Bis zum Saisonende hat die Fortuna Düsseldorf noch zwölf Spiele vor der Brust. Am Ende dieses Weges könnte ein großer Erfolg stehen.

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Das Hinspiel verloren Niko Gießelmann (r.) und die Fortuna bei den Fürthern um Mario Maloca mit 1:3. Zu Hause ist die Bilanz besser. Archiv

Das Hinspiel verloren Niko Gießelmann (r.) und die Fortuna bei den Fürthern um Mario Maloca mit 1:3. Zu Hause ist die Bilanz besser. Archiv

Wolff,

Das Hinspiel verloren Niko Gießelmann (r.) und die Fortuna bei den Fürthern um Mario Maloca mit 1:3. Zu Hause ist die Bilanz besser. Archiv

Düsseldorf. Zwölf Spiele sind in der 2. Fußball-Bundesliga noch zu absolvieren. Ein Dutzend Mal geht es um drei Punkte und die Rückkehr ins Oberhaus. „Jedes Spiel ist ein Schritt in eine gewisse Richtung. In welche, das werden die Ergebnisse zeigen“, sagt Friedhelm funkel. Der Cheftrainer der Fortuna weiß nur zu gut, wie schnell Mannschaften auch mal ausrutschen können. Und damit war nicht der Donnerstag vom Schnee bedeckte Trainingsplatz im Schatten der Arena gemeint.

Das 1:3 bei Union Berlin am vergangenen Samstag war ein solcher Ausrutscher – nach drei Siegen in Folge zum Start ins Fußballjahr 2018. Mit anderen Begriffen konnte der Düsseldorfer Trainer in diesen Tagen jedoch weniger anfangen. „Von Dämpfer und Enttäuschung zu reden, ist Schwachsinn“, sagt funkel. „Gerade nach einer Niederlage bei einem starken Team wie Union. In Deutschland gibt es nur eine Mannschaft, die maximal drei Mal pro Jahr verliert – und das ist der FC Bayern. Wir werden noch mehr Spiele verlieren.“

Düstere Prophezeiung? Eher der Funkelsche Realismus, der den Rot-Weißen in den vergangenen Monaten gut zu Gesicht stand. Morgen möchte die Fortuna ihre behutsame Wanderung erfolgreich fortsetzen. Mit einem Heimsieg gegen Greuther Fürth (13 Uhr, Arena). „Die Mannschaft muss aggressiver spielen als zuletzt. Und sie muss mutig sein im Spiel nach vorne“, erklärt der 64-Jährige. Das 1:3 in Fürth aus der Hinrunde hat in der Vorbereitung auf die morgige Begegnung keine Rolle mehr gespielt. „Das ist so lange her, das hat keine Auswirkungen“, sagt funkel.

Mit den Stärken der Franken hat sich der Tabellenführer dennoch beschäftigt. „Fürth steht hinten sehr gut, es ist nicht einfach, gegen sie Tore zu erzielen. In der Offensive haben sie individuell gute Leute, sie können schnell umschalten. Wir dürfen sie nicht spielen lassen.“

In der Offensive muss die Fortuna Benito Raman ersetzen

Für die Fortuna gilt es gegen das „Kleeblatt“, wieder die richtige Mischung zu finden. Aggressivität, Einsatz und spielerische Elemente müssen passen, um den abstiegsbedrohten Traditionsverein vor Probleme zu stellen. Offensiv wird funkel etwas umbauen müssen. Neben Winterzugang Genki Haraguchi (Gehirnerschütterung) fehlt auch Benito Raman, der in Berlin die fünfte gelbe Karte kassierte. Mit dabei ist wohl aber wieder Oliver Fink. „Es sieht gut aus bei Oli. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in der Startelf stehen wird, ist groß“, gibt funkel preis.

Mut macht neben der Rückkehr des Kapitäns vielleicht auch die Statistik – wenngleich Trainer und Spieler darauf nicht viel geben. In neun Heimspielen gegen Fürth konnte die Fortuna immer punkten. Und drei davon würden bedeuten, dass der Tabellenführer den nächsten kleinen Schritt auf seiner langen Reise macht. In diese „gewisse Richtung“, von der funkel spricht. Und sich dabei ein vielsagendes Lächeln nicht verkneifen kann.

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