Innenverteidiger Bormuth von Fortuna Düsseldorf versucht sich so anzubieten, dass er aufgestellt werden muss. Sein idealer Start in die „letzte Etappe des Jahres“ wäre ein Sieg in Ingolstadt.

Robin Bormuth
Robin Bormuth zeigt, dass er mehr Erfahrung hat.

Robin Bormuth zeigt, dass er mehr Erfahrung hat.

Christof Wolff

Robin Bormuth zeigt, dass er mehr Erfahrung hat.

Düsseldorf. Besonders beunruhigt angesichts der jüngsten vier Spiele ohne Sieg sind die Profis von Fortuna Düsseldorf nicht. Das Pokal-Aus gegen Gladbach und das 1:3 im Test gegen Fortuna Köln zählen da ja ohnehin nicht richtig. Und die beiden Remis’ in Bochum (0:0) und gegen Heidenheim (2:2) waren auch keine richtigen Enttäuschungen. „Ja, aber von den Ergebnissen ist es bergab gegangen“, sagt Robin Bormuth. Und dem Verteidiger der Fortuna ist deutlich anzumerken, dass er sich noch immer ein wenig ärgert, nicht mehr als den einen Punkt gegen Heidenheim geholt zu haben. „Wir stellen uns aber nicht hin und spielen absichtlich schlecht. In Bochum haben wir zunächst das Tor nicht gemacht und nach hinten raus noch ein wenig Glück gehabt.“ Das „bergab“ relativiert sich aus Bormuths Sicht auch schnell wieder, weil die Fortuna zuvor fünf Spiele in Reihe gewonnen hatte und der Verlust von zwei Punkten schon fast wie eine Niederlage wirkte.

Das galt natürlich auch für die Schlussminuten des Heidenheim-Spiels. „Das hat sich keineswegs negativ auf die Stimmung im Kader ausgewirkt. Grundsätzlich denke ich, dass wir weiterhin auf einem guten Weg sind“, meint Bormuth, der in beiden Spielen eine gute Leistung zeigte, aber auch kritisch anmerkte: „Wenn eine Mannschaft wie wir gegen Heidenheim in der 96. Minute in Führung liegt, muss sie auch als Sieger vom Platz gehen.“

Als Stammspieler der Fortuna sieht sich Robin Bormuth noch nicht

Das wird in Ingolstadt am Sonntag nicht leichter – auch weil in Florian Neuhaus und Kaan Ayhan zwei wichtige Spieler gesperrt sind und für die Fortuna ausfallen. „Sicherlich werden sie uns fehlen, aber wir haben Spieler, die die Beiden ersetzen können und das auch wollen“, meinte der 22-Jährige, der die Pause genutzt hat, um etwas an seiner Frisur zu tun. „Ich befürchte nicht, dass wir deswegen schlechter abschneiden werden“, sagte er dann auch passend zum Side-Cut.

Robin Bormuth hat eine gute Entwicklung hinter sich. Als Ersatzspieler oder Notlösung betrachtet ihn bei der Fortuna niemand mehr. „Als ein richtiger Stammspieler sehe ich mich aber auch noch nicht. Dazu habe ich in dieser Saison noch zu wenig Spiele gemacht“, sagt der Innenverteidiger, der ein Liebling der Fans ist. „Ich versuche immer, dem Trainer etwas anzubieten, dass er zumindest überlegen muss, ob er mich draußen lassen kann.“ Allerdings weiß Bormuth auch, dass er in seiner Entwicklung vorangekommen und auf einem guten Weg ist. Er hat inzwischen soweit aufgeholt, dass er sich auf Augenhöhe im Konkurrenzkampf mit seinem Mannschaftskameraden Andre Hoffmann befindet. Nur Ayhan ist normalerweise in der Innenverteidigung gesetzt. Und der fehlt aber in Ingolstadt.

„Das wird ein schweres Spiel, weil der Gegner mit den besten Kader in der 2. Liga hat“, glaubt Bormuth. „Und es ist ein wichtiges Spiel. Wenn wir da punkten, wäre das ein idealer Einstieg in die letzte Etappe des Jahres 2017.“

Das Spiel in Ingolstadt am Sonntag kommt noch zu früh für beide Spieler: Oliver Fink absolviert zwar individuelles Training, aber an einen Einsatz ist nach Adduktorenproblemen noch nicht zu denken. Torwart Michael Rensing ist immerhin schmerzfrei.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer