Mit schlechten Leistungen und mangelndem Einsatz kann die Mannschaft leicht die Gunst ihrer Fans verspielen.

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Vielleicht erhalten außer Robin Urban (r.) auch die U  23-Spieler Marvin Ajani, Maurice Pluntke und Kaan Akca (v.l.), die am Samstag auf der Bank Platz nahmen, für das nächste Jahr einen Profi-Vertrag. (Wolff)

Vielleicht erhalten außer Robin Urban (r.) auch die U  23-Spieler Marvin Ajani, Maurice Pluntke und Kaan Akca (v.l.), die am Samstag auf der Bank Platz nahmen, für das nächste Jahr einen Profi-Vertrag. (Wolff)

Vielleicht erhalten außer Robin Urban (r.) auch die U  23-Spieler Marvin Ajani, Maurice Pluntke und Kaan Akca (v.l.), die am Samstag auf der Bank Platz nahmen, für das nächste Jahr einen Profi-Vertrag. (Wolff)

Düsseldorf. Die Situation in der 2. Fußball-Bundesliga ist für Fortuna Düsseldorf scheinbar ziemlich uninteressant geworden. Auch falls die Mannschaft in der Tabelle noch um ein oder zwei Plätze nach oben kommt oder abrutscht, sei das laut Sportvorstand Helmut Schulte in finanzieller Hinsicht kein großer Unterschied, da der Aufstieg kein Thema mehr ist. Bei den TV-Geldern ist der Unterschied zwischen den einzelnen Plätzen ohnehin nicht mehr so gravierend wie früher. Das gilt vor allem deshalb, weil die laufende Saison erst im nächsten Jahr in die Berechnung einfließt.

4000 Zuschauer nutzten am Samstag ihre Dauerkarte nicht

„Natürlich macht es immer Sinn, die maximal beste Platzierung am Ende einer Saison zu erreichen“, sagte Schulte. Denn das endgültige Abschneiden der Fortuna wirkt sich auf die Stimmung im und außerhalb des Vereins aus, und auch der Dauerkarten-Verkauf wird durch die Platzierung direkt beeinflusst. Und das sollte die Führung der Fortuna nicht aus dem Auge verlieren und der Mannschaft unmissverständlich klar machen.

Denn bereits am Samstag verzichteten bei knapp 30 000 verkauften Eintrittskarten bereits rund viertausend Dauerkarten-Inhaber auf den Stadionbesuch. „Nur“ 25 461 Zuschauer waren gegen 1860 München dabei. Wer also im Verein sagt, die Saison sei gelaufen, vergrätzt den einen oder anderen Zuschauer.

Hat die Fortuna Interesse an Mark Uth und Luciano Slagveer?

Helmut Schulte versucht, möglichst nichts über die Suche nach neuen Spielern an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. So verzichtete Fortunas Sportvorstand auch auf einen Kommentar zu den Gerüchten um zwei Spieler des SV Darmstadt 98, die ins Anforderungsprofil der Fortuna passen würden. Der Ex-Dresdner Romain Bregiere (28) spielt dort eine sehr gute Saison als Innenverteidiger. Sein Vertrag läuft dort aus.

Der Franzose steht mit Vereinskamerad Hanno Behrens (25) offensichtlich gleich bei mehreren Vereinen auf dem Wunschzettel, wie das Darmstädter Tageblatt berichtet. Fortuna soll mit um Mittelfeldspieler Behrens buhlen, der auch mit seinem Ex-Verein Hamburger SV und dem 1. FC Kaiserslautern in Verbindung gebracht wird. Er will Darmstadt verlassen.

Marvin Ajani kam am Samstag beim 1:1 der Fortuna gegen 1860 München zu seinem Debüt in der 2. Bundesliga. „Es war natürlich ein tolles Gefühl“, sagte der Außenbahnspieler nach dem Spiel. „Schon die Nominierung in den Kader hatte mich sehr gefreut.“ Der 21-Jährige durfte zehn Minuten Zweitliga-Luft schnuppern und hatte dabei auch die eine oder andere Aktion. „Selbstverständlich würde ich mich freuen, wenn ich das noch einmal erleben dürfte“, sagte Ajani.

Da Fortuna für mehrere Positionen Spieler sucht, sind die Scouts des Vereins auch international unterwegs. So sind zum Beispiel Spieler aus der niederländischen Eredivisie, genauer gesagt vom SC Heerenveen, im Visier des Zweitligisten. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich dabei zum einen um den deutschen Stürmer Mark Uth (24), der bereits 15 Treffer in der höchsten Liga der Niederlande erzielt hat.

Der ehemalige U 20-Nationalspieler soll der Fortuna bereits einmal angeboten sein, als dieser noch in der U 23 des 1. FC Köln gespielt hatte. Luciano Slagveer (21) gilt als eines der großen Talente in den Niederlanden. Er spielt etatmäßig als Rechtsaußen und bringt viel Kreativität in sein Spiel ein.

Zwar wollte Schulte keinen großen personellen Umbruch, doch in Robin Heller, Bruno Soares, Heinrich Schmidtgal, Dustin Bomheuer, Andreas Lambertz, Erwin Hoffer und dem ausgeliehenen Jonathan Tah stehen jetzt bereits sieben Spieler als Abgänge fest. Und ob Lars Unnerstall und Oliver Fink bleiben, ist auch noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. Der neue Trainer wird sicherlich auch eigene Ideen in Sachen Spielerverpflichtung haben. Wahrscheinlich hat er bereits mehrere Spieler auf seiner Wunschliste.

© WhatsBroadcast

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