Julian Schauerte freut sich über das Tor zum 0:1.
Julian Schauerte freut sich über das Tor zum 0:1.

Julian Schauerte freut sich über das Tor zum 0:1.

St. Paulis Bernd Nehrig versucht per Kopf einen Treffer zu erzielen.

Christof Wolff, Bild 1 von 2

Julian Schauerte freut sich über das Tor zum 0:1.

Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat die Serie knapp gewonnener Auswärtsspiele erfolgreich fortgesetzt. Beim Tabellenletzten, dem FC St. Pauli, siegte die Mannschaft von Friedhelm Funkel nicht unverdient mit 1:0 (1:0). Die Rheinländer hätten aufgrund einiger guter Möglichkeiten auch deutlicher gewinnen können. Das entscheidende Tor für die Gäste erzielte allerdings kein Spieler der Fortuna, sondern Daniel Buballa mit einem Eigentor (36.). Julian Schauerte hatte den Hamburger dabei so bedrängt, dass ihm fast keine andere Möglichkeit blieb.

Friedhelm Funkel hatte tief in die taktische Trickkiste gegriffen und einige überraschende Änderungen vorgenommen. Weil Alex Madlung nicht spielen konnte (Rückenprobleme), hatte er nicht Robin Bormuth, sondern Kaan Ayhan in die Innenverteidigung gestellt. Anstelle von Julian Schauerte, der eine Position nach vorne rückte, spielte Julian Koch Rechtsverteidiger.

Die erste klare Chance der Begegnung – nach stürmischem Beginn der Platzherren - hatte die Fortuna in der 21. Minute durch Oliver Fink, der herrlich angespielt von Kevin Akpoguma nur die Latte des Hamburger Tores traf. Die Düsseldorfer hatten sich inzwischen auf die Taktik der Hamburger eingestellt, aber spielerisch lief nach vorne lange Zeit zu wenig.

Dennoch ging die Fortuna in Führung. Lukas Schmitz überraschte den Gegner mit einer präzisen Flanke von der linken Seite. Daniel Buballa versuchte irgendwie den Ball einen Meter vor dem Tor zu klären. Doch dieser Versuch misslang (36.), weil ihn Julian Schauerte erfolgriech bedrängt hatte.

Nach dem 0:1 verlor St. Pauli zunächst völlig den Faden. Das hätten die Gäste bereits ausnutzen müssen. Und eine Minute vor der Pause hätte Marcel Sobottka bereits alles klar machen können. Völlig freistehend kam er nach einer Schmitz-Ecke fünf Meter vor dem Tor zum Kopfball, verpasste das Tor aber klar. Auch nach dem Wechsel eröffneten die Platzherren das Spiel wieder mit einer druckvollen Phase. Aber in Strafraumnähe strahlten die Hamburger wenig Gefahr aus. Als es dann doch gefährlich wurde und der eingewechselte Choi fast den Abpraller von Michael Rensing fast verwertet hätte, war der beste Fortune Kevin Akpoguma zur Stelle, der den Ball wegschlagen konnte. Auf der anderen Seite hatte Axel Bellinghausen nach einem schönen Konter, die Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. Doch Sobiech rettete für seinen bereits geschlagenen Torhüter.

Himmelmann - Hornschuh, Sobiech, Gonther, Buballa - Hedenstad (64. Sahin), Nehrig – Miyaichi (45. Choi), Sobota (73. Empen) - Buchtmann - Bouhaddouz

Rensing - Koch , Akpoguma , Ayhan , Schmitz - Bodzek, Sobottka - Schauerte, Fink (89. Bormuth), Bellinghausen (70. Bebou) - Hennings

Unnerstall, Bormuth, Lucoqui, Kiesewetter, Bebou, Ngombo , Yildirim

Bouhaddouz, Sobiech, Sahin / Ayhan (3.), Bodzek (5./ nächstes Spiel gesperrt)

0:1 (36.) Eigentor Buballa

Daniel Siebert (Berlin)

St. Pauli erhöhte noch einmal den Druck, kam aber kaum zu Chancen, während die Fortunen teilweise zu leichtfertig mit ihren Kontern umgingen. Doch letztlich reichte der eine Treffer zum Sieg der Gäste, weil der FC St. Pauli einfach zu harmlos war.

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