nicht gegeben.

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