Schon im Training ging es diese Woche heiß her. Die Braunschweiger Eintracht soll am Sonntag das Feuer von Meiers Team spüren.

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Fortuna kann Hilfe von oben gebrauchen. Co-Trainer Uwe Klein (links) und Bekim Kastrati hoffen auf einen Sieg in Braunschweig.

Fortuna kann Hilfe von oben gebrauchen. Co-Trainer Uwe Klein (links) und Bekim Kastrati hoffen auf einen Sieg in Braunschweig.

Christof Wolff

Fortuna kann Hilfe von oben gebrauchen. Co-Trainer Uwe Klein (links) und Bekim Kastrati hoffen auf einen Sieg in Braunschweig.

Düsseldorf. Nach außen hin gibt sich Norbert Meier gelassen und voller Vorfreude auf das Spiel seiner Mannschaft am Sonntag in Braunschweig. "In der Rolle des Jägers fühlen wir uns sehr wohl", sagt der Fortuna-Trainer und spricht die Motivation an, die seine Spieler aus dem eigenen Erfolgserlebnis gegen Dresden (1:0) vom vergangenen Samstag und dem Straucheln der Konkurrenz aus Unterhaching (1:1 gegen Wuppertal) geschöpft haben. Aber auch die erwartungsvolle Unruhe Meiers wird gleich im nächsten Statement deutlich: "Wir können uns jetzt gar nicht groß mit den anderen Mannschaften beschäftigen, weil jetzt alles so schnell geht." Denn am Mittwoch steht bereits mit Jena in der Arena der nächste Gegner zum drittletzten Saisonspiel in der 3. Fußball-Liga auf der Matte.

Aber noch ein anderer Umstand trägt zur Anspannung bei Norbert Meier bei. Nach der schlimmen Verletzung von Simon Terodde am Mittwoch (drei Rippen gebrochen und die Schädigung eines Lungenflügels) landeten nach dem Training am Donnerstag zwei weitere angeschlagene Spieler im Fortuna-Lazarett. Die Platzwunde am Kopf von Andreas Lambertz scheint nicht so schlimm zu sein, obwohl sie mit zwölf Stichen genäht wurde. Ahmet Cebe hatte nach dem unglücklichen Zweikampf mit dem Kapitän nur einen Brummschädel mit einer dicken Beule. Größere Folgen könnte dagegen das frustrierte Ball wegschlagen nach einem missglückten Schuss im Training haben. Der Abwehrchef klagt über eine leichte Innenbanddehnung. "Ob er spielt, wissen wir wohl erst am Sonntag genau", sagt Fortunas Trainer. "Jens wird sich diese Begegnung aber wohl nicht entgehen lassen."

Vier Fortunen stehen am Sonntag auf jeden Fall nicht zur Verfügung

Meier spricht derzeit von einem "überschaubaren Fortuna-Kader". Die verletzten Stephan Sieger, Olivier Caillas, Simon Terodde sowie der Rot-gesperrte Marcel Gaus sorgen dafür, dass die Zahl der Alternativen eher bescheiden ist. Und auch die derzeit (noch) formschwachen Stürmer Axel Lawarée und Ranisav Jovanovic erhielten bereits eine Auflaufgarantie. "Ich gehe davon aus, dass die beiden irgendwann wieder treffen werden", sagt Meier.

Nach den Tagen des teilweise sehr engagierten, körperbetonten Trainings brennt die Mannschaft darauf, dem Sieg gegen Dresden morgen den nächsten folgen zu lassen. "Wir müssen uns richtig reinhängen und eine starke Leistung bringen", sagt Andreas Lambertz, der davon ausgeht, dass seine Mannschaft die volle Punktzahl aus den letzten vier Spielen holt.

Braunschweig sollte man nicht unterschätzen. Torjäger Marcel Schied hat allerdings schon seit neun Spielen eine Torflaute. "Aber wir treffen auf eine Mannschaft in Augenhöhe mit erfahrenen älteren und heißen jungen Spielern", sagt Meier, der hofft, dass Schied erst gegen Unterhaching am Mittwoch seinen Torhunger wieder befriedigt. Dann würde aus der äußeren Gelassenheit wohl auch innere Entspanntheit bei Meier werden.

Fortuna-Fans haben ihre Legenden gewählt: Klaus Allofs, Rudi Bommer und Gerd Zewe sind die drei Spieler, die mit Abstand die meisten von 3183 Stimmen erhielten. Als Trainer wurde Aleks Ristic Erster.

Melka - Schwertfeger, Cakir, Langeneke, Hergesell - Costa, Lambertz, Christ, Heidinger - Lawarée, Jovanovic

» Weitere Informationen und eine Fotogalerie vom Spiel der Fortuna finden Sie am Sonntag ab 14.50 Uhr unter:

www.wz-newsline.de

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