Unermüdlicher Kampfgeist wird gegen einen starken Gegner belohnt. Kevin Stöger beweist im Mittelfeld seine Qualitäten.

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Dodi Lukebakio muss seinem Trainer erklären, wie es zu seinem Patzer vor dem 0:1 kam.

Dodi Lukebakio muss seinem Trainer erklären, wie es zu seinem Patzer vor dem 0:1 kam.

Dodi Lukebakio muss seinem Trainer erklären, wie es zu seinem Patzer vor dem 0:1 kam. Fotos (2): Wolff

Wolff, Bild 1 von 2

Dodi Lukebakio muss seinem Trainer erklären, wie es zu seinem Patzer vor dem 0:1 kam.

Düsseldorf. Es war der eine kritische Moment des Spiels, als Dodi Lukebakio den Ball lässig zu einem Mitspieler weiterleiten wollte, tatsächlich aber einem Gegenspieler das Spielgerät in die Beine spielte. Daraus resultierte das 0:1 im Testspiel bei der Saisoneröffnung von Fortuna Düsseldorf gegen den AC Florenz. Das darf weder bei der brütenden Hitze noch in einem Vorbereitungsspiel vorkommen. „Das war natürlich ein schwerer Fehler von mir. Aber ich verspreche, dass das mir nicht noch einmal passieren wird“, sagte Lukebakio.

Friedhelm Funkel muss seinen belgischen Flügelstürmer beim Wort nehmen. Andererseits hat Fortunas Cheftrainer auch damit das Idealbeispiel für eine Szene aus dem Lehrbuch mit dem Titel: „So, wie es nicht geht“. Wie ein Musterbeispiel für Tore sah dann der Ausgleich aus. Nach einem Konter über Lukebakio und Marcel Sobottka wurde Marcell Ducksch freigespielt. Der schaute den gegnerischen Torhüter aus und traf zum 1:1, was bereits den Endstand bedeutete.

Mit dem Spiel gegen 45 Minuten lang sehr starke Italiener war Funkel zufrieden, obwohl die Gäste zunächst in Fortunas Defensivblock größere Lücken fanden. Doch der Aufsteiger begeisterte 4500 Fans mit unermüdlichem Kampfgeist und hatte nach der Pause mit einem Lattenkopfball von Niko Gießelmann die größte Chance der zweiten Hälfte,

„Wenn man sieht, dass bei diesen Temperaturen in der letzten Minute Robin Bormuth und Jean Zimmer noch solche Sprints hinlegen, dann spricht das absolut für die Spieler und die Mannschaft. Da sind alle über 90 Minuten gut marschiert“, sagte Funkel.

Morales wird sich auch in der Bundesliga nichts gefallen lassen

„Es war ein richtig guter Test auf einem ordentlichen Niveau“, sagte Torhüter Raphael Wolf. „Wir waren frischer als zuletzt und haben auch gegenüber den beiden vorherigen Spielen gesehen, dass wir uns gesteigert haben.“ Gerade im Mittelfeld spielte die Fortuna sehr variabel. Kevin Stöger, der einen Großteil der zweiten Hälfte zurückgezogener spielte, zeigte, wie wertvoll er für die Fortuna werden kann. Als Spielmacher hinter einer Spitze – erst Ducksch, dann Rouwen Hennings – und auch als Ballschlepper und Anspielstation. Die Gäste kamen nach dem Wechsel auch nur noch selten in die gefährliche Zone vor dem Fortuna-Tor.

Wolf - Zimmer, Ayhan, Bormuth, Gießelmann (62. Contento) - Sobottka (46. Hennings), Morales - Lukebakio (62. Lovren), Stöger, Raman (62. Zimmermann) - Ducksch (78. Duman)

Waschitzki (Essen)

4496

0:1 (25.) Montiel, 1:1 (42.) Ducksch

Stöger, Morales / Veretout

Dass Alfredo Morales so etwas wie der Arturo Vidal vom Rhein werden könnte, zeigte der amerikanische Nationalspieler der Fortuna nicht nur mit seinem Kampfgeist, sondern auch bei einem „handfesten“ Gespräch mit seinem Gegenspieler. Auch in der Bundesliga wird niemand gerne gegen Morales spielen wollen.

© WhatsBroadcast

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