Der Verein will künftig noch mehr für Tradition, Heimat, Gemeinschaft und Respekt stehen. Die neue Schrift „Fortuna sans“ soll die visuelle Außendarstellung vereinheitlichen.

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Alexander Steinforth und Robert Schäfer präsentieren sich vor den neue gestalteten Wand im Fortuna–Präsentationsraum.

Alexander Steinforth und Robert Schäfer präsentieren sich vor den neue gestalteten Wand im Fortuna–Präsentationsraum.

Die neue Fortuna-Schrift.

Passt zwar nicht ins neue Corporate Design, sollte aber herausstechen. Das gelang auch, allerdings mehr mit der im Internet heiß diskutierten falschen Kommasetzung auf diesem Werbe-Plakat.

Krings, Bild 1 von 3

Alexander Steinforth und Robert Schäfer präsentieren sich vor den neue gestalteten Wand im Fortuna–Präsentationsraum.

Düsseldorf. Pünktlich vor der Hauptversammlung, die am Sonntag in der Arena (11 Uhr) stattfindet, hat die Fortuna die neue sogenannte „Fortuna DNA“ und das sogar mit einer eigenen Schrift entworfene Corporate Design präsentiert. Robert Schäfer erklärte, welche Werte der Verein unter Einbindung ihrer Fans künftig in den Vordergrund stellen wird. „Wir benötigen einen Werte-Kanon als Leitlinie und Grundlage für die Vereinsarbeit und für die Wirkung nach außen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Fortuna. Es handelt sich um einen über Jahre entwickelten Prozess, dessen Ergebnisse fortan als Handlungsmaxime für den Verein dienen werden. Die „Fortuna DNA“ ist das Ergebnis aus über 3000 Interviews und Fragebögen und einem detaillierten Auswertungsprozess. Ein Slogan wird weder vom Verein noch von den Fans gewollt. Damit gehört auch der Spruch „Einfach nur Fußball“ der Vergangenheit an. „So ein Slogan ist austauschbar und passt nicht zu unserem Verein“, meinte Schäfer, der dann die Werte Tradition, Heimat, Gemeinschaft und Respekt nannte, für die Fortuna Düsseldorf steht und sich noch mehr verbunden fühlen will. „Das, was wir sein wollen, waren wir nicht immer“, sagte der Vereinsboss. Dazu zählte auch die gesellschaftliche Verantwortung, die künftig noch mehr gelebt werden soll. Zum Punkt Tradition wiederholte Schäfer die klaren Aussagen der jüngern Vergangenheit. „Die Tradition ist wichtig, weil wir stolz auf unsere Erlebenisse sind. So erklärt sich auch, dass wir für einen Investor in unserem Verein keinen Platz haben.“

Das „Wie sind wir als Fortuna?“ wurde auch von Schäfer beantwortet: „Mit Ecken und Kanten, leidensfähig, humorvoll und mutig.“ Dass einzelne Werte auch andere Proficlubs in der Bundesliga oder 2. Liga haben, spielt keine Rolle. „Das Alleinstellungsmerkmal der Fortuna ist jedoch, dass nur sie alle Werte zusammen auf sich vereinen kann“, sagte Schäfer, der ausführte, dass der Verein damit die „Fortuna DNA“ als selbst auferlegten Anspruch an jegliches zukünftige Handeln anlegt.

Als Farben sind (fast) nur noch rot und weiß erlaubt

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Alexander Steinforth und Robert Schäfer präsentieren sich vor den neue gestalteten Wand im Fortuna–Präsentationsraum.

Alexander Steinforth und Robert Schäfer präsentieren sich vor den neue gestalteten Wand im Fortuna–Präsentationsraum.

Die neue Fortuna-Schrift.

Passt zwar nicht ins neue Corporate Design, sollte aber herausstechen. Das gelang auch, allerdings mehr mit der im Internet heiß diskutierten falschen Kommasetzung auf diesem Werbe-Plakat.

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Die neue Fortuna-Schrift.

Der zweite Schritt ist der Auftritt des Vereins in visueller Hinsicht, die Alexander Steinforth am Freitag präsentierte und unter dem Begriff Corporate Design zusammenfasste. Wer jetzt zum Beispiel auf die Fortuna-Homepage schaut, der stellt fest, dass die Schrift sich in einer neuen Form präsentiert. „Die wurde von uns selbst aus dem „F“ des Logos entwickelt“, erklärte Steinforth, der bei der Fortuna den Titel des Direktors für Strategie und Geschäftsentwicklung trägt. Sein Chef, Robert Schäfer, ist jedenfalls begeistert: „Das Ergebnis ist mehr als überzeugend, es ist ein starkes Zeichen für das, wofür wir stehen.“ Die Schrift heißt übrigens offiziell „Fortuna sans“ und soll nun überall verwendet werden. Nicht nur auf Briefköpfen und da, wo Schrift innerhalb des Vereins verwendet wird, sondern auch beispielsweise auf den Werbebanden in der Arena. Als Farben wurde nahezu alles gestrichen, was nicht rot und weiß ist. Als „Hilfsfarben“ werden vom Verein nur dunkelrot, schwarz und gold verwendet.

Letztlich geht es aber nicht nur um Äußerlichkeiten. „Die Fans werden die neue DNA vor allem an unseren Handlungen erkennen, die von den Leitsätzen geprägt sein werden“, erklärte Schäfer. „Und es wird nicht alles sofort ganz anders. Es ist ein Prozess, den uns die Fans sozusagen diktiert haben.“ Die Verantwortlichen benötig(t)en einen Rahmen, der jetzt durch die Vorstellung der Leitlinien gegeben ist. „Wir wissen, dass wir in einigen Punkten noch besser werden können. Gemeinsam mit unseren Anhängern möchten wir daran arbeiten, dies jeden Tag ein Stück weit zu tun.“

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